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Darum haben Katzen Angst vor Gurken!

Katze sieht Gurke und bekommt Angst advice
© Youtube

Falls Sie bei dieser Überschrift überrascht die Augenbrauen hochziehen, haben Sie vermutlich einen Youtube-Trend verpasst. Doch warum haben unsere Samtpfoten nur Angst vor dem Gemüse? Lesen Sie hier alles, was man rund um „Katzen versus Gurken“ wissen sollte! 

von Carina Petermann

Lustige Youtube-Videos: Katzen und Gurken

Seit Jahren kursieren im Internet zahlreiche Videos, auf denen folgendes Phänomen zu bestaunen ist: Eine Katze futtert gemütlich an ihrem Napf. Die schlemmende Samtpfote ahnt nichts Böses. Ein Mensch platziert eine Gurke heimlich, still und leise dicht hinter ihr. Richtig gelesen: eine harmlose Salatgurke. Umso mehr erstaunt, was jetzt in vielen Fällen geschieht: Nach ihrem Mahl dreht die Katze sich um, erblickt das unschuldig daliegende grüne Gemüse – und gerät in Panik!  Manche springen aus dem Stand meterhoch, um sich vor dem grünen Grauen in Sicherheit zu bringen. Andere legen den Turbogang ein und sprinten ungeachtet anderer Hindernisse nach vorn. Dabei nehmen sie Kollisionen mit Artgenossen und andere Unbill in Kauf. Schließlich zählt nur eins: blitzschnell möglichst viel Abstand zum gruseligen Gemüse gewinnen! Einen Zusammenschnitt zahlreicher Katze-trifft-Gurke-Begegnungen finden Sie am Ende dieses Artikels. Zur Ehrenrettung einiger Katzen sei an dieser Stelle festgehalten: Gelassenere Samtpfoten interessiert die Gurke nicht die Bohne: Sie schnüffeln höchstens verächtlich daran und ziehen unbeeindruckt weiter. Rebellischere Vierbeiner attackieren den wehrlosen Grünling gar mit gezielten Krallenhieben.

Erklärung gesucht: Katzen vs. Gurkentruppen

Nach dem ersten Erstaunen – und einigem Gelächter – bleibt die Frage: Was ist aus Sicht des Fleischfressers so erschreckend am Salatgemüse? Dazu gibt es mehrere Theorien.

Wecken Schlangengurken Urinstinkte bei Katzen?

Die bekannteste Theorie lautet: Unsere felinen Freunde verwechseln im Eifer des Gefechts eine harmlose Gurke mit einer echten Bedrohung. Denn der Name ist Programm: Die Schlangengurke ähnelt von Form und Größe her einer Schlange. Der kätzische Urinstinkt lässt darum sämtliche Alarmglocken schrillen, wenn die verdächtig aussehende Burger-Beilage ins Blickfeld gerät. Diese Theorie klingt logisch, gilt aber mittlerweile als veraltet. Heute gehen wir davon aus, dass die Situation entscheidend ist: Die Katze genießt in allen Videos tiefenentspannt eine Mahlzeit, auf die sie sich konzentriert. Ihr Mensch legt das corpus delicti unhörbar ab, so dass die fiese Gurke aus Katzensicht wie aus dem Nichts heraus erscheint. Und das unmittelbar hinter ihr. Unbekanntes Objekt in Angriffsposition – Alarm, Alarm! Hand aufs Herz: Würden wir uns nicht auch erschrecken, wenn sich plötzlich ein Gegenstand hinter uns materialisiert?

Haben Katzen Angst vor Bananen?

Gurken, Bananen, Küchenrollen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Nummer mit der Gurke funktioniert vermutlich darum so gut, weil die Gurke eine natürlich aussehende Oberflächenstruktur hat. So sieht sie „lebendiger“ aus als beispielsweise eine Fernbedienung. Bananen sind zwar kleiner, erschrecken aber dennoch viele Samtpfoten.  Abgesehen vom filmreifen Schreckmoment verabscheuen viele Katzen den Geruch von manchem Obst oder Gemüse. Während einzelne Exemplare am liebsten abbeißen wollen, finden die Mehrzahl der Samtpfoten Bananen, Karotten oder andere Vitaminbomben uninteressant. Manche suchen angewidert das Weite, sobald sie den jeweiligen Geruch wahrnehmen.

Katzen erschrecken? Keine gute Idee!

Sie verspüren nun das Bedürfnis, Ihren tierischen Gefährten mit Gurken oder sonstigem Grünzeug zu erschrecken? Wir raten davon ab! Denn es ist hundsgemein, unsere schnurrenden Samtpfoten aus dem Hinterhalt heraus nach einer gemütlichen Mahlzeit in Angst und Schrecken zu versetzen. Sensible Naturen auf vier Pfoten verbinden den Gurkengrusel künftig mit ihrem Fressnapf und futtern darum angespannter. Ältere oder ängstliche Miezen können sich sehr über den grünen Katzenschreck aufregen und sich verstört zurückziehen. Wir finden: Unsere tierischen Mitbewohner für ein paar Lacher zu verängstigen, ist einfach banane! Oder wie der Kölner sagt: Katzen mit Gurken erschrecken? Was für ein Kappes!