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Hund frisst Schnee: Gefährlich oder nicht?

Hund frisst Schnee: Gefährlich oder nicht? © Hkorge / Shutterstock

Viele Hunde lieben es, im Schnee herumzutollen. Bei all der Begeisterung kommen einige auf die Idee, sich mit der weißen Pracht den Bauch vollzuschlagen. Doch ist es für den Hund gefährlich, wenn er Schnee frisst?

von Stephanie Klein

am aktualisiert

Was ist eine Schneegastritis beim Hund?

So schön und faszinierend die weißen Flocken für Hunde auch sein mögen: Der Verzehr kann potenziell gefährlich sein. Nicht nur die Kälte des Schnees reizt den Magen von sensiblen Vierbeinern. Es sind vor allem die Verunreinigungen im Schnee wie Rollsplitt, Streusalz, Chemikalien und Schmutz, die den Hunden zusetzen. Kurze Zeit danach leidet der Vierbeiner an einer Schneegastritis. Dabei handelt es sich um eine akute Magenentzündung, die sich durch verschiedene Symptome erkennen lässt:

Hund frisst Schnee: Was tun?

Solange Schnee sauber ist und die aufgenommene Menge überschaubar ist, stecken viele Hunde den eiskalten Happen locker weg. Dennoch ist es ratsam, den Zustand des Vierbeiners nach dem Schneefressen im Auge zu behalten. Bei leichten Symptomen, die abklingen reicht in der Regel eine Schonkost für ein bis zwei Tage aus. Darüber hinaus sollte der Hund bestenfalls nur Trinkwasser in Zimmertemperatur bekommen. Kalte Flüssigkeit würde die Magenschleimhaut zusätzlich reizen.

Zeigt der Hund jedoch schwere Symptome wie Fieber oder blutigen Durchfall oder verschlechtert sich sein Allgemeinzustand, sollte sofort eine tierärztliche Behandlung erfolgen. Schnelles Handeln ist vor allem dann erforderlich, wenn der Verdacht besteht, dass mit dem Schnee Frostschutzmittel in den Magen gelang. Bereits eine kleine Menge des toxischen Mittels, das im Streusalz enthalten sein kann, stellt eine akute Lebensgefahr für Hunde dar. In einer Tierarztpraxis bekommt der vierbeinige Patient ein Gegenmittel verabreicht und eine Behandlung, die seine Symptome lindern. Nur wenn Frauchen oder Herrchen zeitnah nach der Aufnahme zur Tierarztpraxis fahren, kann ein Erbrechen veranlasst werden.

Hund im Schnee: Tipps gegen das Fressen

  • Hat der Hund die weißen Flocken zum Fressen gern? Dann bieten Sie ihm eine interessante Alternative wie zum Beispiel ein Leckerli oder ein Spielzeug an.
  • Verzichten Sie auf eine Schneeballschlacht mit Ihrem Vierbeiner. An diesen Sessions haben zwar besonders junge Hunde Spaß, jedoch animieren sie regelrecht dazu, Schnee zu fressen.
  • Verunreinigter Schnee kann durch Ball oder Frisbee werfen und Suchspiele in den Magen des Hundes gelangen. Wenn Sie hier auf Nummer sicher gehen möchten, verschieben Sie die Spiele auf einen schneefreien Tag.
  • Hunde können auch Schnee fressen, um dadurch Flüssigkeit aufzunehmen. Auf Spaziergängen in der Schneelandschaft ist daher immer ausreichend Wasser mitzunehmen.
  • Versuchen Sie, stark mit Streusalz oder Rollsplitt behandelte Wege zu vermeiden. Dies senkt nicht nur das Risiko einer Schneegastritis, sondern schont auch nebenbei die Pfotenballen.
  • Neigt der Vierbeiner dazu, große Mengen Schnee zu fressen und müssen Sie über einen Weg voller Streusalz? In diesem Fall ist es sinnvoll, ihn für den Moment einen Maulkorb anzulegen. Halten Sie dennoch Ihren Hund angeleint und im Auge – denn auch mit Maulkorb können pfiffige Vierbeiner Schnee aufnehmen.
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