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Von Neuschwanstein bis in die Alpen: Das Allgäu mit Hund entdecken

Urlaub mit Hund im Allgäu advice © Instagram / moody.judy.9

Alpine Bergwelt und viele hundefreundliche Extras: Die südlichste Region Deutschlands zieht viele Reisende mit Vierbeiner an. Ob abwechslungsreicher Wanderurlaub oder entspannte Ferien in der Natur: Das Allgäu hat weitaus mehr als den Touristenmagneten „Schloss Neuschwanstein“ zu bieten. Welche Highlights Urlauber mit Hund erwarten und worauf in der beliebten Ferienregion alles zu achten ist, gibt es hier nachzulesen.

von Stephanie Klein

Allgäu: Aktivitäten mit Hund nach Reiseziel und Reisezeit

Das Allgäu ist dank seiner Landschaft bei Wanderern und Radfahrern äußerst beliebt. Doch auch Urlauber mit Hund werden im idyllischen Allgäu die richtige Wahl treffen. Aktivurlaub mit Joggen und Wandern für Sportskanonen und wanderfreudige Hunde, oder einfach auf einer Wiese die Bergluft genießen – die Vielfalt der Landschaft setzt keine Grenzen. So toben sich Jungspunde in der Natur aus, während genügsame Hundesenioren einfach ihre Pfoten gen Himmel ausstrecken und relaxen.

Ob in der Haupt- oder Nebensaison – Urlauber mit Hund finden über das ganze Jahr tolle Highlights. Im Frühling können sie neben ihrem sportlichen Vierbeiner entlang blühender Almwiesen Radfahren. Im Sommer gibt es Erfrischung an einem Hundestrand und im Herbst genießen Wanderer auf den Bergpfaden die letzten warmen Sonnenstrahlen mit Fellnase an ihrer Seite.

Im traumhaften Winterurlaub atmen Zwei- und Vierbeiner die klare Bergluft ein und blicken dabei auf eine weiße Berglandschaft. Klingt zu schön, um wahr zu sein?

Nicht umsonst gehört das Allgäu zu den beliebtesten Ferienregionen Deutschlands.

Strandurlaub: Hundestrände im Allgäu

Das Allgäu punktet nicht nur mit einer faszinierenden Bergkulisse, sondern auch mit vielen Badeseen, Flüssen und kleinen Bächen. Einige Badestellen sind für die Reisebegleiter auf vier Pfoten reserviert. Ein Ausflug zu den Hundestränden im Allgäu lohnt sich. Sie bieten Strandurlaub für Fellnasen und Menschen umgeben von einer atemberaubenden Natur!

Hundestrand Vorsee Bisseroy

Hundehalter, die für ihre Fellnase auf der Suche nach einer Abkühlung sind, werden im Allgäuer Voralpenland fündig. Keine zehn Minuten mit dem Auto von der Ortschaft Oy-Mittelberg entfernt, finden Urlauber einen wunderschönen Hundestrand. Im Sommer ist der See von einem satten Grün umgeben. Der Vorsee Bisseroy liegt am Südufer des Rottachsees. Perfekt, um sich nach einer Radtour oder einer Wanderung zu erfrischen. Am Bisseroysee gibt es einen Kiosk und in direkter Nähe einen separaten Abschnitt für Vierbeiner.

See Bisseroy im Allgäu
Am See Bisseroy wartet ein reservierter Strandabschnitt auf vierbeinige Gäste© Shutterstock

Hundestrand Niedersonthofener See

Wasserbegeisterte Hunde werden den separaten Hundestrand am Niedersonthofener See lieben. Der See liegt im Oberallgäu und ist in fünfzehn Minuten mit dem Auto von der Stadt Kempten zu erreichen. Das Badeparadies ist ein Magnet für alle, die in der Natur ihre Energiereserven auftanken möchten. Es gibt eine Badestelle, die Hunde willkommen heißt. In den Freizeitbädern am Niedersonthofener See darf der Vierbeiner allerdings nicht planschen.

Städtetrip: Hundefreundliche Städte im Allgäu

Mit Hund das „Tor des Allgäus“ besichtigen: Die kleine Stadt Memmingen, in Oberschwaben besticht mit ihrem idyllischen Charme. Historische alte Gassen mit romantischen Fachwerkhäusern laden zum Spazieren gehen mit dem Vierbeiner ein. Und: Memmingen gehört definitiv zu den hundefreundlichen Städten. 

Städtetouren sind ideal bei milden Temperaturen im Frühling oder Herbst.

Im Sommer finden Urlauber schattige Plätze in den Parkanlagen der Stadt. Die Verordnung der Stadt Memmingen sieht eine Leinenpflicht für große Hunde ab 50 cm Schulterhöhe und für sogenannte „Listenhunde“ vor. Wir haben die Listenhunde in Bayern für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.

Ein herrliches Alpenpanorama bietet die bei Urlaubern beliebte Stadt Füssen. Ganz in der Nähe liegt das märchenhafte Schloss Neuschwanstein. Jedoch ist mit einem enormen Ansturm von Touristen zu rechnen und ein Tagesausflug in die Gegend des Schlosses ist somit definitiv nichts für nervöse Hunde. Wir verraten in diesem Artikel, wie Sie den Ausflug mit Hund nach Neuschwanstein planen sollten.

Schloss Neuschwanstein
Zumindest das Umland von Schloss Neuschwanstein ist einen Besuch mit Hund wert© Shutterstock

Die Stadt Füssen hat noch viele weitere Attraktionen in petto, die hundetauglicher sind. Im Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies erkunden Mensch und Hund zusammen den Allgäuer Bergwald. Dieser Ausflugsort heißt tierische Wanderer willkommen und bietet drei Abenteuerpfade. Für alle, die hoch hinaus wollen, empfiehlt sich der Baumkronenweg in 21 Meter Höhe. Von April bis November geöffnet, bietet der 480 Meter lange Weg einen atemberaubenden Blick auf die Berg- und Flusslandschaft und die dicht aneinander gereihten Bäume. Fellnasen müssen während der Tour an der Leine geführt werden.

Campingurlaub mit Hund im Allgäu

Campen in der Natur liegt im Trend. Die Betreiber der Resorts haben die Nachfrage von Hundehaltern längst erkannt und bieten deutschlandweit hundefreundliche Campingplätze an. Auch im äußersten Süden erholen sich Reisende mit ihren tierischen Begleitern in Wohnmobilen, Zelten und Co.

Der Campingplatz Alpsee heißt Vierbeiner herzlich willkommen. Der Platz in Immenstadt bietet komfortable Stellplätze für Urlauber mit Hund. Die Lage zwischen dem großen und kleinen Alpsee verspricht Erholung pur. Wunderschöne Ausflugsziele in unmittelbarer Nähe, wie die Breitachklamm, warten auf die Entdeckung neugieriger Hundeaugen. Nach einem Bad in einem See gibt es die Möglichkeit den Abenteurern auf vier Pfoten in einer Hundedusche im Camp zu reinigen.

Breitachklamm im Allgäu
In der Nähe des Campinplatz Alpsee wartet die berauschende Breitachklamm© Shutterstock

Allgäu: Hundefreundliche Unterkünfte

Eine kuschelige Unterkunft nach einem abenteuerlichen Tag im Allgäu ist nicht nur für die Zweibeiner wichtig. Auch die Vierbeiner sehnen sich nach Erholung in einem warmen Hundebett. Ob in einem Chalet, einer Berghütte oder in einem Ferienhaus – bevorzugen Urlauber vier Wände und ein festes Dach über dem Kopf, gibt es eine große Auswahl an geeigneten Unterkünften. Ideal ist ein eingezäunter Garten, wo der Vierbeiner während des Urlaubes toben kann ohne dabei auszubüchsen.

Ist ein Aktivurlaub mit vielen Bergwanderungen geplant, reicht eine nette Ferienwohnung mit schönem Blick auf die Bergwelt aus. Einige Restaurantbetreiber im Allgäu gestatten gut erzogenen Vierbeinern den Eintritt ins Lokal. Eine vorige Anfrage vermeidet eine unerwartete Planänderung und erspart Stress für alle Beteiligten. Wer sich über die Verpflegung im Urlaub keine Gedanken machen möchte, dem empfiehlt es sich in einem hundefreundlichen Hotel zu nächtigen. Das Wellnesshotel Bergruh beispielsweise bietet zahlreiche Hundeservices an: Hundehandtücher, Welcome-Leckerli, Hundenapf, Hundefutter und vieles mehr (plus Karte für Wanderungen)! Des weiteren dürfen die Vierbeiner mit ins Restaurant, sodass sich Urlauber während der Ferien nicht von ihrem Liebling trennen müssen.

Preise:

Der Tagespreis im Campingplatz Alpsee beträgt 14 € pro Erwachsener in der Hauptsaison. Hinzu fallen noch geringfügige Gebühren an, wie beispielsweise für den Kurbetrag oder für den Strom. Für jeweils eine Fellnase kommen 5 € extra pro Tag hinzu. Alles in allem, ist Campingurlaub mit Hund eine günstige Angelegenheit. Etwas teurer wird es mit einer hundefreundlichen Ferienwohnung: Eine kleine, gemütliche Ferienwohnung für zwei Personen mit Hund gibt es ab 300 € die Woche. Ein luxuriöses Chalet mit Garten, Terrasse und Sauna heißt Urlauber mit Fellnase für circa 1500 € pro Woche willkommen. In einem Landhotel eine Woche Ferien mit Hund genießen Urlauber für durchschnittlich 700-800 €.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Allgemeine Informationen

Auch bei einem Urlaub im eigenen Land darf die Recherche nicht zu kurz kommen. Es gibt vieles zu beachten: Die angenehmste Fahrt zur Ferienregion, eine mögliche Leinenpflicht in der Gemeinde, Hundezubehör und vieles mehr. Hundehalter, die gut vorbereitet sind, lehnen sich an den schönsten Tagen im Jahr einfach zurück.

Tipps zur Anreise:

Mit dem Auto ist die Ferienregion gut erreichbar. Nordlichter aus Hamburg fahren gut sieben Stunden bis nach Kempten, Münchner sind in 90 Minuten am Ziel. Für Reisende mit eigenem PKW und entspanntem Vierbeiner in einer artgerechten Transportbox ist das Auto somit ein gutes Transportmittel. Noch mehr Komfort bietet ein Wohnmobil, das Urlauber direkt zum Stellplatz bringt.

Wer lieber mit der Bahn unterwegs ist, muss einiges beachten: Größere Hunde werden aus Sicherheitsgründen während der Bahnfahrt an der Leine gehalten und tragen einen Maulkorb. Außerdem wird ein Extra-Ticket für große Fellnasen fällig. Kleinere Fellnasen, die in eine Hundebox passen, wie ein Zwergspitz oder Malteser, treten die Bahnfahrt kostenlos mit Frauchen oder Herrchen an. Vor der Buchung achten Hundehalter am besten darauf, dass so selten wie möglich umzusteigen ist. Eine längere Bahnfahrt ist auch für entspannte Hundehalter mit Stress verbunden. Vor allem, wenn sie an den überfüllten Bahnhöfen stundenlang auf den Umsteigezug warten.

Tipps zur Einreise:

Für den Urlaub im Allgäu sind folgende Unterlagen und Überlegungen empfehlenswert:

Bundeslandinfos:

In dem Bundesland Bayern existiert keine einheitliche Regelung bezüglich der Leinenpflicht. Hier ist es ratsam, sich vorher bei den Gemeinden über die aktuellen Vorschriften zu informieren. Das gleiche gilt für den kleinen Teil, der über die bayrische Grenze hinaus geht: Ein Teil des Westallgäus liegt in Baden-Württemberg. Hier kommen ebenfalls Unterschiede je nach Kommune vor.

Das einzige, was die ländliche Idylle des Allgäus trübt, ist die Zeckengefahr. Gefährliche Erkrankungen, wie FSME (eine übertragbare Hirnentzündung) oder Borreliose kann schon ein einziger Biss des Blutsaugers hervorrufen. Daher ist es wichtig, sich vor dem Urlaub gründlich mit dem Thema „Zeckenschutz beim Hund“, etwa mit einem Zeckenhalsband, zu befassen. Zusätzlich sollte der vierbeinige Liebling während und nach den Wanderungen regelmäßig nach Zecken kontrolliert werden.