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Seniorhunde ernähren: Tipps zur Fütterung alter Hunde

Seniorhunde ernähren advice

Seniorhunde brauchen ein altersgerechtes Futter

© Shutterstock

Wenn der Hund älter wird, ändern sich auch die Anforderungen an die Ernährung. Wir erklären Ihnen, wie sich der Stoffwechsel und der Energiebedarf Ihres Hundes mit zunehmendem Alter verändert und was bei der Fütterung älterer Vierbeiner zu beachten ist.

von Kristin Barling

Am 22.09.20, 11:26 veröffentlicht

Ältere Hunde haben andere Bedürfnisse

Sobald Hunde ihr letztes Lebensdrittel erreicht haben, gelten sie als Senioren. Genau wie beim Menschen ist der Alterungsprozess auch beim Hund ganz individuell. Während manche Hunde auch in hohem Alter noch gesund und aktiv sind, treten bei anderen Tieren schon früher die ersten Alterungsanzeichen ein.

Der Alterungsprozess bei Hunden geht häufig mit Verhaltensänderungen einher. Seniorhunde brauchen mehr Ruhe und Schlaf, bewegen sich weniger und leiden häufiger unter Krankheiten. Als Hundehalter ist es wichtig, das Alter des Haustiers bei der Gestaltung des Alltags und bei der Ernährung zu berücksichtigen.

Warum haben alte Hunde einen niedrigeren Energiebedarf?

Seniorhunde haben andere Ernährungsbedürfnisse als ihre jungen Artgenossen. Das liegt daran, dass sich der Stoffwechsel im Laufe des Hundelebens verändert und das Verdauungssystem träger wird. Hinzu kommt, dass junge Hunde aufgrund ihrer Aktivität einen hohen Energiebedarf haben, während Energieverbrauch und Aktivitätsgrad durch weniger Bewegung und Veränderungen des Organismus im Alter stetig abnehmen.

Welche Folgen hat eine falsche Ernährung alter Hunde?

Auch wenn der Hund sein Futter gut verträgt, ist es im höheren Alter an der Zeit, über eine Ernährungsumstellung nachzudenken. Denn mit den körperlichen Veränderungen und dem sinkenden Energiebedarf gehen auch andere Anforderungen an die Versorgung mit Nährstoffen einher. Wird die Ernährung dem Alter des Seniorhundes nicht angepasst, kommt es häufig zu Übergewicht durch zu energie- und fettreiches Futter. Außerdem können typische Alterserkrankungen wie Zahnprobleme, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Nieren- und Lebererkrankungen durch eine falsche Ernährung des Hundes begünstigt werden.

Alte Hunde richtig füttern

Damit der Hund bis ins hohe Alter gesund bleibt, ist eine ausgewogene Ernährung erforderlich. Dazu gehört die richtige Zusammensetzung des Futters mit allen benötigten Nährstoffen, aber auch die richtige Portionierung des Hundefutters und die gezielte Gabe von Ergänzungsfuttermitteln für Seniorhunde.

Die optimale Zusammensetzung des Hundefutters für Senioren

Alte Hunde sind nicht nur ruhiger und weniger aktiv, sondern sind auch dem körperlichen Alterungsprozess ausgesetzt. Durch die langsamere Verdauung im Alter benötigen Seniorhunde ein besonders gut verträgliches Futter, das Magen und Darm wenig belastet und optimal vom Körper verwertet und verdaut werden kann. Hundefutter für Senioren sollte getreidefrei sein, denn Getreide belastet die Verdauung des Haustiers. Auch der Fettanteil sollte möglichst gering sein, um dem Altersspeck entgegenzuwirken. Diese Bestandteile zeichnen ein artgerechtes Futter für ältere Hunde aus:

  • Hochwertiges, mageres Fleisch deckt den Bedarf an Proteinen und Aminosäuren.
  • Bei Unverträglichkeiten eignet sich hypoallergenes Futter aus besonders gut verträglichen Fleischsorten.
  • Kalorienreduziertes und fettarmes Futter wirkt Übergewicht im Alter entgegen.
  • Eine getreidefreie Rezeptur entlastet die Verdauung. Den Kohlenhydratanteil steuern Kartoffeln oder Pseudogetreide bei.
  • Leicht verdauliches Gemüse und Obst liefert Vitamine und Ballaststoffe.
  • Ausgewählte Kräuter wie Brennnessel oder Löwenzahn unterstützen die Verdauung und die Funktion der inneren Organe.
  • Natürliche Ergänzungsfuttermittel sorgen für eine zusätzliche Vitaminzufuhr und unterstützen die Darmtätigkeit.

Futterumstellung beim Seniorhund

Insbesondere wenn Ihr Hund ein bestimmtes Hundefutter gewohnt ist, kann sich der Futterwechsel schwierig gestalten. Die ohnehin schon träge Verdauung älterer Hunde muss sich an ein neues Futter schrittweise gewöhnen und kann mit Magenverstimmungen, Durchfall oder Blähungen auf eine plötzliche Umstellung reagieren. Daher sollten Sie auf keinen Fall von einem auf den anderen Tag das Futter umstellen. Führen Sie das Seniorfutter stattdessen schrittweise ein, indem Sie es unter das gewohnte Futter mischen und den Anteil allmählich erhöhen.

Portionen und Futtermenge für ältere Hunde

Während man bei jungen Hunden bei der Portionierung des Futters gerne ein Auge zudrückt, muss die Futtermenge bei Seniorhunden genau kontrolliert werden. Nimmt der Hund trotz Futterumstellung zu, überprüfen Sie die Futtermenge und -zusammensetzung. Damit Ihr Hund sich auch im besten Alter nicht überfrisst und die Verdauung nicht überlastet wird, geben Sie Ihrer Fellnase mehrmals am Tag kleinere Portionen.

Seniorhunde müssen ausreichend trinken

Wenn möglich sollten Sie bei alten Hunden auf Trockenfutter verzichten oder nur einen Teil der Nahrung in trockener Form füttern. Nassfutter hat einen hohen Feuchtigkeitsanteil und versorgt den Seniorhund bereits beim Fressen mit Flüssigkeit. Achten Sie unabhängig von der Futtersorte darauf, dass immer genug frisches Wasser zur Verfügung steht und der Hund ausreichend trinkt.