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Löwenzahn für Hunde: Alles zur Giftigkeit, Wirkung und Anwendung

Löwenzahn für Hunde advice

Erst in größeren Mengen wirkt Löwenzahn auf Hunde giftig.

© Shutterstock

Am Löwenzahn führt im Sommer kein Weg vorbei, denn die als Unkraut verunglimpfte Pflanze wächst auf vielen Wiesen, in Gärten und am Wegesrand. Aber ist Löwenzahn für Hunde giftig oder besteht durch die Blätter und Blüten keine Gefahr für Ihre Fellnase? Hier finden Sie die Antworten.

von Kristin Barling

Dürfen Hunde Löwenzahn fressen?

Hunde können sowohl Löwenzahnblätter als auch die gelben Löwenzahnblüten essen. Die Pflanze ist in kleinen Mengen für Hunde gut bekömmlich und sogar gesund, denn ihr wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Wenn Ihr Hund beim Spaziergang oder im Garten ab und zu am Löwenzahn knabbert oder an einer Pusteblume schnuppert, besteht somit keinerlei Gefahr. Im Gegenteil: In kleinen Mengen kommt die Pflanze auch als Heilkraut zum Einsatz und kann gezielt dem Futter beigemischt werden.

Ist Löwenzahn giftig für Hunde?

Die Blätter und Blüten des Löwenzahns enthalten in den Stängeln einen weißen Milchsaft. Da Milchsaft bei Pflanzen häufig giftig ist, fragen sich viele Hundebesitzer, ob der Verzehr von Löwenzahn für den Hund gefährlich ist. Tatsächlich enthält die Pflanze die giftigen Stoffe Oxalsäure und Taraxacin. Diese Stoffe sind leicht giftig und können bei übermäßigem Verzehr zu Symptomen wie Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen und allgemeinem Unwohlsein führen. Daher sollten Hunde keine größeren Mengen Löwenzahn fressen. Leidet Ihr Haustier bekanntermaßen unter schweren Erkrankungen der Leber, Niere oder des Verdauungstraktes, sollten Sie vor der Fütterung von Löwenzahn mit Ihrem Tierarzt klären, ob die Pflanze gefüttert werden darf oder nicht.

Wie wirkt Löwenzahn bei Hunden?

Löwenzahn genießt nicht den besten Ruf, denn die Pflanze wird in Gärten häufig als Unkraut angesehen und vernichtet. Dabei hat Löwenzahn eine lange Tradition als wirksame Heilpflanze für Mensch und Tier. Beim Hund wird das Kraut in der alternativen Heilkunde zur Entgiftung angewendet. Auch Magen-Darm-Beschwerden, Blutkrankheiten, Appetitlosigkeit, Leber- und Nierenbeschwerden können durch Löwenzahn gelindert werden. Diese Bestandteile des Löwenzahns sind für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich:

  • Bitterstoffe wie Taraxin, Flavonoide und Triterpene fördern die Verdauung und wirken entgiftend auf Magen, Galle, Niere und Leber.
  • Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, lindern Magen-Darm-Beschwerden und schützen die Mundschleimhaut des Hundes vor Bakterien.
  • Der Ballaststoff Inulin wirkt präbiotisch und unterstützt die Bauchspeicheldrüse
  • Kalium wirkt wassertreibend und leicht abführend und trägt zur Entgiftung und Reinigung der Harnwege bei.
  • Löwenzahnblüten enthalten gesunde Vitamine und Aminosäuren.

Wie wendet man Löwenzahn beim Hund an?

Im Sommer findet man Löwenzahn in der Natur fast überall. Sie können die Pflanze daher bei einem Spaziergang für Ihren Hund pflücken.

Damit keine Unkrautvernichtungsmittel oder andere Giftstoffe enthalten sind, pflücken Sie die Blätter nicht direkt am Straßenrand oder am Feldrand, sondern lieber an abseits gelegenen Orten oder im eigenen Garten.

Die Zubereitung von Löwenzahn für den Hund ist einfach. Mischen Sie die Löwenzahnblätter grob gehackt roh unter das Futter oder überbrühen Sie die Blätter vorher mit heißem Wasser. Durch Hitze werden die Bitterstoffe in der Pflanze reduziert und der Geschmack wird milder. Noch milder ist ein Tee, der aus getrockneten oder frischen Blättern hergestellt wird und nach dem Abkühlen ins Futter gegeben wird. Getrockneter Löwenzahn kann pulverisiert dem Futter beigemischt werden. Empfohlen wird eine Dosis von ca. einem Gramm pro zehn Kilogramm Körpergewicht. Alternativ können Sie Ihrem Hund ein hochwertiges Hundefutter geben, das Löwenzahn als Zutat enthält.