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Geniale Tipps, wenn die Katze nachts keine Ruhe geben will

Katze im Dunkeln advice
© Shutterstock

Katzen haben ihren eigenen Tagesrhythmus. Doch die meisten von ihnen passen sich den menschlichen Gewohnheiten an und nutzen die Nacht zum Schlummern oder Dösen. Eine nachtaktive Katze kann jedoch schnell zum Problem werden, wenn sie mitten in der Nacht schreit und jault. Sie kann Haltern tiefe Augenringe verursachen. Wir stellen Gründe für Katzen vor, die nachts unruhig sind und nennen Tipps, damit sich die nächtlichen Ruhestörer beruhigen.

von Philipp Hornung

Sechs Gründe warum Ihre Katze Sie um den Schlaf bringt:

  • Sie langweilt sich: Wenn die Katze tagsüber wenig Abwechslung hat, fordert sie nachts Action ein
  • Die Katze ist nachts hungrig: Ein knurrender Magen bringt nicht nur Menschen, sondern auch Tiere um den Schlaf
  • Der Ruf der Natur: Geschlechtsreife Tiere zieht es vor allem nachts nach draußen
  • Freigänger-Katzen, die nachts stören: Viele Freigänger statten ihrem schlafenden Halter nachts gerne Besuche ab oder benötigen sie als Türöffner
  • Die Katze ist taub: Wenn Samtpfoten nichts mehr hören, neigen sie dazu, häufiger zu miauen.
  • Die Katze ist dement: Mancher Katzensenior ist im Dunkeln verwirrt und äußert dies durch Maunzen.

Tipps: Das hilft, wenn die Katze nachtaktiv ist

Wir sehen, es gibt viele mögliche Ursachen dafür, dass Katzen die Nachtruhe ihrer Halter stören. Davon leitet sich ab, was zu tun ist.

Beschäftigung: So schläft Ihre Samtpfote nachts durch

Ihre Katze nutzt Sie nachts als Trampolin, um Sprünge vom Kleiderschrank zu perfektionieren? Oder fordert um 3 Uhr in der Früh Kuscheleinheiten ein? Ein klarer Fall von Langweile! Als akute Maßnahme sollten Sie die Katze ignorieren, denn sobald Sie einmal nachgeben, lernt sie: „Stören bringt Erfolg!“ Dazu zählen übrigens auch Verfolgungsjagden durchs Zimmer oder nach der Katze geworfene Kissen. Für viele Stubentiger gilt: Hauptsache Action! Am nächsten Morgen können Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie die Katze besser auslasten. Ist sie Einzelkatze ohne Katzenkumpel oder Freigang, sollten Sie eins von beiden ermöglichen. Allerdings steigt das Risiko für Unfälle, wenn Ihre Samtpfote Freigang im reiferen Alter noch nicht kennengelernt hat. Bereits ein gesicherter Balkon oder Garten kann ausreichen. Eine zweite Katze mit passendem Charakter eignet sich prima zum Spielen und Raufen. Weitere Tipps, um die Samtpfote auszulasten: Spielen Sie viel mit ihr und legen Sie die letzte Spielrunde vor die Schlafenszeit. Intelligenzspielzeuge mit verstecktem Futter können zusätzlich für Beschäftigung sorgen.

Passen Sie die Fütterungszeiten an

Manche Katzen sind Häppchenesser. Sorgen Sie also dafür, dass sie abends einen vollen Napf vorfinden. Denn wenn sie nachts Hunger leiden, fangen viele von ihnen an zu maunzen oder suchen sich pflanzliche Alternativkost – zum Beispiel Ihre Zimmerpflanzen. Auch vielen älteren Katzen tut es gut, wenn sie nachts nach Bedarf futtern können. Ist dies nicht möglich – beispielsweise in einem Mehrkatzenhaushalt mit Moppelkatze – sollten Sie die letzte Ration spät geben.

Kastration hilft bei liebeskranken Katzen

Wenn Katzen geschlechtsreif werden, stehen sie ab und an jaulend vor der Tür. Sie spüren den Ruf der Natur – respektive ihre Hormone – und möchten ab nach draußen, um Herzdame oder Herzkater zu finden. Diesem Wunsch sollten Sie natürlich nicht nachgeben. Wenn Sie nicht züchten, vereinbaren Sie einen Termin beim Tierarzt, um Ihre Samtpfote kastrieren zu lassen. Dies verhindert ungewollten Nachwuchs und macht sie ausgeglichener – auch nachts! Apropos Natur: Manche Katzen sind bei Vollmond aktiver, allerdings gibt es hierzu keine genaueren Untersuchungen. Doch satte und zufriedene Samtpfoten schlummern bei Vollmond lieber, anstatt Krawall zu schlagen.

(K)eine gute Idee: Katze nachts rauswerfen

Zugegeben: Den pelzigen Störenfried vor die Tür setzen, scheint verlockend. Doch oft ist das Problem damit nicht erledigt, sondern verlagert sich nur. Manche Samtpfoten kratzen an der Schlafzimmertür, andere werfen Gegenstände von Regalen. Wenn Ihr tierischer Gefährte nachts unruhig wird, sollten Sie ihm helfen, anstatt ihn nach draußen zu setzen. Dies gilt vor allem für gelangweilte oder demente Katzen. Viele alte Katzen sind ohne ihren vertrauten Besitzer ängstlich, weswegen bei ihnen die Nähe zur menschlichen Schlafstätte hilfreich sein kann. Auch ein kleines Nachtlicht in einem anderen Raum kann dementen Katzen helfen.

Hilfe, wenn Freigänger-Katzen nachts nerven

Freigänger können auf verschiedene Weisen nachts stören: Haben sie keine Katzenklappe, maunzen sie oft so lange vor Fenster oder Tür, bis der Katzenhalter herbeitapst, um sie hinein oder hinaus zu lassen. Leider ändern viele Fellnasen ihre Meinung schnell: Im Winter möchten sie nach zehn Minuten zurück ins Warme – sobald sie aufgewärmt sind, wieder hinaus… Hilfe kann eine Katzenklappe bringen. Ansonsten gilt: Seien Sie konsequent und gewöhnen Sie die Katze an feste Zeiten. Ohnehin ist es für viele Samtpfoten sicherer, nachts im Haus zu sein. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, in der Sie nicht nachgeben sollten, haben die Samtpfoten sich meist mit den neuen Ausgehzeiten angefreundet. Manche Freigänger stören, indem sie nachts Beute mit ins Schlafzimmer bringen. Auch hierbei hilft eine zeitliche Begrenzung.

Können Bachblüten nachtaktive Katzen beruhigen?

Manche Tierhalter berichten, dass Bach-Blüten ihnen und ihrer Samtpfote beim Durchschlafen helfen. Hierbei gilt es zuerst, die Ursache für die nächtliche Unruhe herauszufinden, um dann eine passende Bach-Blütenmischung zusammenzustellen. Ein Tierheilpraktiker kann Sie dabei unterstützen.

Ein Tierarztbesuch für besseren Katzen-Schlaf

Wenn Ihre Katze nachts aus unbekannten Gründen unruhig ist, sollten Sie mit ihr einen Tierarzt aufsuchen. Denn hinter dem nächtlichen Miauen oder Umherschreiten können sich organische Ursachen verbergen. Viele davon lassen sich gut behandeln. Hinter nächtlicher Unruhe bei Katzen können Bluthochdruck, Nieren- oder Schilddrüsenprobleme sowie Schmerzen stecken. Auch taube oder blinde Katzen machen sich nachts häufiger bemerkbar. Der Tierarzt kann in vielen Fällen – beispielsweise mit durchblutungsfördernden Medikamenten – helfen, die Beschwerden zu lindern.