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Bachblüten-Therapie für unterschiedliche Leiden der Katze

Bachblüten advice
© Shutterstock

Zwar haben Bachblüten keine direkten Auswirkungen auf den Körper einer Katze, aber sie sind ein sehr gutes Mittel, sein Haustier zu behandeln, indem man sein geistiges Wohlbefinden verbessert. Ob Stress, Trauma, Depressionen - diese natürlichen Elixiere können bei psychischen Problemen sehr wirkungsvoll sein. Wir verraten mehr darüber, wie man seine Katze mit Bachblüten therapieren kann.

von Carina Petermann

Bachblüten sind Essenzen, die aus Blüten oder Knospen gewonnen werden. Es gibt 39 verschiedene davon, wobei es sich bei einer um eine Mischung aus fünf verschiedenen Blüten handelt. Dr. Edward Bach hat sie zwischen 1930 und 1936 entwickelt. Jede Blüte hat ihre spezifischen Eigenschaften.

Bachblüten für Katzen gegen Stress und Angst

Sie wirken sich ausschließlich auf Gefühle, Empfindungen und Eindrücke aus. Ihre Wirkung ist anhand von Vibrationen bei verschiedenen Lebewesen messbar und schon vielmals nachgewiesen worden. Sie ermöglichen es, inneren Frieden und ein seelisches Gleichgewicht zu erlangen und können somit eine Verhaltenstherapie unterstützen. Außerdem reduzieren sie Stress und Ängste, Dominanz, Energiemangel etc. Sie sind für Menschen entwickelt worden, aber wurden bald auch bei Tieren wie z.B. bei Hunden angewendet.

Die Mischung aus Bachblüten macht die Wirkung

Jede Essenz hat ihre eigene Wirkung. Kombinationen sind möglich, dürfen aber nicht mehr als sechs Bachblüten beinhalten, denn dann wirken sie nicht mehr. Manche Mischungen können eine andere Wirkung haben als die beschriebene. Man muss also vorsichtig sein, wenn man sie miteinander kombiniert. Wenn sie mit Alkohol vermischt werden, verlieren sie ihre Wirkung nicht.

Lagerung und Verabreichung von Bachblüten

Sie sollten kühl gelagert werden. Bachblüten können direkt in den Mund, in Trinkwasser oder mit Lebensmitteln vermischt verabreicht werden. Da es keinerlei Warnhinweise, Giftigkeit oder Abhängigkeitsrisiken gibt, können sie langfristig und unabhängig von der medikamentösen Behandlung, die parallel dazu von einem Tierarzt verschrieben werden kann, eingenommen werden.

Bachblüten können ein todkrankes Tier also bis zum Ende seines Lebens begleiten und ihm die größtmögliche seelische Ruhe und Gelassenheit ermöglichen. Sie sind eine große Hilfe bei der Bekämpfung von Stress oder Ängsten bei einem sensiblen Tier, wenn dessen Umgebung verändert worden ist. Sie dürfen keinesfalls unbedacht verabreicht werden, denn was beim Menschen die eine Wirkung hat, kann sich auf ein Tier anders auswirken. Jedenfalls darf man keine Mischungen herstellen, ohne vorher einen Spezialisten konsultiert zu haben.

Diese Essenzen sind ein gutes Mittel, um auf natürliche Art und ohne Nebenwirkungen auf das geistige Wohlergehen seines Haustiers einzuwirken. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Katze Bachblüten bräuchte, sollten Sie unbedingt zunächst einen Spezialisten kontaktieren, der mit Ihnen zusammen die beste Vorgehensweise finden wird.

Rescue Tropfen aus fünf Essenzen

Rescue gibt es in Form von Spray und als Creme. Achtung: Die Wirkung der Creme ist vollkommen anders als die der Tropfen. Von Spray wird für Tiere abgeraten. Wir werden hier daher hier die Tropfen thematisieren. Rescue ist die wohl bekannteste Bachblüte. Es wirkt gegen Stress, und zwar bei allen Ereignissen im Alltag, die das emotionale Gleichgewicht negativ beeinflussen könnten. Sie besteht aus fünf Essenzen (Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose, Star of Bethlehem) und ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Mischungen von Bachblüten eine andere Wirkung haben können als die einzelnen Blüten für sich genommen!

Rescue wird als eine Bachblüte angesehen und kann dementsprechend bei Bedarf mit bis zu fünf anderen kombiniert werden. Diese Mischung ist zum Beispiel sehr gut dafür geeignet, einen Besuch beim Tierarzt mit einer Katze vorzubereiten, die Probleme mit dem Transport, der Berührung von Fremden, Impfungen oder anderen Eingriffen des Mediziners hat. Oft kommt die Angst der Katze beim Tierarzt von den Gerüchen, die sie in der Praxis oder in der Tierklinik antrifft: Die von Hunden oder anderen Katzen, die dort sind oder vorher da waren. Drei Tropfen Rescue 30 Minuten vor der Abfahrt helfen der Katze, den Besuch beim Tierarzt mit mehr Ruhe durchzustehen.

Sweet Chestnut bei Trauma und Erschöpfung

Diese Bachblüte ist eine große Hilfe für misshandelte oder gar gequälte Tiere, Katzen, die Hunger gelitten haben oder extrem erschöpft waren, aber auch Tiere, die wegen des Verlustes eines Gefährten leiden, eine Katzenmutter, die ihre Kätzchen nicht mehr bei sich hat, oder die eine sehr schwere Geburt hinter sich hat. Auch Katzen, die unter chronischen Krankheiten leiden, können mit dieser Bachblüte behandelt werden.

Ein Tier, das zum Ausbüxen neigt, kann ebenfalls Sweet Chestnut (Esskastanie) bekommen, wie auch eine Katze, die sich selbst verstümmelt (Alopezie, Hyperästhesie, Pica-Syndrom, etc.). Ab und zu kann Sweet Chestnut auch einer Katze mit Koliken dabei helfen, diese schwierige Zeit besser zu überstehen. (Auch hier sei wieder gesagt, dass Bachblüten nur auf die Psyche wirken, nicht aber auf den Körper oder auf die Krankheit).

Dosierung von Sweet Chestnut

Unabhängig davon, ob man sie dem Tier in Form von einer Kur über drei bis vier Monate oder punktuell verabreicht, verläuft der Beginn der Einnahme immer gleich: Zwei Tropfen pro Tag auf das Futter oder ins Wasser. Der Unterschied zur Kur macht sich vor allem bei der Dosierung bei einer Gabe von über 2 Wochen bemerkbar: Man muss in diesem Fall das bei Homöopathischen Mitteln übliche Potenzieren verwenden, d.h. es werden ein paar Tropfen in eine mit Wasser gefüllten Behälter gegeben. Die Proportionen sind in der Regel 6 Tropfen auf 30 ml Quellwasser (kein Mineralwasser), welche mit etwas Alkohol konserviert und kühl gelagert werden. Man verabreicht der Katze dann ein paar Tropfen von dieser Mischung, die ihre Wirkung ca. 4 Wochen lang behält.

Je nach Fall kann man über eine Behandlung durch eine Jahreskur nachdenken. Eine Katze etwa, die den ganzen Sommer über ins Freie geht und drinnen bleiben muss, wenn es draußen kalt wird, kann jedes Jahr nach dem Sommer eine dreimonatige Kur machen.

Sweet Chestnut und Honeysuckle bei gequälten Katzen

Man kann eine Katze ihr Leben lang mit Bachblüten behandeln, wenn Sweet Chestnut zum Beispiel einer Katze, die gequält wurde, im Alltag dabei hilft, ein normales Leben zu führen und nicht wieder in Angst zu versinken. In einem solchen Fall kann Honeysuckle (Geißblatt) eine verstärkende Wirkung haben, wenn diese Bachblüte mit Sweet Chestnut kombiniert wird.

Sweet Chestnut und White Chestnut bei Selbstverstümmelung

Für eine Katze, die sich selbst verstümmelt, kann Letztere je nach Art der Verstümmelung auch noch mit anderen Bachblüten kombiniert werden. Man muss die Behandlung stets an den individuellen Fall anpassen, aber White Chestnut (Weiße Rosskastanie) unterstützt Sweet Chestnut dabei, dem Bedürfnis nach Selbstverstümmelung Abhilfe zu schaffen. Natürlich fügt man dann noch die Bachblüte oder die Bachblüten hinzu, die erforderlich sind, um gegen die vorliegende Verstümmelung zu wirken.