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Alaskan Klee Kai: Mini Husky mit viel Energie

Hunderasse Alaskan Klee Kai

Der Alaskan Klee Kai ist eine nicht vom FCI anerkannte Hunderasse

© Mary Swift / Shutterstock

Nordischer Vierbeiner: Der Alaskan Klee Kai ist eine seltene Hunderasse. Erfahren Sie hier alles Wichtige über den Hund, der wie ein kleiner Husky aussieht.

von Stephanie Klein

Am veröffentlicht

Ist der Alaskan Klee Kai ein Miniature Siberian Husky?

In Deutschland ist der Alaskan Klee Kai (kurz: AKK) derart selten, dass viele bei seinem Anblick an einen Miniature Siberian Husky denken. Aber: Der AKK ist eine eigenständige amerikanische Hunderasse, die vom United Kennel Club (UKC) und vom amerikanischen Rare Breed Verband (ARBA) anerkannt ist. Vom größten kynologischen Dachverband (FCI) und vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) fehlt allerdings noch eine Anerkennung.

Der Alaskan Klee Kai ist zwar mit dem Husky verwandt, trägt aber noch die Gene weiterer Hunderassen in sich. Wie genau der AKK entstand, erfahren Sie im nächsten Absatz.

 

Alaskan Klee Kai: Geschichte

Der Alaskan Klee Kai ist eine junge Hunderasse. Erst Anfang der 1970er-Jahre begann die Zucht in Alaska. Die Amerikanerin Linda S. Spurlin verfolgte zusammen mit ihrer Familie das Ziel, einen geselligen und etwas zierlichen Begleithund zu züchten. Mit einer Besonderheit: Er sollte dem majestätischen Husky ähneln. Die Wörter „Klee Kai“ kommen aus der athabaskischen Sprache und bedeuten kleiner Hund.

Folgende Hunderassen waren bei der Zucht beteiligt:

  • Siberian Husky
  • Alaskan Husky
  • Schipperke
  • American Eskimo Dog

Auch, wenn der Alaskan Klee Kai erst seit einigen Jahrzehnten existiert: Er stammt unter anderem von uralten Hunderassen ab, die einst bei der Schlittenfahrt in Regionen nahe des Polarkreises im Einsatz waren. Der AKK gilt zwar als Begleithund und ist wesentlich zierlicher als die kräftigen Schlittenhunde. Dennoch ist es sinnvoll, sich mit seinen Vorfahren auseinanderzusetzen. Auf diese Weise können Interessierte sein Wesen und sein Naturell besser einschätzen und vermeiden, den Fehler ihn als kuscheligen Begleithund anzusehen und zu behandeln.

Alaskan Klee Kai: Aussehen

Der Alaskan Klee Kai ist ein kleiner bis maximal mittelgroßer Hund. Zwar macht sein Aussehen einen eher zierlichen und grazilen Eindruck, aber der AKK ist mit starken und robusten Knochen gesegnet. Dazu hat er einen gut proportionierten Körperbau, der sich etwas mehr in die Länge als in die Höhe erstreckt. Sein Kopf ist keilförmig und sein Gesichtsausdruck wirkt aufmerksam. Der Alaskan Klee Kai hat ein Scherengebiss und eine leicht verlängernde Schnauze. Mit seiner buschigen Rute, seiner für Huskys typischen Gesichtsmaske und den dreieckigen Stehohren verrät der kleine Begleithund seine nordischen Vorfahren.

Ausgewachsener Alaskan Klee Kai© bon9/Shutterstock

Alaskan Klee Kai: Miniature, Toy und Standard

Der Alaskan Klee Kai lässt sich in drei Varietäten einteilen, die sich in ihrer Größe und ihrem Gewicht voneinander unterscheiden:

  • Alaskan Klee Kai Toy: 33 cm und bis zu 4,3 kg
  • Alaskan Klee Kai Miniature: 33 bis 38 cm und bis zu 7 kg
  • Alaskan Klee Kai Standard: 38 bis 42 cm und bis zu 10 kg

Alaskan Klee Kai: Augenfarbe

Die Augenfarbe bei einem Alaskan Klee Kai kann entweder einfarbig in verschiedenen Braun-, Grün- oder Blautönen sein. Wie beispielsweise beim Husky gibt es auch AKKs mit zwei unterschiedlichen Augenfarben (Odd Eyed). Genauso gut kann die Iris eines Auges zwei verschiedene Farbtöne, wie zum Beispiel Braun und Blau, aufweisen.

    Welche Fellfarben sind beim AKK erlaubt?

    Weiß ist die Grundfarbe eines jeden Alaskan Klee Kais. Es gibt sogar einige Vertreter, die komplett weißes Fell aufweisen, wobei Albinismus von den Zuchtrichtlinien verboten ist.

    Am Häufigsten kommen beim AKK folgende Farbvariationen vor:

    • grau-weiß
    • schwarz-weiß
    • rot-weiß

    Alaskan Klee Kai: Charakter

    Der Alaskan Klee Kai gilt als intelligent und ergreift oft die Initiative, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Gelegentlich nutzt er sein cleveres Köpfchen dazu, Kommandos von seinem Menschen zu hinterfragen. Daher wird der kleine Husky häufig als stur beschrieben.

    Darüber hinaus zeichnet sich der AKK durch folgende Charaktermerkmale aus:

    • neugierig
    • aktiv
    • wachsam
    • anpassungsfähig
    • aufmerksam
    • anhänglich (zu seiner Familie)
    • misstrauisch (gegenüber Fremden)

    Alaskan Klee Kai: Krankheiten und Lebenserwartung

    Im Allgemeinen handelt es sich beim AKK um eine gesundheitlich robuste Hunderasse. Vorausgesetzt, es erfolgen Gentests vor der Verpaarung. Verantwortungsvolle Züchter achten darauf, dass die Elterntiere frei von Patellaluxation sind. Außerdem sollten vererbbare Krankheiten wie Herzprobleme, Grauer Star und Lebererkrankungen ausgeschlossen werden.

    Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 14 Jahre.

    Alaskan Klee Kai: Pflege

    Der AKK ist ein von Natur aus reinlicher Hund, der nicht allzu viel Pflege benötigt. Allerdings besitzt er wie alle nordischen und ursprünglichen Hunde ein Fell mit Unterwolle. Während des Fellwechsels im Frühling und Herbst sollte er daher öfter gebürstet werden, um ihn von losen Haaren zu befreien.

    Alaskan Klee Kai Welpe mit blauen Augen© Momick/Shutterstock

    Passt ein Alaskan Klee Kai zu mir?

    Der Alaskan Klee Kai ist ein Hund, mit dem es nie langweilig wird. Er gilt als überdurchschnittlich aktiv und möchte auch geistig gefordert werden. Daher ist er bei Menschen gut aufgehoben, die selbst sportlich sind und offen für Hundesport wie Agility oder Rally Obedience sind. Auch über lange Ausflüge in der Natur und ausgiebiges Joggen wird sich ein AKK freuen und mit seiner Ausdauer erstaunen.

    Da es sich um einen anpassungsfähigen Vierbeiner handelt, kommt der AKK sowohl in einer Stadtwohnung als auch auf dem Land zurecht. Die Hauptsache ist, dass sich der Vierbeiner draußen viel austoben kann. Das Zuhause sollte lediglich dazu dienen, sich von seinen alltäglichen Abenteuern zu erholen. Der gewitzte Hund ist der ideale Familienhund, denn er schätzt sehr die Gesellschaft seiner Menschen. Er geht eine tiefe Bindung zu seiner Familie ein und verhält sich ihnen gegenüber loyal und treu. Allerdings sollte er (wie alle Hunde) niemals unaufbesichtigt mit kleinen Kindern zusammen sein. Wird beim Alaskan Klee Kai eine Grenze überschritten, wird er dies nicht tolerieren und seinen Unmut deutlich machen.

    Die amerikanische Hunderasse ist für motivierte Hundeanfänger geeignet, die sich seinen Wurzeln, seinem Bewegungsdrang und seinem gelegentlich sturen Kopf bewusst sind. Erfolgt keine konsequente Erziehung, wird der AKK dies schnell ausnutzen und unerwünschte Verhaltensweisen zeigen.

    Da der Alaskan Klee Kai wie seine Vorfahren gesellig ist, wird er sich über bereits vorhandene Hunde im Haus freuen. Wenn er früh Katzen kennenlernt, verläuft das Zusammenleben in der Regel harmonisch. Zu beachten ist, dass der Alaskan Klee Kai einen ausgeprägten Jagdtrieb hat.

    Alaskan Klee Kai kaufen in Deutschland

    Einen Alaskan Klee Kai Züchter zu finden, ist in Deutschland eine recht schwierige und zeitintensive Angelegenheit. Im Land verteilt gibt es wenige Hobbyzüchter, die pro Jahr ein bis zwei Wurfankündigungen verkünden. Der Alaskan Klee Kai kommt sogar noch seltener als der erst in den letzten Jahren beliebt gewordene Pomsky vor. Dabei handelt es sich um einen Hybridhund, der aus Huskys und Pomeranians hervorgeht.

    Unter diesen Umständen ist es sinnvoll, rechtzeitig Kontakt mit einem Alaskan Klee Kai Züchter aufzunehmen. Auf diese Weise können Sie sich einen Alaskan Klee Kai „reservieren“. Wie bei allen Hunden gilt auch hier: Bitte achten Sie darauf, dass das Zuhause der Welpen einen liebevollen Eindruck macht, die Unterkunft sauber ist und sie die Elterntiere kennenlernen dürfen.

    Alaskan Klee Kai: Preis

    Wenn Sie einen Alaskan Klee Kai kaufen möchten, müssen Sie mit einem relativ hohen Preis rechnen. Die Hunderasse ist selten, gilt aber unter Liebhabern als sehr begehrt. Ein Alaskan Klee Kai aus seriöser Zucht und mit Nachweis eines Gentests der Elterntiere wird ca. 1.500 € oder mehr kosten.

     

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