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Löwenhunde: 5 liebenswerte Vierbeiner mit Raubtier-Faktor

Chow Chow mit sehr dichtem Haar advice

Der Chow Chow zählt zu den Löwenhunden

© Shutterstock

Löwenhunde – der Name klingt vielversprechend, majestätisch und etwas angsteinflößend. Doch in dieser Kategorie kommen nicht nur stattliche Hunderassen, sondern auch zierliche Fellnasen zum Vorschein. Wamiz stellt in diesem Artikel fünf Vertreter vor und erklärt, warum sie den Beinamen Löwenhund besitzen.

von Stephanie Klein

Was ist ein Löwenhund?

Wie kommt es, dass einige Hunderassen den Beinamen Löwenhund tragen? Schließlich beinhaltet die Bezeichnung das größte Landraubtier Afrikas, welches als Großkatze auf dem ersten Blick keine Gemeinsamkeiten zum Haushund hat.

Vorab: Bei dem Begriff handelt es sich nicht um eine Klassifizierung eines Hundeverbandes. Vielmehr stecken zwei schlüssige Gründe hinter der Einordnung.

  1. Als Löwenhunde bezeichnet man Vierbeiner mit dichtem Fell, welches an eine Löwenmähne erinnert. Manchmal wird dabei etwas getrickst: Nicht alle Vierbeiner dieser Kategorie sind von Natur aus mit diesem außergewöhnlichen Look ausgestattet. Bei einigen muss ein Groomer nachhelfen, um ihnen das Aussehen eines männlichen Löwens zu verpassen.
  2. Dann gibt es noch die Löwenbändiger, die zur Kolonialzeit in Afrika als Jagdhunde im Einsatz waren. Im Rudel spürten sie Löwen und anderes Großwild auf und trieben es in die Enge. Dafür ist nicht nur eine größere Statur erforderlich, sondern auch eine ordentliche Portion Mut und Selbstvertrauen.
Rhodesian Ridgebacks
Sie waren als Löwenbändiger in Afrika im Einsatz: Rhodesian Ridgebacks
© Shutterstock

Löwenhunde: Charakter und Temperament

Da die Löwenhunde in der Vergangenheit unterschiedliche Verwendungen hatten, kommen vielfältige Charakterzüge zum Vorschein. Dennoch gibt es bei allen Hunderassen prinzipiell drei Gemeinsamkeiten.

  • Einzelgänger: Viele Löwenhunde sind vom Wesen her unabhängig. Dies erlaubt es ihnen, alleine besser zurechtzukommen als viele menschenbezogene Hunderassen.
  • Löwenherz: Die meisten Rassen strotzen nur so vor Mut und Unerschrockenheit. Es scheint, als würde tatsächlich in ihrem tiefsten Innern ein kleiner Löwe schlummern, denn im Kontakt zu Artgenossen verhalten sie sich selbstsicher und tollkühn. 
  • Misstrauen: Bei den kleineren Vertretern trifft der Begriff Warnanlage auf vier Pfoten voll und ganz zu. Sobald sich eine Gefahr ankündigt, ertönt aus ihnen ein beherztes Bellen. Die größeren Rassen eignen sich ebenfalls perfekt für die Verwendung als Wachhund. Sie brauchen ihre Stimme nicht allzu oft einsetzen, denn bei ihnen wirkt allein ihre Anwesenheit bedrohlich. 

Chow-Chow: Ein chinesischer Löwenhund

Üppiges Fell und eine kompakte Statur: Ganz eindeutig, ein Chow-Chow erinnert an einen Löwen oder auch Bären. Die asiatische Hunderasse ist eine der ältesten auf der Welt und besitzt neben ihrer außergewöhnlichen Optik auch viele Eigenarten.

Zum Beispiel gilt ein Chow-Chow als unabhängig, charakterstark und distanziert. Er gibt einen guten Wachhund ab, da er Fremden misstraut. Ein Chow-Chow ist keineswegs für Anfänger gedacht und genießt gerne die Ruhe. Daher eignet sich diese Hunderasse ideal für erfahrene Menschen ohne Kinder.

Hunderasse: Chow-Chow
Chow Chow
Der Chow Chow
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Lhasa Apso: Ein tibetischer Löwenhund

Vom stattlichen Chow-Chow geht es weiter zum kleinen Gesellschafts- und Begleithund: Der Lhasa Apso misst eine Widerristhöhe von 18-30 cm. Seine Wurzeln liegen in Tibet, wo er als kleiner Bewacher von Klöstern und Häusern im Einsatz war. Heute ist er weltweit ein geschätzter Begleiter für Liebhaber von kleinen Hunderassen.

In puncto Erziehung zeigt er sich äußerst unkompliziert, was ihn zu einem perfekten Anfängerhund macht. Zudem besitzt er die Fähigkeit, sich nahezu allen Umgebungen anzupassen und kann sich daher bestens mit einem Stadt- und Wohnungsleben arrangieren.

Hunderasse: Lhasa Apso
Lhasa Apso
Der Lhasa Apso
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Pekinese: Ein chinesischer Löwenhund

Ein hoher Niedlichkeitsfaktor gepaart mit starkem Charakter: Der Pekinese ist eine selbstsichere, mutige und zuweilen auch dickköpfige Fellnase.

Wie bei allen Hunden sollte eine konsequente, aber sanfte Erziehung und eine Sozialisierung mit Artgenossen von Beginn an erfolgen. Das Fliegengewicht ist sich nicht immer seiner zierlichen Statur bewusst und agiert bei Kontakt mit anderen Hunden tollkühn und übermütig.

Der Pekinese passt perfekt zu hundeerfahrenen Senioren, da er kein aktiver oder verspielter Vierbeiner ist. 

Hunderasse: Pekinese
Pekinese
Der Pekinese
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Shih Tzu: Der Tibetanische Löwe

Kleiner Herzensbrecher: Der Shih Tzu gehört zu den Gesellschafts- und Begleithunden und teilt sich mit dem Lhasa Apso seine tibetanische Herkunft. Übersetzt bedeutet sein Name: Tibetanischer Löwe.

Diesen ehrwürdigen Titel verdankt er seinem Aussehen, welches mithilfe eines besonderen Schnitts an die Großkatze erinnert wenn auch in der Mini-Version. Ein Shih Tzu eignet sich für ein Leben in der Stadt, bei Senioren und bedingt auch bei einer Familie. Er ist verspielt und gesellig, möchte aber einen Rückzugsort haben, zu dem er jederzeit ausweichen kann.

Hunderasse: Shih Tzu
Shih Tzu
Der Shih Tzu
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Rhodesian Ridgeback: Ein afrikanischer Löwenhund

In der Kategorie sticht diese südafrikanische Hunderasse deutlich heraus: Der bis zu 69 cm große Rhodesian Ridgeback ist der Riese unter den Löwenhunden. Auf dem ersten Blick wird schnell klar: Nicht sein Fell ist Grund für die Einordnung.

Ausschlaggebend für den Namen ist seine ursprüngliche Verwendung. Er unterstützte Menschen bei der Jagd auf Löwen und Großwild. In Deutschland wird der Löwenbändiger nicht als Jagdhund anerkannt. Hierzulande findet der überdurchschnittlich aktive Hund bei sportlichen und erfahrenen Menschen ein passendes Zuhause.

Rhodesian Ridgeback
Der Rhodesian Ridgeback
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