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Dürfen Katzen Schokolade essen?

Katze mit Tafel Schokolade in den Pfoten advice
© Shutterstock

Schokolade findet sich in nahezu jedem Haushalt, denn die meisten Menschen lieben die Süßigkeit. Für Katzenbesitzer stellt sich daher die Frage: Darf meine Katze Schokolade essen? Schadet es ihr, ist es giftig oder völlig unbedenklich? Die Antwort auf diese Fragen beantwortet dieser Beitrag.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Katzen sollten - wie auch Hunde - keine Schokolade essen.
  • Schokolade enthält den Stoff Theobromin und der ist giftig für Katzen.
  • Schokoladenkonsum kann für Katzen tödlich enden.

Darf eine Katze Schokolade essen?

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Nein, Katzen dürfen keine Schokolade essen. Der Grund dafür ist der in der Schokolade enthaltene Kakao. Genauer gesagt das im Kakao enthaltene Theobromin. Theobromin ist für Katzen giftig und kann sie töten. Katzen können diesen Stoff nur sehr langsam abbauen. Theobromin ist ein Alkaloid und ist in Kakaobohnen enthalten. Viele Süßspeisen werden mit Kakao hergestellt. Demnach befindet sich der für Katzen gefährliche Stoff in vielen Süßigkeiten, neben Schokolade etwa auch in Eis oder Desserts. Am meisten Theobromin befindet sich in Bitter- und Zartbitterschokolade. Demnach sind diese Schokoladensorten am giftigsten für Katzen.  
Katzen verspüren von Natur aus kein Bedürfnis nach Schokolade. Das hat den einfachen Grund, dass Katzen keinen Rezeptor für Süßes auf der Zunge haben. Deswegen passiert es nicht oft, dass Katze von Schokolade naschen. Manch ein Katzenbesitzer meint es vermeintlich gut und denkt, er tut der Katze mit Schokolade etwas Gutes - doch das Gegenteil ist der Fall. 

Was passiert, wenn meine Katze Schokolade gegessen hat?

Das Theobromin wirkt toxisch auf die Katze. Handelt es sich um eine starke Theobrominvergiftung, kann die Katze daran sterben. Die Symptome einer Theobrominvergiftung sehen folgendermaßen aus:

  • erhöhter Blutdruck
  • beschleunigter Puls
  • Verengung der Blutgefäße
  • Unruhe
  • Zittern
  • Krampfanfälle
  • Überhitzung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Durst

Allerdings müssen diese Symptome nicht zwingend auftreten. Es kommt auf die Menge der gefressenen Schokolade an. Bei geringen Mengen kann es auch sein, dass es gar nicht zur Vergiftung kommt. Dies hängt vom Gewicht der Katze und von der Verträglichkeit ab. Wissenschaftlich ist nicht genau nachgewiesen, ab welcher Menge es zu einer Vergiftung kommt. Wenn Sie sich fragen, ob eine Katze von Schokolade blind werden kann, dürfen Sie beruhigt sein. Hierfür gibt es bisher keine Belege. Dennoch sind die oben genannten Symptome selbstverständlich nicht zu unterschätzen. 

Wann treten die Symptome auf?

Die ersten Symptome zeigen sich nach ungefähr zwei bis vier Stunden. Hat die Katze eine große Menge Schokolade gefressen, kann sie innerhalb von 12 bis 36 Stunden an der Überdosis Theobromin sterben. Überlebt die Katze, kann es zu chronischen Leberschäden kommen. 

Wie kann ich einer Vergiftung vorbeugen?

Bewahren Sie die Schokolade an einem Ort auf, an den die Katze nicht herankommt. Auch sollten Sie darauf achten, dass Katzen manchmal einfach auf Beutezug sind und sich alles "krallen", um es dann später in einem sicheren Versteck genauer zu inspizieren. Jeder im Haushalt sollte über die Giftigkeit von Schokolade für Katzen Bescheid wissen. Achten Sie gemeinsam darauf, dass die samtige Mitbewohnerin die Schokolade nicht in die Krallen bekommt. 

Was ist zu tun, wenn meine Katze Schokolade gefressen hat?

Natürlich kann es sein, dass eine Katze aus unerfindlichen Gründen einmal an Schokolade nascht. Dann sollten Sie rasch handeln.

  • Wenn Sie feststellen, dass Ihr Haustier Schokolade genascht hat, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. 
  • Gehen Sie zum Veterinär, auch wenn Sie keine Symptome feststellen. 
  • Wenn möglich, nehmen Sie die Packung der verzehrten Schokolade mit. So kann der Tierarzt den Fall besser einschätzen.
  • Versuchen Sie nicht, die Katze selbst zum Erbrechen zu bringen. 
  • Beginnt die Behandlung innerhalb von zwei bis vier Stunden nach dem Verzehr, stehen die Chancen auf Heilung gut. Wenn die Katze bereits Störungen des Zentralnervensystems gezeigt hat, sind die Chancen schlechter. Jede Minute zählt!

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