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Alles Wissenswerte zum Thema: Durchfall bei Katzen

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© Shutterstock

Störungen des Verdauungstraktes sind bei Haustieren nicht selten. Ursachen und Auswirkungen sind jedoch vielseitig, da das Magen-Darm-System der vierbeinigen Begleiter unterschiedlich empfindsam reagiert. Hat Ihre Katze beispielsweise Durchfall, kommen verschiedene Auslöser in Betracht. Neben klassischem Unwohlsein kann dies auch ein Hinweis auf eine schwerere Erkrankung sein. Im Folgenden erfahren Sie, was mögliche Auslöser und welche Symptome typisch für das Krankheitsbild sind.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei anhaltendem Durchfall (über 24 Stunden) sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

  • Das Krankheitsbild kann harmlose Ursachen haben, allerdings ist es auch denkbar, dass es sich um einen Vorboten einer schlimmeren Erkrankung handelt.

  • Entscheidend für die Behandlung sind sowohl die Form des Kotabsetzens Ihrer Katze als auch die Beschaffenheit des Stuhls.

  • Katzenhalter können auf kleine Hausmittel zurückgreifen, um leichten Durchfall zu kurieren.

Die Katze hat Durchfall – so reagieren Sie im ersten Moment

Sie spüren recht schnell, wenn mit Ihrem kleinen Stubentiger etwas nicht stimmt. Bei einigen Symptomen ist das jedoch auch optisch nicht zu leugnen. Dazu zählt unter anderem Durchfall bei Katzen. Wenn die Tiere unter Diarrhö leiden, kann dies abhängig von Menge, Farbe und Beschaffenheit des Kots unterschiedliche Ursachen haben. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, wie sich die Samtpfote während der Erkrankung verhält. Ein Beispiel: Ihre Katze hat Durchfall, ist aber sonst fit. Dann liegt vermutlich eine leichte Unbehaglichkeit vor. Gleiches gilt für Folgendes: Die Katze hat Durchfall, frisst aber normal, ohne Erbrechen. Hält der unregelmäßige oder anders beschaffene Kotabsatz länger als 24 Stunden an, sollten Sie mit der Katze zum Tierarzt!

Neben diesen „harmlosen“ Ursachen ist es allerdings ebenso denkbar, dass die Diarrhö ein Anzeichen für eine weitaus schwerere Krankheit ist. Ein Beispiel: Die Katze hat Durchfall und Erbrechen. In solchen Fällen ist der Besuch beim Veterinär unausweichlich. Ähnlich verhält es sich bei folgendem Szenario: Die Katze hat Durchfall und miaut. Dies kann ein Signal dafür sein, dass der kleine Liebling beim Absetzen des Kots unter Schmerzen leidet.

Grundsätzlich ist Durchfall bei Katern und Kätzchen ein unverkennbares Merkmal dafür, dass sich die Haustiere schnell eines schädlichen Stoffs entledigen. Ein dünnflüssiger Stuhl ist daher manchmal einfach nur die Folge eines empfindlichen Katzenmagens, der auf eine Futterumstellung oder Nahrungsunverträglichkeit reagiert.

Mögliche Auslöser für Verdauungsprobleme und -beschwerden

Gehen Sie der Ursache für den Durchfall auf die Spur! In folgender Tabelle finden Sie verschiedene Faktoren, die dazu beitragen, dass die Samtpfote Durchfall hat. Gegliedert in Futter-, Krankheits- und äußere Faktoren, bekommen Sie einen umfassenden Überblick.

Futterfaktoren

Krankheitsfaktoren

Äußere Einflussfaktoren

  • Verdorbenes, ungeeignetes oder unverträgliches Futter führt zu Durchfall bei Katzen.

  • Häufig gehören verschluckte Fremdkörper zu Auslösern von Diarrhö.

  • Eine zu schnelle Umstellung von einer Futtersorte auf eine andere kann ebenfalls ein Grund für die Diarrhö sein.

  • Wenn der Darm eine Infektion oder eine Reizung hat, dann ist in jedem Fall mit Durchfall zu rechnen.

  • Würmer, Parasiten und Giardien sind oftmals an einem erkrankten Magen-Darm-Trakt schuld. Insbesondere Giardien setzen sich im Dünn- und Dickdarm fest.

  • Wenn die Katze milch-, zucker- oder stärkehaltige Speisen frisst, ist das Resultat eine gestörte Verdauung.

  • Leidet Ihre Katze an einer Überfunktion der Schilddrüse, ist es möglich, dass daraus eine Diarrhö resultiert. Hormone spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

  • Genau wie bei uns Menschen können auch Viren und Bakterien für starken Durchfall bei der Hauskatze sorgen.

  • Hat der Stubentiger eine Maus oder ein anderes kleines Tierchen vertilgt, wirkt sich das negativ auf die Verdauung aus.

  • Auch psychisch bedingte Krankheiten wie Stress lösen solche Erkrankungen aus.

  • Leider passiert es auch, dass der maunzende Vierbeiner etwas frisst, das in der Wohnung offen herumliegt. Beliebt sind Reinigungsmittel und Pflanzen.

Ein weiterer Auslöser ist der Mensch. Leider gibt es immer wieder Meldungen von Tieren, die an mit Gift getränkten Ködern nach kurzer Krankheit sterben. Diese vermeintlichen Leckerlis werden überall dort ausgelegt, wo sich viele Haustiere wie Hunde und Katzen aufhalten. Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Tier unterwegs sind, dann achten Sie auf solche Köder. Entfernen Sie diese zur Sicherheit Ihres Lieblings und aller anderen Vierbeiner. Kommt es doch zu einer Vergiftung, erfahren Sie beim Deutschen Tierschutzbund e.V., welche Erstmaßnahmen Sie ergreifen sollten.

Katze hat Durchfall: Farbe, Beschaffenheit und Symptome geben wichtige Informationen

Diarrhö kann sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern. Farbe, Beschaffenheit und Symptome variieren je nach Erkrankung und Auslöser. Gut erkennbar ist der Stuhl, wenn das Haustier ein Katzenklo benutzt. Allerdings kann es auch dazu kommen, dass sie den Kot nicht halten können. Ihre Katze hat Durchfall und macht in die Wohnung, anstatt das Katzenklo zu benutzen, ist daher keine Seltenheit bei Verdauungsproblemen.

Folgende Faktoren geben Auskunft über die Art des Durchfalls:

  • Farbe: Im Regelfall ist der Kot entweder etwas heller oder dunkler als normal. Liegen extreme Farbveränderungen vor, dann sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

  • Beschaffenheit: Grundsätzlich sind alle abweichenden Formen ein Grund zur Sorge. Ob wässrig, breiig oder sehr dünnflüssig – die Katze hat Durchfall und sollte beobachtet werden.

  • Symptome: Neben dem Durchfall weisen manche Haustiere zusätzlich noch andere Symptome auf. Fieber, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Lethargie können in Verbindung mit Durchfall auftreten. Auch Blut im Kot ist möglich und deutet fast immer auf schwerere Erkrankung hin. Die Katze erbricht oft in Kombination mit Durchfall. In solchen Fällen ist vermutlich die ganze Verdauung gestört.

Am häufigsten ist es jedoch so: Die Katze hat Durchfall und dieser stinkt unangenehm. Der Geruch ist stärker als beim normalen Kotabsatz. Er ist manchmal faulig und zuweilen sogar scharf. Allerdings sind auch süßliche Geruchsnoten nicht ausgeschlossen. Befinden sich im Kot etwaige Fremdkörper oder erkennen Sie Unverdautes sowie Parasiten, haben Sie meist schon den Auslöser gefunden.

Hinweis: Eine stillende Katze hat Durchfall und die Kitten sind noch sehr klein. Dann ist es sehr wichtig, dass die Kleinen nicht mehr vom Muttertier genährt werden. Andernfalls könnten sie die Erkrankung übernehmen, innerlich austrocknen und im schlimmsten Fall sterben.

Anzeichen dafür, dass die Katze unter Schmerzen leidet

  • Geräusche vor und während des Kotzabsatzes

  • Unterbrechungen beim Koten und das hektische Verlassen des Katzenklos

  • Das Abreiben des Hinterteils auf dem Boden

  • Plötzlicher Kotabsatz ist ein weiteres Anzeichen für Durchfall, der gleichzeitig schmerzt.

  • Gibt es unerwartete Tabuzonen beim Streicheln wie den Unterbauch, dann sollte dies umgehend untersucht werden.

Unsere Empfehlung: Die Katze hat Durchfall – Hausmittel und Tierarztbesuch kombinieren

Damit es im Zuge einer Störung des Verdauungstraktes nicht zu Dehydration, Mineralstoffmangel oder hohem Gewichtsverlust kommt, helfen diese Tipps:

  • Ihre Katze hat Durchfall und es gibt Hausmittel, die dabei sehr gut helfen. Heilerde entgiftet beispielsweise den Darmtrakt und bindet die Magensäure. Gemahlene, amerikanische Ulmenrinde ist wie eine schützende Schicht, die sich auf Magen- und Darmwände legt. Dadurch kann sich das gesamte Verdauungssystem etwas von den Reizungen erholen. Verwenden Sie diese in Absprache mit Ihrem Tierarzt.

  • Dauert der Durchfall länger als einen Tag an, hilft nur der Weg zum Profi. Für den Besuch beim Tierarzt nehmen Sie am besten eine Probe des veränderten Stuhls Ihres Schmusetigers zur Untersuchung mit.

  • Wenn die Katze Durchfall hat, sollten Sie Trockenfutter, aber besser noch Schonkost füttern. Diese leicht verdauliche Nahrung hilft, um den kleinen Liebling schnell wieder gesund zu füttern.