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Ab in den Urlaub mit dem Hund!

Kleiner Hund im Koffer auf dem Bett advice
© Shutterstock

Wollen Sie Ihr Haustier nicht zu Hause zurücklassen, wenn Sie in den Urlaub fahren, nehmen Sie dieses einfach mit. Es gibt viele Destinationen, Verkehrsmittel und Unterkünfte für Hunde, Herrchen und Frauchen im In- und Ausland. Wenn Sie Deutschland verlassen, beachten Sie die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes, um an der Grenze keine böse Überraschung zu erleben.

von Philipp Hornung

Das Wichtigste in Kürze

  • Österreich, Deutschland, Holland, Kanada und die Schweiz gehören zu den hundefreundlichsten Reisezielen. Neben zahlreichen Aktivitäten sind auch die Unterkünfte auf die Bedürfnisse des tierischen Familienmitglieds abgestimmt.
  • Je nach Reiseziel fallen die Einreisebestimmungen für Hunde unterschiedlich aus. Prüfen Sie aus diesem Grund vor Ihrem Urlaub die Regelungen im Detail.
  • Eine Packliste hilft Ihnen dabei an alle wichtigen Reiseutensilien für den Vierbeiner zu denken.
  • Vor dem Urlaub ist der Abschluss einer passenden Hundeversicherung zu empfehlen. Kommt es während der Reise zu einem Zwischenfall mit Hunden, Menschen oder Objekten sind Sie finanziell abgesichert.

Unterwegs mit dem Hund

Ferien mit allen Familienmitgliedern sind dank vieler Reiseanbieter unbeschwert möglich. Es gibt Reisen, die mit der Zusatzoption Haustier gebucht werden können. Damit ist es kein Problem, den Hund mit in den Urlaub zu nehmen. Sie können die Reise auch selbst organisieren und sich um eine passende Unterkunft und die Anreise zum Zielort zu kümmern. 

Die hundefreundlichsten Länder der Welt: Die beliebtesten Reiseziele für den Vierbeiner im In- und Ausland

In vielen Ländern der Welt sind Hunde gerne gesehen. Besonders beliebt sind die kleinen Familienmitglieder innerhalb von Europa.

Zu den schönsten und beliebtesten Reisezielen für Hunde gehören die folgenden:

  • Österreich: Hier gibt es nicht nur zahlreiche Unterkünfte, die den Bedürfnissen der Vierbeiner entsprechen, sondern auch viele Freizeitmöglichkeiten. Ein Ausflug in den Wald, die Berge oder an den See gefällt Ihrem Tier bestimmt.
  • Holland ist eine Attraktion für viele Hundebesitzer und ihre Fellnasen. Das liegt daran, dass es in den Niederlanden nicht nur Wälder, Felder und Seen für das Haustier zu erkunden gibt, man kann mit ihm auch ans Meer. Besonders wasserliebende Hunderassen wie Golden Retriever, Labrador und Dackel kommen bei einem solchen Ausflug auf ihre Kosten.
  • Deutschland bietet Hunden und ihren Haltern abwechslungsreiche Freizeitangebote und Unterkünfte. Besonders beliebt sind Nord- und Ostsee, denn dort gibt es Hundestrände, an denen sich der Vierbeiner austoben darf.
  • Auch die Schweiz hält für Tierhalter und ihre Begleiter viele schöne Freizeitmöglichkeiten bereit. In einer abgelegenen Hütte, in der Nähe der Berge kann sich Ihr Hund im Schnee austoben und die Natur genießen.
  • Kanada ist ein tolles Reiseziel für Tiere und Menschen. Gerade die unberührten Landschaften und Wälder sind genau das Richtige für aktive Hunde mit einem hohen Drang nach Bewegung.

Das passende Verkehrsmittel für den Urlaub

Hund schaut auf flugzeug

Hund im Flugzeug schaut aus Luke

Shutterstock

Möchten Sie mit Ihrem Haustier verreisen, gibt es unterschiedliche Optionen auf Reisen zu gehen. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit mit Hund in den Urlaub zu fliegen. Auch das Fahren mit dem Hund im Auto, auf dem Schiff, im Bus und mit der Bahn ist grundsätzlich möglich, doch es gibt Ausnahmen, wie z.B. Flixbus.

Bevor Sie eine Reise für die ganze Familie buchen, ist es wichtig festzustellen, welche Reisemöglichkeit für Ihren Hund die beste ist. Im Flugzeug kommen große und schwere Hunde in den Frachtraum und sind dort in einem Käfig auf sich alleine gestellt. Für viele ist der Stress enorm und Sie sollten sich vielleicht eine Alternative zur Flugreise überlegen. Kleinere Tiere können in der Kabine in einer wasserdichten Transportbox mitgenommen werden. Beachten Sie, dass bei manchen Fluggesellschaften flachnasige Hunde wie Möpse und Bulldoggen aufgrund von möglichen Atembeschwerden an Bord, nicht mitgenommen werden.

Mag Ihr Tier nicht in einem Transportbehälter verweilen, ist eine Reise mit der Bahn, dem Schiff oder dem Bus ideal. Denken Sie beim Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln daran Pausen einzulegen, damit sich Ihr Hund bewegen und lösen kann. 

Fahren Sie mit dem Schiff, gibt es je nach Reisegesellschaft verschiedene Unterkunftsarten. Neben Zwingern im Außenbereich oder einem Aufenthalt in der Kabine ist auch das Verweilen an Deck möglich. 

Vierbeiner, die keine großen Menschenmengen mögen, sind im Auto am besten aufgehoben. Der PKW hat den Vorteil, dass Sie Ihre Reise besser auf den Hund abstimmen können. Stoppen Sie am besten alle zwei bis drei Stunden, um mit Ihrem Tier ein wenig spazieren zu gehen, denn so reduzieren Sie den Stress auf der Fahrt.

Die richtige Unterbringung - dort gefällt es Hunden am besten

Hund liegt chladfebd im Hotelbett

Hund schläft im Hotelbett

Shutterstock

Damit sich Ihr Hund im Urlaub wohl fühlt, ist nicht nur an ausreichend Platz und Ruhe im Ferienhaus oder Hotelzimmer zu denken. Auch die Umgebung muss zu den Bedürfnissen Ihres Tieres passen. Wählen Sie am besten eine Ferienunterkunft, die sich in der Nähe von Wiesen, Wäldern, Seen oder Stränden befindet. 

Haben Sie ein Haus mit Garten gemietet, ist darauf zu achten, dass dieser eingezäunt ist. Ihr Hund kann sich dann während der Ferien frei bewegen, ohne dass Sie sich Sorgen machen müssen, dass er wegläuft.

Der beste Zeitpunkt zum Verreisen mit dem Hund

Die Ferien mit Ihrem Haustier sind besonders in der Nebensaison zu empfehlen. Zur Hauptreisezeit sind nicht nur Hotels und Unterkünfte überfüllt, sondern auch die schönsten Ausflugsziele, was das Tier stressen kann. Zudem sperren zahlreiche Küstenorte ihre Strände für Hunde in der Hauptsaison komplett oder schränken die Nutzung stark ein.

Möchten Sie Ihrem Hund und sich selbst ein wenig Erholung gönnen, reisen Sie deshalb in der Nebensaison. Sie genießen dann den Vorteil, dass die Reisekosten niedriger sind und Hunde sich freier bewegen können. Besonders beliebt bei Tier und Mensch sind Ferien im Herbst und Frühjahr. Bei einem Urlaub in den Frühlingsmonaten kann sich Ihr Tier ebenso austoben, wie im Wanderurlaub an den herbstlichen Tagen. Im Sommerurlaub darf es nicht zu heiß für den Hund werden. Sorgen Sie für Beschattung oder gewähren Sie dem Hund die Möglichkeit, sich im Wasser zu kühlen. Der Winterurlaub ist für kälteempfindliche Hunde geeignet, sofern sie gut geschützt gegen Wind und Wetter Herrchen und Frauchen begleiten dürfen. Eine Reise über Silvester und Neujahr mit dem Hund sorgt für Ruhe und Entspannung.

Reisen innerhalb von Europa: Diese Einreisebestimmungen gelten

Jeder Hund, der innerhalb der EU verreist, benötigt einen gültigen Schutz gegen Tollwut. Der Schutz wird mithilfe des EU-Heimtierausweises nachgewiesen. Die Impfung muss spätestens 21 Tage vor Reiseantritt erfolgen. Ein einmaliger Bluttest auf die Erkrankung ist ebenso notwendig. Beachten Sie, dass Ihr Haustier für die erste Impfung mindestens drei Monate alt sein muss. Wollen Sie mit einem Welpen verreisen, ist dies außerhalb von Deutschland somit nicht möglich.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber für Impfungen bei Welpen.

Diese weiteren EU-Bestimmungen sind zu beachten: 

  • Mikrochip oder Tätowierung zur klaren Identifikation des Tieres. Seit dem 3. Juli 2011 ist das kleine Implantat Pflicht. Alle Tiere, die vor dem 3. Juli 2011 tätowiert worden sind, sind dadurch ausreichend identifiziert.
  • Es dürfen höchsten fünf Hunde zugleich in den Urlaub in ein anderes Land mitgenommen werden.
  • Je nach Reiseziel kommen weitere Bestimmungen zu diesen Regelungen hinzu. Wer mit dem Hund zum Beispiel nach Finnland oder Irland reist, muss diesen prophylaktisch auf Bandwürmer behandeln lassen. Ein entsprechender Vermerk im EU-Heimtierausweis ist Pflicht.
  • Spezielle Bedingungen für Listenhunde gibt es in manchen Ländern, zum Beispiel Frankreich. Tiere wie Staffordshire Terrier, Mastiffs oder Bullterrier haben ein Einreiseverbot.
  • Bei einer Durchreise durch andere Länder sind die spezifischen Vorschriften zu beachten.

Beim Tierärzteverband finden Sie die detaillierten Einreisebestimmungen für Vierbeiner.

Den Vierbeiner auf den Urlaub vorbereiten

Nicht nur eine gültige Tollwutimpfung ist vor dem Urlaub vorzunehmen, sondern auch eine Prophylaxe gegen Parasiten. Suchen Sie am besten vor Ihrer Reise einen Tierarzt auf und schildern Sie diesem, dass Sie mit Ihrem Hund ins Ausland fahren möchten. 

Der Veterinär empfiehlt Ihnen landesspezifische Vorkehrungen, die Sie vor einer Reise beachten müssen. Außerdem kann der Arzt Ihren Vierbeiner genauer unter die Lupe nehmen und Ihnen sagen, ob Ihr Hund verreisen darf. Bei einem gesunden Tier spricht nichts gegen Ferien im Ausland, sodass Sie beruhigt in den Urlaub fahren können.

Wenn Sie noch keine Hundeversicherung besitzen, schließen Sie diese vor Ihrer Reise ab. Besonders wichtig ist eine Hundehaftpflichtversicherung, denn diese trägt die Kosten, wenn das Tier im Urlaub etwas kaputt macht oder Menschen/Tiere beißt. Auch eine Hundekrankenversicherung kann sinnvoll sein, besonders wenn Sie ein älteres oder chronisch krankes Tier haben.

Packliste für die Ferien mit Hund

Haken Sie die folgende Checkliste ab und beginnen Sie die Vorbereitungen spätestens drei Monate vor dem Reiseantritt:

  • Der EU-Heimtierausweis ist besonders wichtig, denn ohne diesen laufen Sie Gefahr, dass Ihr Urlaub endet, bevor dieser begonnen hat. Werden Sie an der Grenze kontrolliert und haben den Pass nicht dabei, können Sie nicht einreisen.
  • Medikamente für den Hund sind wichtig, wenn das Tier an chronischen oder akuten Erkrankungen leidet.
  • Kühlhalsbänder, Kühlmatten und Mäntelchen können in sehr warmen oder kalten Regionen notwendig sein.
  • In vielen Ländern gibt es eine Maulkorb- und Leinenpflicht, vergessen Sie diese Accessoires deshalb nicht zu Hause.
  • Damit Sie auch auf Reisen gut geschützt sind, nehmen Sie die Unterlagen Ihrer Hundehaftpflichtversicherung mit.
  • Das gewohnte Futter Ihres Hundes ist auf Reisen notwendig, um Unverträglichkeiten mit anderen Nahrungsmitteln vorzubeugen.
  • Damit Sie das Fressen reichen können, denken Sie an einen Napf. Auch die Wasserschale darf auf Reisen nicht fehlen, denn die Flüssigkeitszufuhr muss jederzeit zur Verfügung stehen.
  • Spielt Ihr Haustier für sein Leben gerne, nehmen Sie Zerrseile, Kauringe und Quietschsachen mit in den Urlaub.
  • Verreisen Sie in ein Gebiet, in dem Mücken aktiv sind, denken Sie an das passende Abwehrspray.
  • Auch im Ausland gibt es Zecken. Denken Sie an den richtigen Zeckenschutz und eine Pinzette im Handgepäck.
  • Die Notfallapotheke für den Hund muss ebenfalls mit. In dieser sollten Sie Kohletabletten, Wundspray und Desinfektionsmittel mitführen. 
Unsere Empfehlung: Hundefreundliches Reiseziel und komfortable Verkehrsmittel wählen. 

Wollen Sie mit Hund verreisen, wägen Sie ab, ob das Tier vom Urlaub wirklich profitiert. Suchen Sie sich aus diesem Grund hundefreundliche Urlaubsziele aus, die komfortabel erreichbar sind. Auf diese Weise kann Ihr Tier die Ferien ebenso genießen wie der Rest Ihrer Familie.

  • Besuchen Sie vor dem Urlaub einen Tierarzt.
  • Führen Sie prophylaktische Maßnahmen und Impfungen frühzeitig durch.
  • Bei kranken und älteren Hunden ist abzuwägen, ob eine Reise sinnvoll ist. 
  • Bevorzugen Sie in der Nähe liegende Reiseziele oder Destinationen, die schnell erreichbar sind. 
  • Verreisen Sie in Gebiete mit einem milden Klima.
  • Verbringen Sie Ihren Urlaub am besten in einem Ferienhaus in der Natur.
  • Suchen Sie ein Reiseziel aus, welches ihrem Hund die Möglichkeit bietet, sich frei zu bewegen.
  • Strandurlaube und Wanderurlaube sind ideal für Vierbeiner.
  • Vermeiden Sie Städtetrips mit dem Hund oer wählen Sie hundefreundliche Städte aus.
  • Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Hundes.