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Großer Schutz für die Kleinsten: Welpen richtig impfen

Welpe Impfung advice
© Shutterstock

Jeder Welpenhalter möchte nur das Beste für seinen kleinen Gefährten. Doch beim Impfen sind viele unsicher: Schadet das Impfen meinem Welpen? Welche Impfungen braucht mein Welpe? Wir haben die wichtigsten Informationen zum Impfen von Welpen für Sie zusammengestellt.

von Carina Petermann

Welche Impfungen braucht ein Welpe?

Die Welpenmutter gibt ihren Kindern Antikörper mit, die die Kleinen in den ersten Lebenswochen vor Viren und Bakterien schützen. Anschließend sollten Welpen eine Grundimmunisierung gegen die gefährlichsten Infektionskrankheiten erhalten. Bei jungen Hunden sollte der Tierarzt sich auf die nötigsten Impfungen beschränken, die sogenannten „Pflicht-Impfstoffe“. Experten sprechen auch von „Core-Impfungen“, im Gegensatz zu Non-Core-Impfungen, sogenannten Wahlimpfstoffen. Erstere bestehen aus einer Kombi-Impfung gegen Hepatitis, Parvovirose, Staupe und in gefährdeten Gebieten gegen Leptospirose. „Pflicht-Impfstoff“ bedeutet jedoch nicht, dass die Impfungen in Deutschland vorgeschrieben sind.

Jeder Hundehalter kann frei entscheiden, ob er seinen Hund impfen lässt oder nicht. Dennoch empfiehlt der Bundesverband praktizierender Tierärzte Pflicht-Impfungen als Grundimmunisierung.

Ob Impfungen gegen Leishmaniose, Zwingerhusten, Borreliose und Babesiose sinnvoll sind, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt individuell abklären. Die Kosten für Kombi-Impfungen liegen in der Regel zwischen 50 und 70 Euro.

Weitere Infos zu Impfungen von Hunden erhalten Sie in diesem Artikel.

Grundimmunisierung: Der richtige Zeitpunkt

Wenn Sie Ihren Welpen von einem seriösen Züchter kaufen, wird dieser die erste Kombi-Impfung im Alter von acht Wochen veranlassen. Bei dieser Gelegenheit lernen die Welpen zum ersten Mal einen Tierarzt kennen. Auch bei Welpen von Tierschutzorganisationen sollten die Impfungen im Alter von acht Wochen erfolgen oder nachgeholt werden. Beim ersten Tierarztbesuch erhält der Welpe meist auch einen Mikro-Chip zur eindeutigen Kennzeichnung. Anschließend gibt es den Impfpass samt Chip-Nummer.

Jeweils vier Wochen später, im Alter von 12 und 16 Wochen, erfolgt jeweils eine Auffrischungsimpfung. Halten Sie diese Termine unbedingt ein.

Wenn diese Grundimmunisierung abgeschlossen ist, besteht Impfschutz für mindestens ein Jahr. Inwiefern der Hund darüber hinaus geschützt ist, ist umstritten. Einige Tierärzte sind der Auffassung, dass die Grundimmunisierung lebenslangen Schutz bietet.

Braucht der Welpe eine Tollwutimpfung?

In Deutschland besteht keine Pflicht, einen Hund gegen Tollwut impfen zu lassen. Allerdings gehört auch die Tollwut-Impfung zu den vom Bundesverband praktizierender Tierärzte empfohlenen Core-Impfungen. Schließlich wird die Krankheit nach auftreten der typischen Symptome aller Wahrscheinlichkeit nach tödlich verlaufen. Manche Hundehalter sind dagegen, da Deutschland mittlerweile als tollwutfrei gilt. Wer jedoch mit seinem Hund die Landesgrenzen überschreiten möchte, benötigt eine gültige Tollwut-Impfung. Dies gilt auch für Reisen in andere EU-Länder. Dabei muss die Tollwut-Impfung mindestens drei Wochen alt sein – spontane Reisen sind mit einem ungeimpften Hund nicht möglich. Achtung: Einige Länder achten darauf, dass die Tollwut-Impfung nach dem Einsetzen des Mikro-Chips erfolgt ist. Denn nur so ist eine eindeutige Zuordnung gesichert. Auch Hundepensionen verlangen in der Regel einen gültigen Tollwut-Impfschutz. Die erste Tollwut-Impfung gibt der Tierarzt frühestens mit 12 Wochen – es ist sinnvoll, einen Abstand von zwei Wochen zu den oben beschriebenen Kombi-Impfungen einzuhalten. Dies gilt übrigens auch für Wurmkuren. Der Tierarzt trägt in den Impfpass ein, wie lange der Tollwut-Schutz gilt. Dies sind mittlerweile oft drei Jahre. Innerhalb der EU sind damit Reisen für diesen Zeitraum mit Haustier erlaubt. Beachten Sie, dass in einigen Ländern dennoch weiterhin Vorschrift ist, dass die Impfung nicht älter als ein Jahr sein darf.

Nebenwirkungen von Impfungen beim Welpen

Vor der Impfung sollte der Welpe gesund und munter sein – dann sind auch keine Nebenwirkungen zu erwarten. Ein krankes Tier erhält keine Impfung, sondern erholt sich erst. Einige Impfstoffe gehen mit einem kurzzeitigen Brennen an der Einstichstelle einher, das nach wenigen Minuten nachlässt. Viele Hunde sind in den nächsten Stunden oder noch am folgenden Tag etwas müde und schlapp. Gönnen Sie Ihrem Welpen nach dem Tierarztbesuch besonders viel Ruhe – ohnehin braucht er ein wenig Zeit, die aufregenden neuen Eindrücke vom Tierarzt zu verarbeiten. Kommt es nach der Impfung zu starken Nebenwirkungen wie Fieber, (blutigemDurchfall oder Erbrechen, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.