wamiz-v3_1

Werbung

Hunde-Leiden: Was tun bei blutigem Durchfall?

Dooge am Koten advice
© Shutterstock

Durchfall ist bei Menschen und Tieren ein Indiz für ein bestehendes Magen-Darm-Leiden. Häufig ist es mit einer Ernährungsumstellung oder ein paar Tagen Schonkost wieder vorbei. Hat der Hund Blut im Durchfall, ist das jedoch selten ein Anzeichen für eine harmlose Erkrankung. Nachfolgend erfahren Sie, welche Ursachen das bei betroffenen Hunden haben könnte.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn der Hund Blut im Stuhl und Durchfall hat, ist das immer ein tiermedizinischer Notfall. Sie sollten innerhalb von 24 Stunden zum Veterinär
  • Entweder liegt eine schwere Erkrankung oder eine Vergiftung vor
  • Sowohl rote Verfärbungen als auch schwarzer Kot sind eindeutige Alarmzeichen
  • Wenn sie einen Tierarzt aufsuchen, bringen sie ihm eine Kotprobe

Hund hat Blut im Durchfall: Häufig gibt es drei Möglichkeiten

Flüssiger Kot ist für viele Hundehalter nichts Neues. Jeder Vierbeiner musste schon einmal die Erfahrung von Durchfall machen. Generell ist das nichts Schlimmes, sofern es keine Begleiterscheinungen gibt. Wenn ein Hund Blut im Stuhl und Durchfall hat, dann herrscht Alarmbereitschaft. Das Blut kann je nach Ursache eine unterschiedliche Färbung haben. Handelt es sich um hell- bis dunkelrotes Blut, dann liegt die Ursache häufig im Dickdarm oder After. Ist das Blut allerdings schwarz, besteht das Problem oft im Dünndarm, Magen oder Maul. Deshalb gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten, warum der Hund Blut im Durchfall hat. Das Blut kann von außerhalb stammen, aus einer Wunde im Magen-Darm-Bereich des Tieres oder von Fremdeinwirkungen herrühren. Letzteres zählt zu den häufigsten Ursachen.

Mögliche Ursachen für das Problem: „Mein Hund hat Blut im Durchfall“

Erkrankungen

Fremdeinwirkungen

  • Entzündung, Fistel und Abszess im Analbereich

  • Krebs und/oder Tumore im Magen-Darm-Trakt

  • Akutes Hämorrhagisches Diarrhoesyndrom

  • Dickdarmentzündung durch Allergie, Unverträglichkeit, Infektion oder Stress

  • Blutgerinnungsstörung

  • Magen-Darm-Geschwür

  • Magenschleimhautentzündung

  • Magendrehung oder Darmdrehung

  • Verletzung durch Bisswunde oder Fremdkörper

  • Parasiten oder Würmer haben den Darm befallen

  • Viren und Bakterien setzen dem Vierbeiner zu

  • Aufnahme von Gift- oder Reizstoffen beim Gassigehen oder zuhause

Die Frage „Was sind Giardien beim Hund?“ ist ebenfalls in diesem Zusammenhang zu beantworten. Giardien sind Mikroorganismen, die dem Dünndarm wichtige Nährstoffe entziehen. Dadurch sorgen sie für Entzündungen und Durchfall mit Blut. Dies kommt besonders oft bei Welpen und jungen Hunden.

Symptome und Aussehen: Diarrhö ist nicht gleich Diarrhö

Wie bereits erwähnt, sind die Ursachen für Durchfall beim Hund vielseitig. Und nicht nur das, ebenso Symptome und Form des Kotabsatzes sind nicht immer gleich. Folgendes ist möglich:

  • Hund hat Schleim im Durchfall, der grünlich und blutig ist
  • Hund hat Durchfall, der von Blut durchsetzt ist
  • Hund hat Blut im Stuhl, aber keinen Durchfall
  • Hund hat Blut im Stuhl und Erbrechen
  • Hund hat Durchfall und Blut im Urin
  • Hund hat erst Durchfall, dann mit Blut
  • Hund hat sehr dunkelroten Durchfall oder pechschwarzen Kot

Begleitende Symptome reichen von Bauch- oder Magenschmerzen, über Blähungen mit Kotabsatz, bis hin zu Gewichtsabnahme durch Appetitlosigkeit. Wichtig ist, den Hund bei all diesen genannten Symptomen und Formen sofort zum Tierarzt zu bringen.

Folgende Fakten sind für den Tierarztbesuch wichtig

Keine Frage, sobald der Hund Blut im Stuhl und Durchfall hat, sind Sie mit Ihrem Liebling auf dem Weg zum Veterinär. Vergessen Sie nicht folgende Fakten für den Arzt parat zu haben:

  • Veränderung des Verhaltens: Schlappheit, Antriebslosigkeit oder Appetitlosigkeit sind beispielsweise Anzeichen, die schon vor dem blutigen Durchfall auftreten können.
  • Gewohnheit: Beim Gassigehen lieben es einige Vierbeiner, alles Mögliche hoch- und vor allem in die Schnauze zu nehmen. Gab es in den letzten Tagen eine solche Situation?
  • Lebensumstände: Wenn eventuelle Gefahren wie Pflanzen in Reichweite „schnappbereit“ sind, sollte der Arzt dies wissen. Sollten Sie kürzlich mit Hund verreist sein, ist diese Info ebenso wichtig.

All diese Auskünfte helfen, dem Veterinär im Fall der Fälle einen entscheidenden Hinweis zu geben. Hundehalter sollten daher versuchen, besonnen und ruhig zu reagieren. Auch, wenn die Situation durch den leidenden Liebling angespannt ist. Je mehr Informationen der Tierarzt bekommt, desto besser kann er Ihrem Haustier helfen.