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Wolfskralle beim Hund: Wichtige Informationen

Wolfskralle bei Beauceron Welpe

Die Wolfskralle beim Hund befindet sich an den Hinterläufen

© msgrafixx / Shutterstock

Die Wolfskralle beim Hund: Bei diesem Thema herrscht recht viel Unsicherheit. Wo genau sie sich befindet und welche Hunde sie haben, erfahren Sie hier!

von Stephanie Klein

Am veröffentlicht

Jeder Hund besitzt an den Vorderläufen fünf Krallen. Zählt man aber die Krallen an den Hinterläufen, kommt man meistens nur auf vier. Nur bei einigen Hunden hat sich eine fünfte Kralle – die sogenannte Wolfskralle – entwickelt.

Wir erklären, welche Funktion die Wolfskralle bzw. Afterkralle bei Hunden hat, was man tun kann, wenn sie verletzt, eingerissen oder abgebrochen ist und ob man sie entfernen oder abschneiden darf.

Was ist die Wolfskralle beim Hund?

Die Wolfskralle – auch Afterkralle genannt – ist eine zusätzliche fünfte Kralle an den Hinterläufen eines Hundes. Sie befindet sich auf der Innenseite und ist erhöht, sodass sie beim Laufen nicht den Boden berührt.

Entweder ist die Afterkralle gelenkig oder nicht gelenkig verbunden. Beim Letzteren hält sich die Wolfskralle nur durch Haut und Bindegewebe am Fußgelenk fest und ist somit anfälliger für Verletzungen.

Manchmal kommt die Wolfskralle nur einseitig, also an einem Hinterlauf, vor.

Doppelte Wolfskralle

Es gibt auch Hunde, die seit ihrer Geburt gleich zwei Afterkrallen am Hinterlauf aufweisen – hier ist von der doppelten Wolfskralle die Rede.

Wenn man einen Vergleich zum Menschen aufstellt, ist die Wolfskralle quasi der große Zeh. Das Pendant zur Wolfskralle an den Vorderläufen bildet die sogenannte Daumenkralle.

Übrigens: Hunde haben die Wolfskralle nicht etwa vom Wolf vererbt bekommen. Es handelt sich eher um ein Überbleibsel, welches sie noch älteren Vorfahren zu „verdanken“ haben.

Welche Hunderassen haben eine Wolfskralle?

Im Prinzip kann jeder Hund mit einer Wolfskralle auf die Welt kommen. Tendenziell haben aber bestimmte große Hunderassen eine höhere Veranlagung dafür. Darunter zählen unter anderem:

Es gibt Hunderassen, dessen Rassestandard sogar zwei Wolfskrallen pro Hinterlauf vorschreibt. Darunter zählen:

Hat die Afterkralle eine Funktion?

Nein, denn diese zusätzliche Kralle unterstützt durch ihre erhöhte Position den Hund nicht beim Laufen. Auch sonst ist die Wolfskralle für den Hund komplett zwecklos.

Die vordere Daumenkralle ist für Vierbeiner hingegen funktional. Sie stützt den Hund beim Rennen und ist zudem hilfreich beim Festhalten von Spielzeug und Kauartikeln.

Wolfskralle verletzt: Was tun?

Beim Spielen oder auf Spaziergängen auf unwegsamem Gelände: Die zusätzliche Kralle stellt ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Hunde dar. Schnell kann die Wolfskralle einreißen und Blutungen an der Stelle mit sich ziehen.

Stellen Sie fest, dass sich Ihr Hund an der Wolfskralle verletzt hat, ist besondere Vorsicht geboten. Ein Unfall an dieser empfindlichen Stelle ist für die Fellnase äußerst schmerzhaft. Egal, ob der verletzte Vierbeiner sofort in eine Tierarztpraxis kommt oder Sie sich selbst zunächst ein Bild machen möchten: Legen Sie vorsichtshalber einen Maulkorb an, denn bei Schmerzen kann auch der liebste Hund zubeißen!

Muss man die Wolfskralle schneiden?

Da die Wolfskralle beim Hund oben positioniert ist, hat er keine Chance, sie alleine durch das Laufen abzunutzen. Dieser Umstand birgt Gefahren, denn eine zu lange Kralle wächst in die Haut ein und führt zu Verletzungen an der Haut.

Um dieses Szenario zu vermeiden, sollten Sie die Wolfskralle etwa alle sechs Wochen kürzen. Beim Krallen Schneiden bei Hunden sind jedoch Präzision, Kenntnisse über die Anatomie der Krallen und auch ein ruhiger Hund erforderlich. Falls Sie bei diesem Pflegeritual Unterstützung brauchen, sind die Tierarztpraxis oder ein Hundesalon die richtigen Ansprechpartner.

Entfernung der Wolfskralle beim Veterinär© Glynsimages2013 / Shutterstock

Sollte man die Wolfskralle entfernen lassen?

Vorab: Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, die Gliedmaßen eines Hundes vollständig oder teilweise ohne Grund zu amputieren. So ist es erfreulicherweise in Deutschland illegal, die Ohren eines Hundes zu kupieren. Auch für das Kastrieren muss ein triftiger Grund vorliegen.

Bei folgenden Gründen hingegen kann der Eingriff unter Narkose notwendig oder sinnvoll sein:

  • Verletzungen an der Wolfskralle
  • Zur Vorbeugung von Verletzungen – beispielsweise bei Jagdhunden, die ein erhöhtes Risiko haben
  • Erkrankungen wie ein Tumor
  • Entzündungen mit Eiter
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