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Bei Allergien und Unverträglichkeiten: hypoallergenes Katzenfutter

Katze vor Napf

Verträgliches Futter für Katzen mit sensiblem Magen.

© Vera Dymova / Shutterstock

Immer mehr Katzen reagieren empfindlich auf bestimmte Zutaten im Napf. Sie haben eine Futter-Allergie oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Ein hypoallergenes Katzenfutter kann dabei helfen, die Verdauung der Samtpfote wieder in Balance zu bringen.

von Carina Petermann

Am veröffentlicht

Manche Katzen vertragen ihr aktuelles Futter nicht, weil sie eine Allergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit haben. Mögliche Symptome sind:

Ein häufiger Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Katzen ist Getreide wie Weizen. Wenn ein Katzenhalter also eine Allergie oder Unverträglichkeit vermutet, besteht ein erster Schritt darin, auf ein getreidefreies Katzenfutter umzusteigen.

 

Doch nicht immer ist es so einfach. Viele Samtpfoten reagieren auf bestimmte Fleischsorten allergisch. Herauszufinden, welche Zutaten der Samtpfote nicht guttun, ist oft eine Geduldfrage. Denn Hautreaktionen brauchen Wochen, um sich positiv zu verändern. Ein hypoallergenes Katzenfutter hilft via Ausschlussdiät – dazu später mehr – bei der Diagnose. Oder es bildet eine neue Ernährungsgrundlage für Katzen, die unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden.

Was ist hypoallergenes Katzenfutter?

Hypoallergenes Katzenfutter ist frei von typischen Allergieauslösern wie zum Beispiel Getreide, Eiern, Konservierungsmitteln und Farbstoffen.

Auch die gängigen Fleischsorten wie Rind- und Hühnerfleisch sind nicht enthalten. Es handelt sich um Monoproteinfutter (auch: Single-Protein-Futter), das heißt: Es ist nur eine Fleischsorte auf der Zutatenliste. Im Idealfall ist dies eine Sorte, die die Katze bisher nicht kennt. Darum enthält hypoallergenes Katzenfutter oft exotisch anmutende Zutaten wie:

  • Pferdefleisch
  • Ziegenfleisch
  • Kängurufleisch
  • Straußenfleisch
  • Insektenproteine

Aber auch leicht verdauliche Proteinquellen wie Lamm, Fisch oder Ente sind in hypoallergenen Sorten enthalten. Manche Hersteller setzen verträgliche Getreidesorten wie Amaranth und Hirse oder Alternativen wie Süßkartoffeln in die Rezeptur. Hypoallergenes Katzenfutter ist als Nass- und Trockenfutter erhältlich.

Wann soll ich meiner Katze hypoallergenes Katzenfutter geben?

Hat die Katze Symptome, die auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Allergie zurückzuführen sein könnten, kann hypoallergenes Katzenfutter eine Alternative sein. Wie die Umstellung darauf am besten stattfindet, hängt von Ihrer Katze und den jeweiligen Symptomen ab.

Was tun, wenn die Katze Bauchschmerzen hat?©Dina da / Shutterstock

Dabei ist es oft nicht wichtig, ob es sich um eine Unverträglichkeit oder Allergie handelt. Viele Unverträglichkeiten zeigen sich zwar durch leichtere Beschwerden, der entscheidende Unterschied besteht aber darin, dass bei Allergien das Immunsystem der Katze beteiligt ist. Hypoallergenes Futter kann in beiden Fällen hilfreich sein.

Umstellung auf ein leichtverdauliches Futter

Sind die Beschwerden nur gering, können Sie eine Futterumstellung auf ein hochwertiges Katzenfutter ausprobieren. Prüfen Sie vorher das aktuelle Katzenfutter. Ist Getreide enthalten? Sind viele verschiedene Fleischsorten in der Dose?

Hierbei gilt zu beachten, dass viele Hersteller bei Varietäten nur geringe Mengen der namensgebenden Fleischsorte verwenden. So muss ein Futter „mit Huhn“ nur 4 Prozent Huhn enthalten. Steht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ auf der entsprechenden Verpackung, können diese vom Rind oder Schwein stammen.

Greifen Sie bei leichten Symptomen wie Blähungen zu einem hochwertigen Futter ohne Getreide und mit einer einzigen Fleischsorte. Dabei muss es sich nicht um ein als „hypoallergen“ gekennzeichnetes Futter handeln. Oft hilft bereits ein Single-Protein-Futter, das ausschließlich hochwertiges Hühnerfleisch enthält.

Achtung: Auch eine zu schnelle Umstellung kann zu Beschwerden führen.

Ausschlussdiät mit hypoallergenem Futter

Bei stärkeren Symptomen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie ist ein Tierarzt aufzusuchen. In vielen Fällen wird dieser eine Ausschlussdiät (auch: Eliminationsdiät) vorschlagen. Hierbei erhält die Samtpfote für einen bestimmten Zeitraum ein Futter, das nur aus einer einzigen bisher unbekannten Zutat besteht – beispielsweise Pferdefleisch.

Bessern die Symptome sich nach zwei bis drei Wochen, kommt eine weitere Zutat hinzu. Langsam, aber sicher ermittelt der Katzenhalter so, auf welche Zutaten die Samtpfote mit Unverträglichkeiten oder Allergien reagiert. Eine Ausschlussdiät erfordert einiges an Disziplin, zumal viele Katzen ein neues Futter nicht akzeptieren.

Besprechen Sie die Umstellung mit Ihrem Tierarzt. Snacks oder Leckerli mit anderen Zutaten sind während einer Ausschlussdiät ebenfalls tabu. Die Strategie kann auch die richtige für Tierhalter sein, deren Katzen „nur“ leichte Symptome unbekannter Ursache haben. Denn nach dem Rückgang der Beschwerden können Sie Zusammenhänge zu den jeweiligen Zutaten herstellen.

Was tun, wenn die Katze nichts fressen möchte?©smile photo / Shutterstock

Hypoallergenes Katzenfutter selbst zubereiten?

Es ist möglich, hypoallergenes Katzenfutter selbst zuzubereiten. So wissen Sie sicher, welche Zutaten enthalten sind. Vor allem während einer Ausschlussdiät kann dies hilfreich sein, um festzustellen, was die Katze verträgt. Ist die Nahrungszusammenstellung über einen kurzen Zeitraum nicht optimal, hat dies keine negativen Folgen für die Katze.

Aber wie beim Barfen gilt: Wer seine Katze dauerhaft mit selbstgemachtem Futter versorgt, sollte sich vorher gut einlesen. Denn die Katze braucht nicht nur Fleisch, sondern auch die richtige Menge an Fetten und Mineralien. Nur mit dem entsprechenden Know-how ist es möglich, ausgewogene Mahlzeiten für die Katze zusammenzustellen.

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