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Weißer Schaum: Harmlos oder ein Grund zur Sorge?

Katze erbricht weißen Schaum advice
© Shutterstock

Ihre Katze erbricht weißen oder gelben Schaum und frisst nicht? Das muss es nicht immer etwas Schlimmes bedeuten. Der Körper nutzt das Erbrechen wie andere Dinge als Schutzmechanismus, um Sachen loszuwerden, die seiner Meinung nach nicht hineingehören und eigentlich über den Darm ausgeschieden werden. Oftmals kann eine Magenerkrankung schuld am Erbrechen sein. Wenn die Katze weißen Schaum oder wässrigen Auswurf erbricht, wird in den meisten Fällen Futter mit ausgebrochen. Dabei kann die Farbe des ausgewürgten Mageninhalts rosa sein, wenn in den Haar- oder Kapillar-Gefäßen der Magenschleimhaut leichte Blutungen entstehen. Dauert das Erbrechen länger als 24 Stunden und riecht das Erbrochene übel, sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

von Silke Reininger

Das Wichtigste in Kürze

  • Katzen scheiden beim Erbrechen viel Flüssigkeit aus
  • Dies kann für ältere Katzen, da sie dehydrieren, lebensgefährlich sein. Gleiches gilt für junge Katzen, die noch schwach sind
  • Je nach dem Allgemeinzustand der Katze nach dem Erbrechen sollte sie zum Tierarzt

Warum erbrechen Katzen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Katzen erbrechen. Es kann eine harmlose Magenverstimmung sein, es kann sich aber auch um eine ernsthafte Krankheit handeln. Wenn die Katze nicht frisst oder stark aus dem Mäulchen riecht, weniger Harn absetzt, mehr trinkt als normal und einen schlechten Allgemeinzustand hat, sollte die Katze dringend zum Tierarzt. Dabei sind die Beobachtungen des Besitzers wichtig für die Diagnosefindung. Erbricht die Katze weißen Schaum und das öfter, sollte dem Tierarzt das genau beschrieben werden. Wann die Katze erbricht und in welchem Abstand. Genauso, was die Katze zu Fressen bekommt und ob sich kranke Tiere in der Umgebung befinden, an der sich die Katze angesteckt haben könnte. Vielleicht hat sie auch giftige Pflanzen verschluckt, die nicht für den Katzenmagen geeignet sind. Der Tierarzt wird mit verschiedenen Untersuchungen zu einer Diagnose kommen. Eventuell muss er einen Ultraschall oder ein Röntgenbild machen. Es kann auch eine Blutuntersuchung nötig werden.

Was kann der Besitzer tun?

Muss die Katze erbrechen und spuckt weißen Schaum, sollte sie vier Stunden nichts zu fressen bekommen. Ebenso sollte sie in der Zeit nicht trinken. Anschließend kann ihr Wasser oder aus der Apotheke eine Elektrolytlösung angeboten werden. Die Elektrolytlösung nehmen nur nicht alle Katzen. Die Gabe sollte alle zwei bis vier Stunden wiederholt werden. Wenn die Katze die Flüssigkeit auch wieder erbrechen muss, sollte sie zum Tierarzt gebracht werden. Behält sie die Flüssigkeit, sollte sie 24 Stunden nichts zu fressen bekommen. Nach der Zeit bekommt sie Schonkost, durch die der Magen so wenig wie möglich gereizt wird. Mageres Geflügel wie Hühnchen oder Pute sind geeignet. Sie können gebraten oder gekocht werden, aber ohne Gewürze. Knochen, Haut und Fett gilt es zu entfernen. Gebraten werden kann in wenig Pflanzenöl. Das Fleisch sollte in kleinen Stückchen verfüttert werden. Trockenfutter ist gänzlich ungeeignet, wenn die Katze Schaum erbricht. Trockenfutter besitzt nur sieben Prozent Feuchtigkeit, reizt die Magenschleimhaut und entzieht ihr Flüssigkeit. Damit geht es der Katze für längere Zeit schlecht.

Wann muss die Katze einem Tierarzt vorgestellt werden?

Sobald bei der Katze andere Symptome dazu kommen, wie Fieber, Erbrechen, Apathie oder andere, sollte sie einem Tierarzt vorgestellt werden. Es kann sich auch um eine ernsthafte Erkrankung handeln. Dazu gehören beispielsweise Futtermittelintoleranzen oder Krankheiten, die mit dem Verdauungstrakt nichts zu tun haben. Das kann etwa Diabetes, eine Krankheit der Schilddrüse oder eine Nierenkrankheit sein. Dazu kommen seelische Probleme. Stress kann Katzen wie dem Menschen auch im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlagen.

Unser Tipp

Besitzer sind oft erschrocken, wenn sich die Katze erbrechen muss. Besonders wenn sie Schaum erbricht. Es muss sich dabei nicht immer um eine schwerwiegende Erkrankung handeln. Wer sich unsicher ist, oder die Katze weitere Symptome zeigt, sollte sie aber dennoch baldmöglichst einem Tierarzt vorstellen.