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Blut im Erbrochenen: Ein Warnzeichen für alle Hundehalter

Hund übergibt sich auf Wiese advice
© Shutterstock

Nicht immer ist es harmlos, wenn Hunde sich erbrechen. Insbesondere dann nicht, wenn der Hund Blut spuckt. Hier kommt es auf eine schnelle Reaktion von Frauchen oder Herrchen an. Begleitende Symptome sowie die mögliche Ursache für das Erbrechen erfahren Hundehalter im Folgenden.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Erbrechen von Blut (frisch oder verdaut) wird als Hämatemesis bezeichnet
  • Erbricht ein Hund Blut, gibt es oft verschiedene mögliche Ursachen
  • Wichtig ist, begleitende Symptome zu erkennen
  • Der Tierarzt sollte immer schnellstmöglich aufgesucht werden

Hund erbricht Blut: Die Ausgangslage ist wichtig

Mitunter kann es schon mal vorkommen, dass sich die Vierbeiner übergeben müssen. Zuweilen haben sie einfach beim Gassigehen zu viel grünes Gras gefuttert. Relativ häufig sieht das Ganze sehr dramatisch aus und als Hundehalter leiden wir automatisch mit unseren Lieblingen. Allerdings gibt es nicht nur harmlose Ursachen. Wenn der Hund blutigen Schleim erbricht, kann dies ein Hinweis auf eine ernste Krankheit sein. Gleiches gilt, wenn der Hund Blut bricht und Blut im Stuhl hat. In solchen Situationen sollten Hundebesitzer ruhig bleiben und das Tier schnellstmöglich behandeln lassen.

Hund erbricht Blut: Häufige Formen und Begleiterscheinungen

Die häufigsten Formen und Begleiterscheinungen sehen wie folgt aus:

  • Der Hund erbricht Blut und im Urin ist ebenfalls Blut
  • Der Hund erbricht Blut und Stücke
  • Der Hund erbricht blutigen Schaum
  • Der Hund erbricht Blut und hat blutigen Durchfall
  • Der Hund erbricht Blut und unverdaute Nahrung

Vorher

Währenddessen

Danach

  • unruhig

  • frisst Gras

  • zittert und hechelt

  • Bauchmuskulatur krampft

  • hat starke Bauchschmerzen

  • Blutungen im Mundraum

  • blasse Schleimhäute

  • wirkt zu ruhig, teilweise apathisch

Hund erbricht Blut: Ursachen

Es gibt leider viele verschiedene Gründe, warum die Fellnasse sich erbrechen muss. Insbesondere, wenn sie Blut in irgendeiner Form ausspuckt, können unterschiedliche Ursachen daran schuld sein. Am harmlosesten ist eine Zahnfleischentzündung im Mundraum. Im Regelfall sind dann aber nur wenige Tropfen helles Blut im Erbrochenen zu erkennen. Weitere Möglichkeiten finden Hundehalter in folgender Aufzählung:

  • Hund erbricht Blut nach Knochen: Entweder war der Knochen schlichtweg zu groß oder ein Splitter hat eine innere Verletzung ausgelöst.
  • Hund erbricht Blut und Schleim: Das Tier leidet eventuell an einer Erkrankung oder Entzündung der inneren Organe. Wenn es zu blutigem Erbrechen mit weißem Schaum kommt, dann hat er einen Fremdkörper verschluckt.
  • Hund erbricht Blut und hat Durchfall: Dies kann ein Hinweis auf einen Milztumor sein. In den meisten Fällen gehen diese zwei Symptome bei Tumoren zusammen einher. Gleichzeitig hat der Hund in solchen Situationen einen reduzierten Appetit.
  • Hund erbricht helles Blut: Möglich sind hier sowohl Tumore auf der Mundschleimhaut als auch eine Hämatemesis.
  • Hund erbricht dunkles Blut: Ursachen sind beispielsweise ein Magengeschwür oder eine Magenblutung.
  • Hund kotzt Blut, Schaum und Nahrung: Eine verletzte Speiseröhre, Viruserkrankungen oder Parasiten können das Erbrechen auslösen.

Am häufigsten kommt es zu Erbrechen von Blut aufgrund einer Vergiftung. Ob Rattengift, Frostschutzmittel oder Pestizide – eine schnelle Reaktion rettet den Tieren in solchen Situationen das Leben. Es spielt keine Rolle, ob der Hund mehrmals hintereinander erbricht oder nur einmalig Blut spuckt, die Handlungsempfehlung bleibt gleich. Sie sollten die Ruhe bewahren und sofort Ihren Tierarzt aufsuchen.