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Jede Sekunde zählt: So erkennen Sie, ob Ihr Hund Rattengift verschluckt hat

Symptome, wenn ein Hund Rattengift verschluckt hat advice
© Shutterstock

Rattengift – eine ernstzunehmende Gefahr während der Spaziergänge mit dem Vierbeiner. Zu einer Bedrohung wird das hochtoxische Mittel nicht nur, wenn es ohne Warnschilder zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen ausgelegt wird. Eine an Gift gestorbene, tote Ratte, welche auf dem Boden liegt, wird genauso zu einer Gefahrenquelle, wie Giftköder, die Tierhasser in der Gegend verteilen. Wenn ein Hund Rattengift gefressen hat, sind zum einen das Erkennen der Symptome und zum zweiten schnelles Handeln überlebenswichtig.

von Stephanie Klein

Rattengift – Wann zeigen sich die Symptome?

Generell zeigen sich die Symptome mit einer Zeitverzögerung. Diese verspätete Reaktion wird bewusst herbeigeführt – aus einem speziellen Grund: Ratten sind höchst intelligente Tiere. Wenn ein Artgenosse Nahrung zu sich nimmt und direkt danach verendet, bringen die Nager dies mit dem Futter in Verbindung. Folglich halten sich die anderen Ratten von dem ausgelegten Gift fern. Um sicherzustellen, dass die Nager das für sie gedachte Gift dennoch aufnehmen, haben Wissenschaftler das Rattengift mit einer entsprechenden Verzögerung entwickelt.

Beim Hund treten Anzeichen, die für eine Rattenvergiftung sprechen, ebenfalls zeitverzögert auf.

Oft dauert es circa 48 Stunden bis nach der Rattengift-Aufnahme, in einigen Fällen können Anzeichen nach drei Tagen auftreten. Bei einer erhöhten Dosis sind Symptome auch bereits nach zwei bis drei Stunden möglich. Stellen Sie die folgenden Symptome bei Ihrem Hund fest, bringen Sie ihn unverzüglich zum Tierarzt.

Wenn ein Hund Rattengift verschluckt hat: Symptome

Vom blutigen Durchfall bis zu Herzrhythmusstörungen – bei jedem Hund können sich unterschiedliche Symptome für eine Vergiftung mit Rattengift zeigen. Wichtig ist, dass Hundehalter bei Anzeichen einer Vergiftung trotz der Umstände ruhig bleiben. Zusätzlicher Stress für den Hund ist hier fehl am Platz. Dennoch muss ihr Hund sofort zum Tierarzt.

Im Stuhlgang und beim Urinieren:

Erbrechen und Speicheln:

  • Erbrechen (gegebenenfalls blutig)
  • mögliche Reste von Rattengift im Erbrochenen
  • vermehrtes Speicheln mit Schaumbildung

Verhalten:

  • unruhiges und nervöses Verhalten
  • Apathie

Körper:

  • Muskelzittern
  • Krämpfe

Im Maul:

  • Zunge verfärbt sich blau
  • Zahnfleisch wird blass

Weitere Symptome:

  • Probleme bei der Atmung
  • Nasenbluten
  • Bewusstlosigkeit
  • die Körpertemperatur sinkt
  • Herzrhythmusstörungen

Aufnahme von Rattengift – Was passiert im Körper eines Hundes?

Zur Schädlingsbekämpfung setzen Hersteller Cumarin-Präparate ein. Auch für Hunde ist eine Überdosis lebensgefährlich. Wenn ein Hund Rattengift verschluckt, löst dies einen Prozess im Körper des Vierbeiners aus. Cumarine, auch Vitamin-K-Antagonisten genannt, weisen eine ähnliche Struktur wie Vitamin K auf und blockieren die Blutgerinnung. Innere Blutungen und Schäden an der Leber und inneren Organen sind die Folge. Bei einer Überdosis ohne rechtzeitige Behandlung tritt der Tod ein. Deshalb sollte Ihr Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt, wenn Sie die oben genannten Symptome feststellen.

Schutz vor Rattengift bei der Gassi-Runde

Rattengift bringt unterschiedliche, aber in jedem Fall ernstzunehmende Symptome beim Hund mit sich. Es handelt sich um einen tiermedizinischen Notfall. Ob auf dem Land oder in der Stadt – die Gefahr kann überall lauern.

Zunächst ist es immer wichtig, während der Gassi Runden wachsam zu sein.

Ein besonderes Augenmerk gilt bei Hunden, die dazu neigen, tote Tiere aufzuspüren und zu fressen. Vorsicht sollte auch bei jenen Hunden geboten sein, die allgemein sehr verfressen sind und draußen alles Mögliche, was auf dem Boden liegt, zu sich nehmen. Besonders bei Freigang gilt daher: den Hund nie aus den Augen lassen. Des Weiteren schützen Hundehalter ihren Vierbeiner vor einer Vergiftung, indem sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • aktuelle Giftköder-Warnungen in der Gegend stets ernst nehmen
  • bei Verdacht auf ausgelegte Köder dem Hund einen speziellen Anti-Giftköder-Maulkorb anlegen oder an der kurzen Leine halten
  • zudem ist ein Anti-Giftköder-Training, welches Hundeschulen und -trainer anbieten, eine sinnvolle Prävention