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Warum humpeln und hinken Hunde?

Ein Hund gibt Pfötchen advice

Hinter Humpeln können viele Ursachen stecken

© Pixabay

Warum humpeln Hunde manchmal, z.B. beim Ausstehen oder manche Tiere sogar regelmäßig? Wir gehen den Ursachen für Hinken und Humpeln bei Hunden auf den Grund.

von Stefanie Gräf

Am 18.11.20, 09:29 veröffentlicht

Eben lief er noch klar, dann ist es plötzlich passiert: Unser Hund geht lahm. Für den Halter ist es meist ein regelrechter Schock, wenn der geliebte Vierbeiner mit einem Mal deutlich hinkt. Besonders dann, wenn er sonst auf den täglichen Spaziergängen immer vital und fröhlich umherläuft.

Zumal sich hinter dem Humpeln diverse Probleme verstecken können: Manchmal ist es ein Indiz für Kleinigkeiten, die sich leicht beheben lassen. Aber es kann sich ebenfalls um einen Hinweis auf eine schwerwiegendere Erkrankung handeln, die dahinter steckt. Sogar ein chirurgischer Eingriff kann dann erforderlich werden.

Was man auf keinen Fall tun sollte: das Problem unterschätzen! Entdecken Sie, dass ihr Hund lahm geht, so sollten Sie stets einen Tierarzt zu Rate ziehen. Wenn dieser die Ursache gefunden hat, wird er beurteilen können, was genau zu tun ist in diesem Fall.

Hund humpelt: Ursachen

Für eine Lahmheit bei Hunden kann es mehrere unterschiedliche Gründe geben. Am Häufigsten ist ein Fremdkörper wie z.B. Grannen der Verursacher. Aber auch Verstauchungen oder eine Bissverletzung durch einen anderen Hund kann schuld sein. Denn im Übereifer des Spiels schießen manche Vierbeiner auch mal übers Ziel hinaus.

Hund humpelt nach Kreuzband-OP

Doch andererseits gibt es ebenso Muskel- oder Knochenerkrankungen oder angeborene Pathologien, aus denen Lahmheiten entstehen. Dies gilt ebenfalls für infektiöse oder entzündliche Prozesse.

Deshalb kann die Frage „Warum humpelt mein Hund?" letztlich nur von einem Tierarzt wirklich beantwortet werden. Um die Diagnose zu stellen, muss er zuvor allerdings das Tier bzw. die Gliedmaße sorgfältig abtasten. Häufig sind zur Abklärung zudem noch Röntgenaufnahmen und weitere Checks erforderlich. Erst dann lässt sich wirklich fundiert sagen, was die wahre Ursache ist und ob hinter dem Humpeln eine erste Erkrankung steckt oder nicht.

Humpeln wegen Hüftdysplasie bei Hunden

Ein angeborenes Problem, das letztlich zu einer Lahmheit führt, ist die Hüftdysplasie. Hierbei handelt es sich um eine Fehlbildung des Hüftgelenks, bei dem es sich um ein Kugelgelenk handelt. Der Oberschenkelkopf passt dann nicht optimal in die Hüftgelenkspfanne, wodurch die Beweglichkeit beeinträchtigt wird.

Eine Hüftdysplasie entsteht bereits während des Welpenalters; durch die Degeneration des Knorpelgewebes entsteht eine falsche Haltung, die wiederum schuld ist an chronischer Arthrose, Schmerzen und Schwierigkeiten beim Gehen. Typischerweise haben betroffene Hund Schwierigkeiten beim Treppensteigen, laufen hinten x-beinig oder lassen sich einfach hinfallen, anstatt sich langsam hinzulegen. Vor allem Letzteres tun sie, um Schmerzen zu vermeiden.

Hund humpelt nach Aufstehen

Manche Halter beobachten, dass ihr Hund ausgerechnet nach dem Schlafen und Liegen hinkend aufsteht. Hierfür kann es zwei unterschiedliche Gründe geben. So kann es vorkommen, dass ein Bein „eingeschlafen“ ist. Diese Problematik kennen wir Menschen ebenfalls.

Hund humpelt nach Liegen

Andererseits ist dies möglicherweise ein Anzeichen für eine Entzündung. Im ersten Fall geht verschwindet das Hinken schnell, sobald der Hund zu laufen beginnt und die Pfote „aufwacht“.

Wenn der Hund seit Wochen humpelt

Bleibt das Humpeln jedoch bestehen, sollte ein Tierarzt abklären, ob eine Entzündung vorliegt, die sich bessert, sobald der Muskel warm wird. 

Hund humpelt vorne

Besonders wenn Welpen anfangen vorne zu lahmen, ist Vorsicht gefragt. Dahinter kann die eosinophile Panosteitis stecken, eine Entzündung der Markhöhle der langen Knochen des Vorderbeins. Grundsätzlich können hiervon Hunde jeder Rasse betroffen sein, vor allem aber männliche Tiere und Hunde großer Rassen. Zum Glück ist dieser Erkrankung, die zunächst die Vorderbeine betrifft und später auch die hinteren befällt, recht selten. Betroffen sich etwa 2,6 Hunde von 1.000.

Um die eosinophile Panosteitis auszuschließen oder zu bestätigen, muss ein Tierarzt konsultiert werden. Dieser wird durch gezielte Untersuchungen die richtige Diagnose stellen.

Hund humpelt plötzlich stark

Tritt das Hinken schlagartig auf, so können genetisch bedingte Krankheiten oder schwerwiegende Erkrankungen mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden. In der Regel liegt dann eine Entzündung, ein Trauma, ein Unfall oder eine Verstauchung vor oder das Lahmen ist die Reaktion auf einen Fremdkörper.

Hinkt der Hund plötzlich, ohne andere Symptome zu zeigen, und macht ansonsten einen guten Eindruck, reicht normalerweise ein Besuch beim Tierarzt aus, um das Vorhandensein schwerwiegender Störungen auszuschließen. Er leitet dann eine entzündungshemmende Therapie ein.

Hund humpelt aber ohne Schmerzen

Gleiches gilt für einen anderen Fall: Manchmal beginnt der Hund unvermittelt zu humpeln, aber lässt sich davon nicht weiter stören. Er rennt und spielt, so als sei nichts gewesen. Dann sollte man ihn erst einmal gründlich absuchen. Vielleicht steckt dahinter eine Zecke, eine kleine Verletzung oder eine zu lange Kralle, die ein wenig schmerzen. Das ist kein Drama, aber auch hier ist ein Besuch beim Tierarzt die richtige Vorgehensweise. Er wird das kleine Problem schnell beheben.