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Knurren, Schnappen, Drängeln: Ist Ihr Hund etwa eifersüchtig?

Eifersüchtiger Hund advice
© Shutterstock

Lange Zeit gingen Forscher davon aus, dass ausschließlich der Mensch eifersüchtige Verhaltensweisen zeigt. Doch neue Studien kommen zu einem anderen Ergebnis: Sie belegen, dass auch der Vierbeiner zu eifersüchtigen Reaktionen neigt. Diese lassen sich an der Körpersprache der Fellnasen erkennen.

von Nina Brandtner

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hund kann auf den Partner, auf die Katze oder einen zweiten Hund eifersüchtig reagieren
  • Ein eifersüchtiger Hund lässt sich am Knurren, Schnappen und Dazwischendrängen erkennen
  • Eifersüchtige Hunde können mitunter aggressiv auftreten

In welchen Situationen der Vierbeiner Eifersucht entwickelt

Ein Hund zeigt sich in verschiedenen Situationen eifersüchtig. Dann macht er mit seiner Körpersprache unmissverständlich deutlich, dass er zu seinem Herrchen oder Frauchen gehört - und sonst niemand.

Hund ist eifersüchtig, sobald ein zweiter Vierbeiner ins Haus einzieht

Mitunter zeigt sich der Vierbeiner eifersüchtig, sobald ein anderer Hund als Familienzuwachs hinzukommt. In dieser Konstellation geht es vor allem um die Rangordnung der Tiere. Ist diese klar ausgefochten, kommt es nicht zu Streitigkeiten. Doch sollte der Hundebesitzer diese infrage stellen, kann ein Hund eifersüchtig werden. Es ist also hierbei ein wichtiger Schritt, die natürliche Rangordnung der Tiere zu respektieren. Natürlich ist das zweite Tier dennoch nicht zu vernachlässigen. Meistens dreht es sich bei den Eifersüchteleien ohnehin um Kleinigkeiten

Mit langen gemeinsamen Spaziergängen, Sportprogrammen oder einem Hundetrainer finden die eifersüchtigen Vierbeiner besser zueinander.

Hund ist auf einen anderen Menschen eifersüchtig

Die Fellnase reagiert mitunter selbst auf andere Menschen eifersüchtig. So kann ein Hund beispielsweise beim Küssen eines Paares eifersüchtig sein. Er fühlt sich in dem Moment von seinem Herrchen übergangen, kommt sich ignoriert und alleingelassen vor. In diesem Moment sieht der Vierbeiner seine „Position“ innerhalb der Familie gefährdet. Doch die gezeigte Eifersucht ist zumeist nur ein oberflächliches Signal. In Wirklichkeit hat die Fellnase massive Verlustängste, welche sie durch die offensichtliche Körpersprache zu verdecken versucht.

Hund kann auf Nachwuchs eifersüchtig reagieren

Ein komplizierter Fall liegt vor, sobald der Vierbeiner auf den Nachwuchs eifersüchtig ist. Es gibt hierbei kein Patentrezept, denn ein Neugeborenes verlangt nach viel Aufmerksamkeit. Die wichtigste Regel lautet, den möglicherweise eifersüchtigen Hund niemals mit dem Baby allein zu lassen. Stattdessen sollte dem Vierbeiner signalisiert werden, dass er keine Konkurrenz befürchten muss. Dies gelingt mit gemeinsamen schönen Erlebnissen sowie ersten Annäherungsversuchen zwischen Kleinkind und Hund. Der Vierbeiner muss nicht im Mittelpunkt stehen, darf aber keinesfalls zu kurz kommen.

Hund mit FamilieBei Umgang mit Babys und Hunde ist Vorsicht gefragt: Die Vierbeiner könnten eifersüchtig reagieren© Shutterstock

Woran ein eifersüchtiger Hund erkennbar ist

Die Körpersprache eines eifersüchtigen Hundes ist eindeutig. Sobald sich das Herrchen einem anderen Menschen oder Tier zuwendet, ist der Hund besitzergreifend. Ein eifersüchtiger Hund pinkelt aus Protest oder drängt sich dazwischen. Er stupst das Herrchen mehrmals eindringlich an, um auf sich aufmerksam zu machen. Im Extremfall ist der Hund so eifersüchtig, dass er nach dem vermeintlichen Rivalen schnappt. Mit diesen aggressiv anmutenden Verhaltensweisen signalisiert der vierbeinige Freund, dass er sich vernachlässigt vorkommt. Manche Hunde beginnen zu bellen oder attackieren im ungünstigsten Fall den Rivalen.

Unsere Empfehlung: dem Hund mit viel Gefühl und Verständnis die Eifersucht abgewöhnen

Einige Mittel und Wege helfen dabei, die Eifersucht des Vierbeiners einzudämmen.

  • Oftmals verbirgt sich hinter der vermeintlichen Eifersucht Langeweile. Dann ist es hilfreich, sich verstärkt mit dem Vierbeiner zu beschäftigen. Hat er zusätzliche Anreize wie beispielsweise ein sportliches Programm, reagiert er weniger eifersüchtig
  • Es ist hilfreich, Partner und Hund zunächst auf neutralem Boden miteinander bekannt zu machen. So bekommt der Hund kein mulmiges Gefühl, wenn der neue Partner in sein „Territorium“ eindringt. Ist die Gegenwart des Partners für den Hund angenehm, entwickelt er wie von selbst einen positiven Bezug. Alternativ kann der neue Partner den vierbeinigen Freund füttern. Dies baut eine erste vorsichtige Bindung auf
  • Schlechtes Benehmen ist zu ignorieren, gutes zu belohnen. Nur dann lernt ein eifersüchtiger Hund, die Grenzen seines Herrchens zu akzeptieren
  • Manchmal bekommt der Vierbeiner durch den stressigen Alltag nicht genug Aufmerksamkeit. In dem Fall helfen ausgedehnte Spaziergänge sowie zusätzliche Streicheleinheiten, den eifersüchtigen Hund zu beruhigen
  • Wenn alle Stricke reißen und klare Regeln nicht helfen, sollte ein Besitzer einen professionellen Hundepsychologen konsultieren. Er gibt dem Tier seine Orientierung zurück und ist dabei behilflich, die Disharmonien aufzulösen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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