Angst bei Haustieren: Umfrage & Test

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Vermissen Katzen uns, wenn wir weg sind?

Katze am Fenster

Vermisst meine Katze mich?

© Kristi Blokhin / Shutterstock

Ist es unseren Katzen egal, wenn wir weg sind oder vermissen sie uns? Leiden sie womöglich unter der Trennung? Wamiz hat die Antwort.

von Leonie Brinkmann

am aktualisiert

Obwohl die Katze das beliebteste Haustier der Deutschen ist - immerhin leben hierzulande 14,7 Millionen Katzen - haben die Stubentiger einen recht eigenwilligen Ruf.

Anders als Hunde, die als loyale und treue Begleiter gelten, sagt man Katzen nach, dass sie unabhängig und zum Teil auch unnahbar sind.

 

Dass wir unseren Samtpfoten mit diesem Vorurteil unrecht tun, zeigen nicht nur Studien, sondern auch die jüngsten Erfahrungen von Katzenhaltern.

Die Zahl der Haustiere hat mit der Corona-Pandemie stark zugenommen, jetzt, wo jedoch langsam wieder Normalität einkehrt, gehen Herrchen und Frauchen wieder häufiger ins Büro und lassen ihre Samtpfoten alleine zuhause.

Dass die Trennung von ihren Haltern an vielen Miezen nicht unbemerkt vorbeigeht, fällt aufmerksamen Haltern sofort auf.

Auch Katzen haben Trennungsangst

Bereits eine 2003 durchgeführte Studie konnte nachweisen, dass Katzen durchaus unter Trennungsangst leiden. Ein Ergebnis, das Forscher der brasilianischen Universidade Federal de Juiz de Fora nun bestätigt haben.

Beide Studien zeigen, dass Katzen häufiger als gedacht trennungsbedingte Verhaltensstörungen erfahren.

Wie bei vielen verhaltensbezogenen Auffälligkeiten tritt auch Trennungsangst von Tier zu Tier auf unterschiedliche Weise in Erscheinung. Auch wenn eine Katze ihren Kummer vielleicht nicht so deutlichen auszudrücken vermag wie ein Hund, so heißt dies nicht, dass sie nicht leidet.

Anzeichen für Trennungsangst bei Katzen

Zu typischen Anzeichen gehören: verstärktes destruktives Verhalten, Unsauberkeit (Katze macht nicht ins Katzenklo), übermäßiges Miauen, unnatürlicher Putzdrang (Katze reißt sich Fell aus) sowie Lethargie.

Die Erkenntnisse der Studien können auch immer mehr Katzenhalter bestätigen. Vor allem, wenn die Tiere noch nicht so lange in der Familie leben und coronabedingt daran gewöhnt sind, dass ihre Familie im Homeoffice arbeitet und daher viel zuhause ist, können sie nun, da es für viele zurück ins Büro geht, unter heftigen Trennungsängsten leiden.

In den sozialen Netzwerken häufen sich die Beiträge von Nutzern, die unter dem Hashtag „Separation Anxiety“ (dt.: Trennungsangst) Videos von ihren Katzen posten, denen die Trennung von ihren Haltern sehr schwerfällt.

Auch eine Studie der Fachzeitschrift Current Biology macht deutlich, dass Katzen eine viel stärkere Bindung zu ihren Haltern aufbauen, als bislang angenommen und in Stress geraten, wenn Herrchen oder Frauchen nicht da sind.

Gestresste Katzen beruhigen: 6 hilfreiche Tipps

Katzen mit Trennungsangst beruhigen

Stellen Sie eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome auch bei Ihrer Katze fest, sollten Sie unbedingt versuchen, Ihr die Angst zu nehmen.

Helfen können Spielmöglichkeiten, mit denen sich die Mieze in Ihrer Abwesenheit auch alleine beschäftigen kann.

Die besten interaktiven Spielzeuge für Katzen

Natürlich helfen auch Artgenossen gegen Einsamkeit. Vermeiden Sie außerdem Abschiedszeremonien sowie Stress und Hektik.

Obwohl die meisten Katzen längere Zeit alleine bleiben können, sollten Sie die Toleranz ihrer Mieze natürlich auch nicht überstrapazieren.

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