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Achtung, diese Pflanzen sind hochgiftig für unsere Hunde!

Hundenase an Blatt advice
© Shutterstock

Die entdeckungsfreudigen Vierbeiner lieben es, bei schönem Wetter im Wald spazieren zu gehen. Doch in den Gärten, Parks und Wäldern wachsen viele Pflanzen, die für Hunde giftig sind. Nachfolgend erfahren Sie, bei welchen Pflanzen dem vierbeinigen Liebling Gefahr droht.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Neben den Blumen und Sträuchern sind einige Zimmerpflanzen giftig für Hunde
  • Der Hund sollte von klein auf lernen, beim Spaziergang keine Pflanzen anzuknabbern
  • Hunde, die giftige Pflanzen fressen, müssen sofort tierärztlich untersucht werden

Giftige Gartenpflanzen für Hunde

Beim Erkunden der Natur stoßen Hunde oftmals auf giftige Pflanzen. Auf den ersten Blick ist eine für Hunde tödliche Pflanze nicht von einer ungiftigen Pflanze zu unterscheiden. Anhand von Fotos und nachfolgender Liste können Sie giftige Pflanzen für Hunde schneller erkennen.

Alpenrose

Die Blätter, Wurzeln und Blüten der zwischen Mai und August blühenden Alpenrose sind für Hunde giftig. Als eine der für Hunde giftigen Pflanzen verursacht die Alpenrose typische Vergiftungssymptome: Schleimhautreizungen im Rachen- und Mundraum, Erbrechen, Magen- und Darmentzündungen, Krämpfe und Lähmungsanfälle mit möglichem Herzstillstand.

Blauer Eisenhut

Der als Zierpflanze in der Natur wachsende Blaue Eisenhut gilt als giftigstes Ziergewächs Europas. Selbst für Menschen kann es gefährlich sein, den Eisenhut zu berühren. Deshalb fassen ihn Gärtner ausschließlich mit Handschuhen an. Der giftige Stoff „Alkaloid Aconitin“ dringt leicht in die Haut ein und verursacht Taubheitsgefühle, Erbrechen, Krämpfe sowie Kreislauf- und Herzrhythmusstörungen.

Buchsbaum

Neben dem Blauen Eisenhut ist auch der wunderschön anzusehende Buchsbaum giftig für Hunde. Das Gewächs ist als Sichtschutzzaun oder an Hecken an vielen Orten zu finden. Der giftige Bestandteil Alkaloid Cyclobuxin kann für Hunde lebensbedrohliche Folgen haben. Ein Vierbeiner, der Buchsbaum frisst, erleidet Durchfall, Krämpfe, starke Magen- und Darmschmerzen und lebensgefährliche Atemwegslähmungen.

Maiglöckchen

Die zarten Blüten der Maiglöckchen sehen auf den ersten Blick harmlos aus. Doch die beliebten Gartenpflanzen enthalten eine Reihe von Giftstoffen, die für die herumstreunenden Fellnasen sehr gefährlich sind. Dazu gehören die in den Blättern, Blüten und Früchten vorkommenden Convallatoxole und Convallatoxin. Sie lösen bei dem Vierbeiner Schwindel, Durchfall, Krämpfe oder auch Herzrhythmusstörungen aus.

Ausführliche Informationen zu Maiglöckchen

Oleander

Der Oleander ist eine weitere tödliche Gartenpflanze, dessen Glycosid Oleandrin bei Hunden Krämpfe, Pupillenerweiterungen oder eine Herzlähmung auslöst.

Tulpen

Die beliebte Garten- und Zimmerpflanze Tulpe ist ebenso als todbringend für Hunde einzustufen. Nach dem Verzehr der Pflanzenteile erleiden Hunde leichte bis mittelschwere Vergiftungserscheinungen. Zu den häufigsten Folgen zählen Bauchkrämpfe, Atembeschwerden oder (Schleim-)Hautreizungen.

Ausführliche Informationen zu Tulpen

Giftige Zimmerpflanzen für Haustiere wie Hunde und Katzen

Zimmerpflanzen tragen zu einer wohnlichen Atmosphäre und einem angenehmen Raumklima bei. Doch viele der pflanzlichen Schönheiten sind für die im Haushalt lebenden Tiere giftig.

Aloe Vera

Dazu gehört beispielsweise die Aloe Vera. Sie verursacht bei Hunden, welche die Heilpflanze anknabbern, schlimme Verdauungsbeschwerden.

Ausführliche Informationen für Aloe Vera

Rhododendron

Auch das Blütenwunder Rhododendron schadet einem zu neugierigen Vierbeiner. Das Gift Acetylandromedol führt beim Hund schlimmstenfalls zu einem Herz-Kreislauf-Kollaps, Koma oder Herzversagen.

Efeu

Auch der oft zu dekorativen Zwecken eingesetzte Efeu sollte außer Reichweite der Fellnasen bleiben. Dessen giftige Saponine reizen die Schleimhäute und verursachen Brechdurchfall oder einen erhöhten Puls.

Ausführliche Informationen zu Efeu

 

Vergiftungserscheinungen beim Hund erkennen

Ein Hundebesitzer, der wider besseres Wissen giftige Zimmerpflanzen behält, sollte die typischen Vergiftungssymptome beim Hund kennen. Der Vierbeiner kann das Gift auf verschiedene Weise aufnehmen. Entweder zerkaut oder zernagt er die Pflanze oder verschluckt ganze Pflanzenteile. Seltener vergiftet sich der vierbeinige Mitbewohner, indem er das Gift einatmet. Sobald ein Hund folgende Verhaltensweisen an den Tag legt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

  • Die Fellnase ist plötzlich sehr unruhig, orientierungslos oder verhält sich ungewöhnlich apathisch
  • Er hat einen vermehrten Speichelfluss und leidet unter Atemnot
  • Der Hund erbricht, hat Durchfall oder Blut im Urin
  • Der vierbeinige Liebling zittert, fällt in Ohnmacht oder erleidet einen Schock

Notfall Vergiftung: Erste-Hilfe-Maßnahmen vor dem Gang zum Tierarzt

Idealerweise suchen Hundebesitzer, wenn sie eine Vergiftung beim Vierbeiner vermuten, umgehend den Tierarzt auf. Es ist wichtig, eine Probe der giftigen Pflanze mitzunehmen und dem Mediziner zu beschreiben, welche Menge der Hund gefressen hat. Falls es nicht sofort möglich ist, einen Arzt aufzusuchen, müssen Sie lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen in die Wege leiten.

Kohletabletten können manche Gifte neutralisieren

Unmittelbar nach der Vergiftung durch eine Garten- oder Zimmerpflanze kann eine Kohletablette das Gift neutralisieren. Sie bindet die toxische Substanz, sodass diese nicht in den Darm gelangt. Je schneller die Aktivkohle in den Magen des Vierbeiners kommt, desto wirksamer ist sie. Für Hundebesitzer, die mehrere Vierbeiner im Haus haben, bietet sich eine griffbereite „Notfallration“ für jeden Hund an. Eine Kohletablette ersetzt jedoch keinesfalls den schnellstmöglichen Besuch beim Tierarzt! Zusätzlich zur Aktivkohle sollte die Fellnase Wasser trinken, damit das Gift herausgeschwemmt wird. Milch und pflanzliche Öle verschlimmern hingegen die toxischen Prozesse. Weiterhin ist es nicht erstrebenswert, den Hund künstlich erbrechen zu lassen. Alle weiteren wichtigen medizinischen Maßnahmen nimmt der Tierarzt vor.

Unsere Empfehlung: Vergiftungen vorbeugen und Giftpflanzen aus dem Haushalt entfernen

Hundebesitzer können Maßnahmen ergreifen, damit der vierbeinige Freund keine Vergiftung erleidet. Generell empfiehlt es sich insbesondere für Pflanzenfreunde mit Fellnase, eine Liste mit giftigen Pflanzen zu erstellen. Auf diese sollten Hundehalter mit einem grünen Daumen beim nächsten Besuch im Blumen- oder Gartenmarkt verzichten. Mit folgenden Maßnahmen sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Hund keine schädlichen Pflanzen frisst.

Bringen Sie dem Vierbeiner bereits im Welpenalter bei, im Garten oder bei einem Spaziergang keine Pflanzen anzuknabbern. Weiterhin sollte der Hund lernen, nicht im Garten herumzubuddeln. Generell sollten Sie den Vierbeiner nicht über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt im Garten lassen. Giftige Zimmerpflanzen sollten erhöht auf Regalen oder Fensterbrettern stehen. Geben Sie Ihrem Hund eine sinnvolle Beschäftigung. Welpen, die Kauspielzeug im Mund haben, kommen nicht auf die Idee, eine Pflanze anzufressen. Idealerweise verzichten Sie im Garten und in den Wohnräumen gänzlich auf giftige Pflanzen. Stattdessen können Sie Pflanzen aufstellen, die für Hunde nicht giftig sind. Zu den ungiftigen Pflanzen für Hunde gehören Astern, Bambus, Bartnelken, Dahlien, Goldröschen, Hibiskus, Kapuzinerkressen, Lavendel, Ringelblumen, Salbei oder Wilder Thymian.

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