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Ihre Katze erbricht gelbe Flüssigkeit? Das steckt dahinter!

Katze erbricht advice
© Shutterstock

Der Magen von Katzen ist nicht mehr oder weniger empfindlich, als bei anderen Tieren. Es können harmlose Ursachen dafür verantwortlich sein, wenn Katzen erbrechen müssen, aber ebenso welche, die gefährlich sind.

von Silke Reininger

Das Wichtigste in Kürze

  • Fettleber, Leber- oder Gallenentzündung, Nieren- oder Blasenentzündung, Blutvergiftung und Stress können die Ursache für Erbrechen bei Katzen sein
  • Weiter sind Impfreaktionen, Sturzverletzungen, Hirnhautentzündungen, Epilepsie, Tumore oder Medikamente Gründe
  • Überfütterung, falsches oder verdorbenes Futter, Futtermittelallergie, Futterumstellung, Laktoseintoleranz, Gift, Magen-Darm-Infekte, Reaktionen auf Arzneimittel, Parasiten, Angst, Panik oder Fremdkörper sorgen für plötzlich auftretendes Übergeben
  • Erbricht die Katze gelb, ist es oft Gallenflüssigkeit. Das passiert bei leerem Magen und einer bakteriellen oder viralen Infektion

Wenn die Katze Galle erbricht

Muss sich die Katze übergeben und spuckt gelb, sollte das immer als Symptom eines Problems oder einer Erkrankung gesehen werden.

Erbrechen selbst ist keine Krankheit.

Der Körper versucht durch Erbrechen auf dem schnellsten Weg etwas Unverdauliches wieder los zu werden. Es kann sich dabei um Fremdkörper handeln. Genauso kann es aber auch Gift oder eine Krankheit durch Parasiten sein, die das Erbrechen, oftmals von Schaum, auslöst.

Magen- Darminfektionen oder eine Art Grippe werden durch Bakterien oder Viren hervorgerufen. Durch sie werden in den meisten Fällen Übelkeit und Erbrechen verursacht. Hat die Katze nichts mehr im Magen, erbricht sie Gallenflüssigkeit. Hier ist es wichtig, dass der Besitzer die Katze zum Tierarzt bringt. Die innere Speiseröhre wird oft durch die Gallenflüssigkeit gereizt. Dadurch kann sie ebenso entzündet werden. Ist die Farbe Gelb oder hellgelb, ist es entweder Gallenflüssigkeit oder Magensaftflüssigkeit, die von der Katze erbrochen wird. Es kann sich auch um einen Infekt im Magen- oder Darm-Trakt handeln.

Wann muss die Katze zum Tierarzt?

Spuckt sie ein oder zweimal, muss sie nicht direkt dem Tierarzt vorgestellt werden. Wenn sie sich aber wesentlich öfter und ununterbrochen übergeben muss, sollte am zweiten Tag schon der Tierarzt konsultiert werden. Besonders, wenn sich der Besitzer keinen Reim auf die Ursache machen kann. Der Tierarzt kann durch eine Kotprobe einen Parasitenbefall ausschließen, wie etwa Würmer, die zu dem Erbrechen führen können. Muss eine Katze länger oder über mehrere Wochen erbrechen, handelt es sich um einen gefährlichen Zustand. Hier kann eine Verengung am Schließmuskel vom Magenausgang vorliegen. Staut sich im Magen das Futter zurück, bekommt die Katze einen Brechreiz. Der Zustand lässt sich oft nur durch eine OP beheben.

Kann der Besitzer seiner Katze helfen?

In Absprache mit dem Tierarzt kann der Besitzer seiner Katze mit Hausmitteln etwas Gutes tun. Die Speiseröhre wird durch häufiges Erbrechen gereizt, ebenso kommt es zu Magenschmerzen. Die Katze braucht vor allem viel Ruhe und sie sollte ausreichend trinken. Katzen können sehr schnell austrocknen und dadurch auch kollabieren. Hühnchen mit Quark und Hüttenkäse (kein normaler Käse!) wäre eine Schonkost bei Erbrechen, ähnlich wie bei Durchfall. Vor dem Fressen sollte die Katze aber nach dem letzten Erbrechen erst noch einige Stunden Erholung haben. Sie sollten 24 Stunden kein Futter geben, das schwer zu verdauen ist. Alternativ können gekochter Reis und Gemüse als Schonkost eingesetzt werden. Es sollten aber immer nur kleine Mengen, über den Tag verteilt, gefüttert werden. Egal, wie viel die Katze bettelt.

Unser Tipp

Muss sich eine Katze übergeben, ist nicht gleich Panik angesagt.

Spuckt sie aber Gelb oder hellgelb und das nicht nur einmal, sollte ein Tierarzt konsultiert werden.

Hier liegen meist Magen- oder Gallenprobleme zugrunde, die es zu behandeln gilt.