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Hundesteuer in NRW: Das zahlen Hundehalter pro Tier

Skyline von Düsseldorf in NRW advice
© Pixabay

Im Gegensatz zur Hundehaftpflichtversicherung ist die Hundesteuer für alle Vierbeiner gültig. Die Steuerpflicht gilt für jeden Hundehalter, der einen oder mehrere Hunde besitzt. Allerdings sind die Steuersätze nicht einheitlich und variieren von Bundesland zu Bundesland. Wie es sich mit der Hundesteuer in NRW verhält, erklärt dieser Artikel.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keinen einheitlichen Steuersatz für Hunde im Bundesland.
  • Die Höhe der Hundesteuer fällt in den Verwaltungsbereich der jeweiligen Gemeinde.
  • Gefährliche Rassen kosten den Halter mehr Steuern.
  • Der Steuersatz erhöht sich pro Tier in einem Haushalt.

Hundesteuer in NRW: Keine einheitliche Regelung in den Gemeinden 

Nahrung, Tierarzt, Ausstattung und Spielzeug sind Kosten, die bei jedem Haustierhalter anfallen. Zu dieser Liste zählt bei Hundebesitzern zusätzlich die Steuer für den geliebten Vierbeiner. Summa summarum kommt dabei einiges an Gesamtkosten zusammen. Diese variieren allerdings, denn gerade die Hundesteuer ist vom Wohnort abhängig. Wer 2018 in NRW Hundesteuer zahlen musste, weiß, dass die Abgaben für den Vierbeiner von der Gemeinde festgelegt werden. Daher ist die Frage „Wie viel Hundesteuer muss ich zahlen?“ nicht einheitlich zu beantworten. Die Städte haben das Recht, die Höhe der Steuer selbst festzulegen. Während einige Regionen mit 96 Euro sehr human wirken, gibt es andere, die mit horrenden Steuerabgaben beinahe abschrecken. Um festzustellen, wie hoch die Kosten in Ihrer Region sind, lohnt es sich, in unserer Hundesteuer Tabelle nachzusehen.

Wieviel Hundesteuer in NRW: Tabelle gibt Aufschluss

Stadt

Steuer 1. Hund

Steuer 2. Hund

Recklinghausen

108 Euro

124 Euro

Dortmund

144 Euro

192 Euro

Hagen

180 Euro

210 Euro

Essen

156 Euro

216 Euro

Rahden

50,40 Euro

60 Euro

Bonn

162 Euro

210 Euro

Duisburg

132 Euro

168 Euro

Oberhausen

156 Euro

216 Euro

Bochum

168 Euro

192 Euro

Bielefeld

144 Euro

156 Euro

Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass die Steuerabgaben in den kreisfreien Städten höher sind. Am günstigsten ist die Hundesteuer übrigens in Verl: Hier zahlen Besitzer lediglich 25 Euro im Jahr. Für einige Hundebesitzer ist das Halten eines Hundes bereits ein teures Vergnügen, wie die Hundesteuer Liste in NRW zeigt. Wer zwei oder mehr Vierbeiner im Haushalt hat, zahlt in NRW erhöhte Kosten für die Hundesteuer. Die Tabelle beantwortet daher auch die Frage „Wie viel kostet ein zweiter Hund?“. 

Der Betrag für die Hundesteuer erhöht sich um mehrere Euro pro Vierbeiner, der zum Haushalt dazukommt. Deshalb wird in NRW in Recklinghausen eine Hundesteuer von 140 Euro pro Hund fällig, wenn es drei oder mehr Tiere sind. 216 Euro pro Hund zahlen Sie für die Hundesteuer in NRW in Dortmund ab drei Hunden. Absolute Spitze bei dieser Staffelung ist Bedburg, wo Hundehalter für drei oder mehr Tiere 350 Euro jährlich zahlen. Grundsätzlich sind die Ursachen für so hohe preisliche Unterschiede relativ simpel. Die Gemeinden mit hoher Steuerpflicht möchten die Anzahl der Tiere in geregelten Bahnen halten. Je höher die Steuerangaben, desto weniger Verbraucher leisten sich heutzutage noch mehr als einen Hund. Oder überhaupt ein Haustier, denn neben den Steuerabgaben kommen schließlich noch weitere Kosten auf den Besitzer zu.

Welche Hunde sind Listenhunde in NRW?

Für einen Chihuahua bleibt die Hundesteuer in NRW in allen Gemeinden gleich hoch. Anders verhält es sich mit gefährlichen Hunden. Hier berechnen die Gemeinden die Hundesteuer nach Rasse. Eine NRW Liste der gefährlichen Listenhunde sieht beispielsweise wie folgt aus:

  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Bullterrier
  • Alano
  • American Bulldog
  • Mastiff
  • Rottweiler

In NRW Essen beträgt die Hundesteuer für ein Tier 156 Euro. Handelt es sich dabei jedoch um einen gefährlichen Hund, zahlen Halter hingegen eine Steuerabgabe von 852 Euro pro Nase. Im Gegensatz dazu ist in Verl lediglich der normale Hundesteuersatz von 25 Euro fällig ist. Die höchste Steuerpflicht erwartet Hundebesitzer in Monheim. In der nordrhein-westfälischen Stadt sind pro gefährlichem Hund satte 1.320 Euro an Steuern im Jahr abzugeben.

Hundesteuer NRW: Anmeldung und Abmeldung – so geht’s 

Im Regelfall ist es so, dass Hundehalter rund zwei Wochen Zeit haben, einen neuen Hund anzumelden. Diese Zeitspanne ist jedoch von der Gemeinde abhängig und kann daher ebenfalls variieren. In manchen Städten sind Kaufurkunde oder Erwerbsnachweis zur Anmeldung nötig, während andere lediglich den Personalausweis verlangen. Um sich in NRW in Hagen für die Hundesteuer anzumelden, sind zusätzliche Angaben erforderlich. Die Stadt möchte wissen, wann und von wem der Hund übernommen wurde. Häufig ist vorgeschrieben, die Anträge schriftlich auszufüllen. Einige Gemeinden erlauben allerdings auch die Online-Anmeldung. Nach Annahme des Antrages erhält der Hund eine Steuermarke, die bei der Abmeldung wieder zurückzugeben ist. Um einen Vierbeiner wieder abzumelden, gelten die gleichen Vorschriften. Allerdings besteht ein Unterschied: Wenn der Grund für die Abmeldung ein Todesfall ist, benötigt die Gemeinde zusätzlich eine Bestätigung des Tierarztes.

Unsere Empfehlung: Prüfen, ob ein Grund zur Befreiung von der Steuerpflicht vorliegt

Es gibt einzelne Situationen, die eine Hundesteuerbefreiung in NRW ermöglichen. Die Bedingungen sind in vielen Gemeinden ähnlich. Dazu zählen beispielsweise: 

  • Eine Befreiung von der Abgabepflicht ist möglich, wenn das Tier spezielle Aufgaben erfüllt. Damit sind Blinden-, Rettungs- und Jagdhunde gemeint. Letztere sind allerdings nur dann befreit, wenn der Hund zum Beispiel zu einem Berufsjäger gehört. Bedenken Sie daher stets, dass die Haustiere diesen Zweck wirklich erfüllen müssen. 
  • Hundezüchter und -händler sind ebenfalls von der Steuerpflicht befreit. Hier zählt der Hund zum Gewerbe.
  • In einigen Gemeinden zahlen Besitzer über einen festgelegten Zeitraum keine Hundesteuer in NRW. Das ist der Fall nach einer Adoption eines Tieres aus dem Tierheim. Nach Ablauf dieser Frist ist der Beitrag aber regelmäßig zu zahlen.
  • Wer in NRW Hartz IV bezieht, muss dennoch Hundesteuer zahlen. Der Grund dafür ist, dass es sich hierbei um eine freiwillige Zahlung handelt. Arbeitslose können aber einen Antrag auf Befreiung oder Ermäßigung bei der jeweiligen Gemeinde einreichen. Im Falle einer Ermäßigung sind 30 bis 50 Prozent weniger Steuerabgaben möglich.

Tipp: Wer sich über die aktuellen Steuerabgaben einer zukünftigen Gemeinde informieren will, nutzt einen Hundesteuer Rechner für NRW.