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Wie sieht das Gebiss der Katze aus?

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Das Gebiss der Katze von Fangzahn bis Backenzahn

© Nynke van Holten / Shutterstock

Ein weiches Fell, scharfe Krallen und spitze Zähne: Das zeichnet das beliebteste Haustier Deutschlands aus. Das Gebiss der Katze ist optimal auf die Bedürfnisse der kleinen Raubtiere und auf ihre natürlichen Fressgewohnheiten abgestimmt. Wir erklären, wie das Katzengebiss aufgebaut ist und welche wichtige Funktion die verschiedenen Zähne im Maul der Samtpfoten haben.

von Kristin Barling

Am 02.06.21, 10:53 veröffentlicht

Haben Katzen Milchzähne und wie viele?

Wie bei den meisten Säugetieren kommen Katzen zahnlos auf die Welt. Im Maul von Kitten findet man erst ab der zweiten bis dritten Lebenswoche die ersten Milchzähne. Nach rund acht Wochen ist das erste Gebiss der kleinen Kätzchen mit 26 Zähnen vollständig.

Verlieren Katzen Milchzähne?

Das bleibende Gebiss der Katze verdrängt nach und nach die Milchzähne. Beim Zahnwechsel kann es vorkommen, dass eine Doppelstellung von Milchzahn und bleibendem Zahn auftritt. Die Zähne wachsen dann zunächst nebeneinander, bis der Milchzahn schließlich ausfällt oder seltener von einem Tierarzt gezogen wird.

Gebiss der Katze: Wie viele Zähne hat sie?

Das bleibende Katzengebiss besteht aus insgesamt 30 Zähnen. Es setzt sich aus drei verschiedenen Arten von Zähnen zusammen: den Schneidezähnen (Incisivi/I), Fangzähnen (Canini/C) und den vorderen (Prämolaren/P) und hinteren (Molaren/M) Backenzähnen. Der Aufbau des Katzengebisses wird häufig mit der sogenannten Zahnformel wiedergegeben, die die Positionierung der Zähne im Katzengebiss darstellt. Für erwachsene Katzen lautet die Zahnformel:

  • Oberkiefer: 1M 3P 1C 3I 3I 1C 3P 1M
  • Unterkiefer: 1M 2P 1C 3I 3I 1C 2P 1M

Schneidezähne der Katze

Katzen besitzen im Ober- und Unterkiefer jeweils sechs Schneidezähne. Die Zähne stehen senkrecht aufeinander und dienen beim Fressen hauptsächlich dazu, Fleisch von den Knochen ihrer Beutetiere abzuknabbern. Außerdem können die geborenen Raubtiere mit den Schneidezähnen gezielt die Federn eines Vogels herausreißen oder ungenießbare Organe aus dem Beutetier aussortieren.

Die Schneidezähne sind auch bei der Körperpflege ein hilfreiches Werkzeug: Durch vorsichtiges Knabbern können Katzen Verunreinigungen und Verfilzungen aus ihrem Fell entfernen. Darüber hinaus können Katzen Gegenstände oder Fleischstücke mit Hilfe ihrer Schneidezähne transportieren.

Fangzähne der Katze

Bei den vier Fangzähnen von Katzen ist der Name Programm: Sie dienen dazu, Beute zu fangen und diese blitzschnell zu töten. Das geschieht durch einen gezielten Biss der Eckzähne zwischen die Halswirbel des Beutetieres, zum Beispiel einer Maus oder eines Vogels. Die spitzen Zähne sind auch bei dem anschließenden Zerlegen der Beute hilfreich.

Die spitzen Fangzähne spielen im Gebiss der Katze noch eine weitere Rolle, insbesondere im Umgang zwischen mehreren Katzen. Bei der Paarung fixiert der Kater die Katze mit seinen Eckzähnen. Katzenmütter nutzen die Fangzähne außerdem, um ihren Nachwuchs vorsichtig mit dem bekannten Nackenbiss zu transportieren. Auch bei Revierkämpfen kommen die Fangzähne zum Einsatz: Als Waffe dienen sie der Katze zur Verteidigung gegen Artgenossen.

Backenzähne im Katzengebiss

Die vorderen Backenzähne, auch Prämolare genannt, sind ebenfalls spitz, aber nicht so stark ausgeprägt wie die Fangzähne. Katzen haben insgesamt zehn dieser Zähne – sechs im Oberkiefer und vier im Unterkiefer. Durch ihre spitze Form eignen sich die Backenzähne optimal, um Fleisch in mundgerechte Stücke zu zerreißen.

Vier weitere Backenzähne, die Molaren, befinden sich im hinteren Bereich des Katzenmauls. Im Milchgebiss fehlen diese Zähne, sie bilden sich erst später aus. Im Ober- und Unterkiefer befinden sich jeweils zwei Molaren, die ebenfalls der Verarbeitung und dem Kauen des Futters dienen.

Katzengebiss (englisch) © Julia Kopacheva / Shutterstock

Typische Zahnerkrankungen bei der Katze

Viele Katzen leiden unter Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches. Die häufigsten Erkrankungen beim Katzengebiss sind:

  • Zahnstein: Verhärtete Belege führen zu braunen Ablagerungen auf den Zähnen, der zu Entzündungen führen kann. Durch richtige Zahnhygiene oder eine Zahnreinigung beim Tierarzt lässt sich Zahnstein entfernen.
  • Zahnfleischentzündungen (Gingivitis oder Parodontitis): Zahnfleischentzündungen äußern sich durch rotes, geschwollenes oder blutiges Zahnfleisch. Im schlimmsten Fall kann es zum Zahnverlust durch Lockerung der Zähne kommen.
  • Zahnausfall: Entzündungsbedingt oder altersbedingt kommt es bei vielen Katzen zum Verlust einzelner Zähne. Bei Schmerzen können Zähne vom Tierarzt gezogen werden.
  • Feline odontoklastische resorptive Läsionen (FORL): Die Autoimmunerkrankung sorgt dafür, dass sich die Zahnsubstanz auflöst. Es handelt sich um eine schmerzhafte Erkrankung, die häufig erst spät erkannt wird.
Wamiz-Ratgeber: Zahnprobleme bei Katzen