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Im Liebesrausch: 6 Fakten über Katzensex

Zwei Katzen beim Sex

Wie funktioniert eigentlich Sex bei Katzen?

© Shutterstock

Einmal im Liebesrausch, denken Katzen nur noch an „das Eine“. Lesen Sie hier spannende Fakten rund um Katzensex.

von Carina Petermann

am 08.02.21, 16:06 aktualisiert

Sex bei Katzen: Ohne Rolligkeit läuft nichts

Nur eine rollige Katze ist paarungsbereit und geht auf „Bräutigamschau“. Die meisten Katzen werden zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensmonat das erste Mal rollig.

Eine erhöhte Konzentration des Sexualhormons Östrogen verursacht die heftigen Stimmungswechsel bei rolligen Katzen. Und die fallen auch Menschen auf: Die Tiere miauen, gurren und jammern laut und anhaltend. Manche rollen sich auf dem Boden oder sind einfach „völlig von der Rolle“.

Wohnungskatzen neigen während der Rolligkeit zum Ausbüxen. Einmal draußen, hat die rollige Katze nur Katzensex im Sinn! Wird die Katze nicht gedeckt, kann sie ein bis drei Wochen rollig bleiben.

Ungedeckt kommt es mehrfach im Jahr zur Rolligkeit – und das bis ins hohe Alter. Eine „Dauerrolligkeit“ kann Katzen krank machen. Übrigens: Dass eine Katze vor dem Kastrieren einmal rollig gewesen sein muss, ist ein Mythos.

Gleich weiterlesen: Rolligkeit bei Katzen

Katzensex: Starker Sexualtrieb bei Katzen

Ist eine Katze rollig oder riecht ein Kater eine rollige Katze, zählt für beide nur noch eins: Fortpflanzung! Jetzt! Sofort! Fressen, spielen, schmusen mit Zweibeinern – alles tritt hinter den enorm starken Sexualtrieb zurück.

Darum neigen Katzen im Liebesrausch dazu, sich in Gefahr zu bringen – zum Beispiel beim Springen von einem erhöhten Balkon, um zum Nachbarkater zu gelangen. Dieser starke Sexualtrieb bringt viel Stress und schränkt das Leben der Vierbeiner ein – ein guter, aber nicht der einzige Grund, Katzen und Kater kastrieren zu lassen.

Der Haken bei Sex bei Katzen: Schmerzen

Für weibliche Katzen kann der Geschlechtsakt zur schmerzhaften Angelegenheit werden. Denn Kater haben einen mit winzigen Widerhaken besetzten Penis. Dieser stachelige Penis verhindert, dass die Katze sich vor dem Ejakulieren entwindet. Zusätzlich halten viele Kater sich mit einem Biss in den Nacken der Katze in Position.

Gleich weiterlesen: Der Katzenpenis
Für weibliche Katzen ist der Geschlechtsakt oft schmerzhaft
© Shutterstock

Katzensex: Kurz, aber mehrfach hintereinander

Wer einmal kurz wegschaut, kann den Paarungsakt der Katzen schnell verpassen. Denn Katzensex dauert nur wenige Sekunden. Allerdings findet er mehrfach hintereinander statt.

Bezieht man das Vorspiel mit ein, dauert Katzensex länger: Die Samtpfoten laufen voreinander auf und ab, reiben die Köpfe aneinander und die weibliche Katze wälzt sich vor dem Kater.

Katzensex löst den Eisprung aus

Beim Menschen findet der Eisprung unabhängig vom Geschlechtsakt statt. Bei Katzen hingegen löst erst die Paarung den Eisprung aus. Experten bezeichnen dies als „provozierte Ovulation“. Meist sind mehrere Deckakte notwendig, um den Eisprung auszulösen.

Dieser findet rund 24 bis 36 Stunden nach dem Katzensex statt. Kommt in diesem Zeitraum ein weiterer Kater zum Zuge, sind Welpen von mehreren Vätern in einem Wurf möglich. Apropos Timing: Für Katzenzüchter ist der optimale Zeitpunkt des Deckens wichtig – dieser ist am dritten Tag der Rolligkeit.

Achtung: Auch ohne Deckakt kann es, zum Beispiel durch intensives Streicheln, zum Eisprung kommen. Dann besteht die Gefahr einer Scheinträchtigkeit.

Viele Schattenseiten: hart umkämpfter Geschlechtsakt

Es gibt immer noch Katzenhalter, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen, weil sie den Samtpfoten den Spaß an der „schönsten Sache der Welt“ nicht nehmen möchten. Natürlich haben Kater und Katze einen starken Sexualtrieb. Aber sind diese Triebe nach einer Kastration nicht mehr vorhanden, verzichten die Vierbeiner vor allem auf viel Unangenehmes.

Für Kater entfallen die erbitterten Revierkämpfe und kilometerweites, gefährliches Stromern. Weibliche Tiere leben stressfreier und gesünder. Und die Folgen von Katzensex haben ebenfalls Schattenseiten: Eine Trächtigkeit bringt nicht nur Risiken für die Katze mit sich, sondern auch die Gefahr, das Elend der heimatlosen Samtpfoten zu vergrößern.

Katerkämpfe und Katzensex tragen außerdem dazu bei, gefährliche Krankheiten wie FIP oder Leukose zu übertragen.

Gleich weiterlesen: Katzen kastrieren – ab wann?