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Wenns im Fell juckt: Hausmittel gegen Flöhe bei Katzen

Katze kratzt sich advice
© Shutterstock

Katzenflöhe sind lästig, doch glücklicherweise kann man sie gut bekämpfen. Neben chemischen Anti-Flohmitteln kommen auch Hausmittel im Kampf gegen die Flöhe zum Einsatz. Welche Hausmittel gegen Katzenflöhe helfen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

von Kristin Barling

Am 31.03.20, 17:00 veröffentlicht

Hausmittel gegen Katzenflöhe in Kürze

  • Flöhe sorgen bei der Katze für Juckreiz. Vermehrtes Kratzen und kahle Stellen sind ein erster Hinweis auf einen Flohbefall
  • Mit einem Flohkamm lässt sich der Befall schnell erkennen. Um die Flöhe loszuwerden, reicht das Kämmen jedoch nicht
  • Statt chemischen Mitteln lassen sich Flohsprays aus Zitronensaft, Apfelessig oder Kokosöl selber machen. Auch Kräuter eignen sich zur Bekämpfung von Katzenflöhen
  • Manche vermeintliche Hausmittel gegen Flöhe sind für Katzen giftig. Dazu zählen Teebaumöl und scharfe Reinigungsmittel wie Spülmittel

Katzenflöhe: Diese Hausmittel helfen

Flohbisse sorgen bei Katzen für einen starken Juckreiz. Vermehrtes Kratzen bis hin zum Knabbern und der Entstehung von kahlen Stellen sind die Folge. Neben chemischen Anti-Flohmitteln wie Spot-On-Produkten, Flohhalsbändern und Sprays, können auch Hausmittel wirksam gegen Flöhe bei Katzen helfen.

Ein Katzenfloh
Ein Katzenfloh auf menschlicher Haut
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Zitrone gegen Flöhe: Flohspray selber machen

Um Katzenflöhe zu bekämpfen, kann man ein natürliches Flohspray aus Hausmitteln selber mischen. Dazu benötigt man eine frische Zitrone oder Zitronensaft und Wasser.

Der Zitronensaft wird in heißem Wasser aufgekocht. Optional kann auch ein Zweig Rosmarin hinzu gegeben werden. Lassen Sie die Mischung etwa 15 bis 20 Minuten kochen und anschließend abkühlen. Lassen Sie die Mischung noch etwas ziehen und seihen Sie sie dann durch ein Sieb.

Für eine optimale Dosierung füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche und sprühen Sie das Flohspray auf Möbel, Kleidung und auf das Fell der Katze, am besten in den Nacken.

Vorsicht: Beim Einsprühen der Katze ist höchste Vorsicht geboten, da manche Katzen auf den Geruch von Zitrone empfindlich reagieren. Lassen Sie Ihre Katze vor der Anwendung an dem Spray schnuppern. Reagiert der Stubentiger abneigend oder gar ängstlich auf den Geruch, wenden Sie das Spray auf dem Fell an.

Katze und Zitronen
Nicht alle Katzen mögen den Geruch von Zitronen
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Essig als natürliches Hausmittel gegen Katzenflöhe

Essig wirkt auf ähnliche Weise wie Zitrone gegen Flöhe bei der Katze. Zur schnellen Herstellung eines Flohsprays werden zwei Drittel Apfelessig und ein Drittel Wasser gründlich vermischt und in eine Sprühflasche gefüllt. Das fertige Spray lässt sich einfach auf Gegenstände, Kleidung, Möbel und auf das Fell der Katze sprühen. Wie bei Zitronensaft sollten Sie jedoch auch bei Essig zunächst prüfen, wie Ihre Katze auf den Geruch reagiert.

Kokosöl: Hausmittel bei Katzenflöhen

Ein unbedenkliches Hausmittel gegen Katzenflöhe ist Kokosöl. Das Öl enthält Laurinsäure, die Flöhe abschrecken soll. Um einen wirksamen Schutz zu erzielen, wird ein Tropfen Kokosöl in den Händen verteilt und dann in das Fell der Katze und in die Haut einmassiert.

Auch dem Futter kann das Kokosöl in kleinen Mengen beigemischt werden, um die Wirkung zu verstärken. Kokosöl sollte allerdings sparsam dosiert werden, damit es nicht zu Verdauungsbeschwerden oder anderen unangenehmen Begleiterscheinungen kommt.

Wamiz-Ratgeber: Kokosöl für Katzen
Kokosöl
Sie können das Kokosöl direkt ins Fell der Katze geben oder es dem Futter beimischen
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Natürliche Kräuter als Hausmittel bei Flohbefall der Katze

Ein weiteres Hausmittel gegen Flöhe sind Kräuter und Gewürze. Insbesondere Oregano, Rosmarin und Kümmel gelten als wirksames Hausmittel im Kampf gegen die Parasiten. Zur Anwendung können die Kräuter und Gewürze fein gemahlen werden und mit Öl oder Wasser gemischt werden. Anschließend lässt sich die Mischung als natürliches Flohspray anwenden.

Einige Katzenbesitzer empfehlen, Kümmel ins Futter der Katze zu mischen, damit die Katze für Flöhe unattraktiv wird. Hier ist allerdings zu prüfen, ob der Katze das Futter trotz des Gewürzes schmeckt und ob die Samtpfote es auch verträgt.

Vorsicht: Diese Hausmittel sind für Katzen giftig

Neben den genannten Hausmitteln finden sich im Internet viele Anleitungen und Rezepte zur Herstellung vermeintlich natürlicher Flohsprays. Bei der Anwendung sollten Sie jedoch bedenken, dass einige Hausmittel für Katzen giftig sind.

Da unsere Stubentiger eine rege Fellpflege betreiben und täglich stundenlang ihr Fell putzen, werden alle Substanzen, die auf das Fell gesprüht werden, zwangsläufig von der Katze verzehrt. Verzichten Sie daher auf Flohmittel, die die Gesundheit der Katze gefährden können.

Katze putzt sich
Sprühen Sie nichts aufs Fell der Katze, das sie nicht verträgt - sie wird es auflecken
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Teebaumöl als Hausmittel für Katzen nicht geeignet

Teebaumöl ist wirksam gegen Flöhe, aber leider giftig für die Katze. Grund dafür sind die enthaltenen ätherischen Öle, die von Katzen nicht abgebaut werden können. Sie verbleiben im Körper der Katze und können Vergiftungssymptome wie Schwäche, Zittern, Durchfall und Erbrechen hervorrufen. Als Hausmittel gegen Flöhe ist Teebaumöl daher nicht geeignet.

Keine Flohsprays mit Spülmittel verwenden

Viele Rezepte für selbstgemachtes Flohspray enthalten unter anderem Spülmittel. Wie alle Reinigungsmittel kann Spülmittel jedoch zu Vergiftungserscheinungen bei der Katze führen. Verzichten Sie im Idealfall auf das Putzmittel in Ihrem Flohspray und greifen Sie bei einem Flohbefall lieber auf andere Hausmittel oder Flohmittel zurück.

Hausmittel gegen Katzenflöhe nicht immer ausreichend

Beim natürlichen Kampf gegen Katzenflöhe ist Vorsicht geboten. Die Wirkung der meisten Hausmittel ist nicht wissenschaftlich bewiesen und beruht somit auf der Erfahrung von Katzenbesitzern. Hausmittel sind meistens nur bei einem leichten Flohbefall oder zur Vorbeugung von Katzenflöhen sinnvoll.

Bei einem stärkeren Befall führt an Flohmitteln vom Tierarzt oder aus der Apotheke häufig kein Weg vorbei – nicht nur zum Schutz der Katze, sondern auch des Menschen.