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Schlabber: 5 erstaunliche Gründe, warum der Hund leckt

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Kann das Lecken von Hunden mit einer menschlichen Liebkosung verglichen werden? Oder bedeutet das Lecken bei Hunden etwas anderes? Hunde können auf verschiedene Weise ihre Liebe, Treue und den Gehorsam zeigen.

von Tim Brinkhaus

Bei Hunden ist das Lecken tief verankert. Welpen werden von der Mutter abgeleckt. Das dient kurz nach der Geburt der Trocknung und Reinigung. Die Welpen hingegen fangen an, wenn sie wenige Wochen alt sind, die Mutter an den Lefzen zu lecken, damit sie Futter hervorwürgt und den Welpen zu fressen gibt. Junghunde versuchen durch das Lefzen lecken ältere Hunde zu beschwichtigen.

Lecken als Botschaft

Hunde lecken aus verschiedenen Gründen. Sie übermitteln damit verschiedene Botschaften. Bei fremden Personen zeigen Hunde durch Ablecken Sympathie und Freundschaft. Es kommt auf die Persönlichkeit des Hundes an und seine Gewohnheit, wie oft oder wie wenig er leckt. Bei manchen Hunden wird jeder freundlich und verspielt abgeleckt, bei anderen Hunden ist das auf bestimmte Personen beschränkt, denen sie ihre Zuneigung zeigen.

Unterwerfung und Demut

Hunde, die im Rudel leben, zeigen dem Leittier durch das Lecken ihre Bewunderung und ihre Demut. Sie nutzen das Sozialverhalten ebenso zur Kommunikation mit ihrem Besitzer. Der Mensch füttert den Hund, kümmert sich um ihn und sorgt für seine Erziehung und eine gewisse Ordnung, an sich der Hund zu halten hat. Der Hund ordnet sich unter und zeigt neben seiner Demut, seine Hingabe und seinen Respekt durch ablecken.

Hunger

Nicht immer möchte ein Hund durch das Ablecken der menschlichen Hand nur seine Zuneigung ausdrücken. In vielen Fällen möchte er einfach darauf aufmerksam machen, dass er etwas möchte, beispielsweise, dass der Hunger hat. Durch das Ablecken der Hände versucht der Hund auf besonders freundliche Weise etwas zu erreichen.

Unwohlsein

Hunde können Unwohlsein durch Lecken ausdrücken. Sie haben einen traurigen Blick und sind lustlos. In dem Fall kann das Lecken ein Hilferuf sein. Hunde versuchen durch das Lecken am eigenen Körper durch ihren Speichel Schmerzen zu lindern. Offene Wunden sollen so geheilt werden. Bei Prellungen, Infektionen oder Allergien versuchen sie ebenfalls durch Ablecken die Schmerzen zu lindern.

Schmutz

Fühlen sich Hunde schmutzig, lecken sie ihre Beine, Genitalien und andere Körperteile ab, um sich zu säubern. Ähnlich wie Katzen versuchen sich Hunde zu putzen, allerdings nicht so intensiv.

Versuch zu trösten

Hunde nehmen sehr gut die Stimmungen von Menschen wahr. In verschiedenen Situationen können sie unterscheiden, ob Menschen traurig, deprimiert oder verärgert sind. Sie versuchen durch Ablecken zu trösten, wenn ihre Menschen weinen oder traurig sind. Hunde versuchen zudem die Nervosität der Menschen auszugleichen. Sie versuchen die Aufmerksamkeit zu ergattern, um den Menschen abzulenken und aufzuheitern.

Ansteckungsgefahr durch Ablecken

Vielen Menschen ist es unangenehm, wenn die nasse Hundezunge durch das Gesicht schlabbert oder die Hände ableckt. Selbst wenn sie ihren Hund noch so gerne haben. Eine wissenschaftliche Studie der Universität von Arizona aus dem Jahr 2015 bestätigt, dass Hundebesitzer mit direktem Kontakt zu ihrem Tier glücklicher sind. Zudem haben sie eine bessere Gesundheit und sind daher scheinbar nicht so anfällig für Krankheiten. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Speichel von Hunden durch die vorhandenen gesunden Bakterien im Magen-Darm-Trakt das Immunsystem stärken.

Wichtig für Hunde

Lecken ist für Hunde keinesfalls sinnlos. Hunde lernen früh durch den Mutterhund, dass sich ablecken lohnt. Sie nutzen die Geste, um den Menschen zu zeigen, dass sie sich in ihrer Nähe wohl fühlen und sich unterwerfen. Aber auch, um etwas höflich anzufragen.