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Angst vor Hunden? Was dahinter steckt und wie Sie sie loswerden

Mann hat vor Hund Angst advice
© Shutterstock

Einige Menschen lieben Hunde. Vielleicht gehören Sie aber zu denjenigen, die Schweißausbrüche bekommen oder die Straßenseite wechseln, wenn sich ein Hund nähert. Der Angst vor Hunden – medizinisch als Kynophobie bekannt – liegen unterschiedliche Ursachen zugrunde. Wie Sie Ihre Angst vor Hunden überwinden können, erklärt Wamiz.

von Nina Brandtner

Die möglichen Ursachen hinter der Angst vor Hunden

Allgemein fürchten Sie sich vielleicht vor Hunden, da sie ihre Signale falsch deuten. Doch manchmal kann es auch vorkommen, dass die Angst vor Hunden schon im Kindesalter entsteht. In diesem Fall geben die Eltern, die sich vor den Vierbeinern fürchten, ihre Panik an ihre Kinder weiter. Nur in den seltensten Fällen entsteht die Angst vor Hunden nach einem Biss oder einem Vorfall beim Spazierengehen. Zusätzlich erschweren Freunde und Verwandte es oftmals, die Angst vor Hunden zu überwinden. Sie nehmen die Sorgen zumeist nicht ernst, wodurch sich die Panik beim Betroffenen noch vergrößert.

Wie Kinder die Angst vor Hunden überwinden können

Mit Kindern, die panische Angst vor Hunden haben, sollten Sie besonders feinfühlig umgehen. Überfordern Sie den Sprössling keinesfalls, indem Sie ihn ständig der Nähe von Hunden aussetzen. Stattdessen kann es sinnvoll sein, das Kind aus „sicherer Entfernung“ an den Hund heranzuführen. In dieser Position kann der Nachwuchs den Vierbeiner beobachten, ohne in dessen direktem Sichtfeld zu sein.

Keinesfalls sollte Ihr Kind zwangsweise mit dem Hund alleine sein.

Es kommt eher mit dem Vierbeiner „auf eine Wellenlänge“, indem es kleine Aufgaben übernimmt. Es kann schon hilfreich sein, wenn das Kind den Futternapf auffüllt oder eine bunte Leine für den Spaziergang aussucht. Oftmals verringert sich die Angst beim Kontakt mit Welpen. Wichtig ist in jedem Fall, eine Menge Zeit und Geduld mitzubringen. Die Angst vor Hunden kann Ihr Kind nicht über Nacht, sondern nur im Laufe der Zeit überwinden. Je mehr Kinder über die Fellnasen lernen, desto eher verfliegt die Angst.

Angst vor Hunden – trotzdem einen anschaffen?

Ob Sie trotz Ihrer Angst vor Hunden einen adoptieren sollten, hängt vom Ausmaß der Angst ab. Sofern sich die Angst in Grenzen hält und situationsbezogen ist, spricht nichts gegen einen eigenen Vierbeiner. Jedoch profitieren Sie in diesem Fall von einer kleinen Rasse mit heller Fellfarbe, die weniger bedrohlich wirkt. Statt eines temperamentvollen Hundes sollten Sie sich eher nach einem ruhigen Zeitgenossen umsehen, den nichts leicht aus der Fassung bringt. Es kann ebenfalls eine gute Idee sein, die Angst vor Hunden mit einem Welpen zu überwinden. Dieser schutzbedürftige kleine Vierbeiner wird Ihnen kaum als bedrohlicher Hund erscheinen.

Mädchen hat Angst vor Hund
Sie werden viel Geduld brauchen, um ein Kind mit Angst vor Hunden an die Vierbeiner zu gewöhnen© Shutterstock

Signale des Vierbeiners richtig deuten, um Angst zu überwinden

Sobald Sie nervös sind, schütten Sie Stresshormone aus und sind angespannt, was ein Hund schnell wahrnimmt. In solcher Situation und bei der Begegnung mit fremden Hunden sollten Sie dessen Signale richtig deuten. Nicht nur Knurren und Bellen, sondern auch ein gesträubtes Fell und angelegte Ohren signalisieren die Bereitschaft zum Angriff. Ein schwanzwedelnder Hund kann nicht nur freudig und glücklich, sondern auch unsicher sein. Ein nach oben ausgerichteter Schwanz deutet eher darauf hin, dass der Hund augenblicklich aggressiv gestimmt ist.

Alles über die Körpersprache von Hunden lesen Sie hier.

Goldene Regeln im Umgang mit Hunden beherzigen

Versuchen Sie, den direkten Kontakt mit Hunden nicht grundsätzlich zu meiden. Es kann bereits helfen, wenn Sie die Regeln für den Umgang mit Hunden kennen und verinnerlichen. Es ist beispielsweise grundlegend falsch, vor einem Hund wegzulaufen. Damit wecken Sie seinen Jagdinstinkt. Die bessere Lösung besteht darin, stehenzubleiben oder sich langsam von der Seite dem Hund anzunähern.

Direkten Blickkontakt zum Hund vermeiden

Vermeiden Sie es, mit fremden Hunden Blickkontakt aufzunehmen – sie fühlen sich dadurch bedroht und provoziert. Es ist außerdem ratsam, nicht die Zähne zu zeigen, da der Vierbeiner dies als Drohung wahrnimmt. In brenzligen Situationen hilft Ihnen stattdessen eine beschwichtigende Körpersprache: Wenn Sie den Kopf zur Seite drehen oder gähnen, entspannt sich die Situation automatisch.

Unsere Empfehlung: Räumen Sie Hunden in Ihrem Leben einen Platz ein

Manchmal ist es nicht möglich, die in Anwesenheit eines Hundes entstehenden Panikattacken allein zu bewältigen. Wenn Ihre Lebensqualität erheblich leidet, sollten Sie die Angst vor Hunden mit einem Therapeuten besprechen. Er hilft Ihnen im Verlauf der Therapie, die Angst vor Hunden mithilfe systematischer Psychologie zu überwinden. Speziell ausgebildete Hundetrainer bieten Seminare an, bei denen Sie mit Therapiehunden trainieren.