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Die Singapura, die kleinste Katze der Welt

Singapura Katze advice
© Shutterstock

Klein, aber oho: Die Singapura ist die kleinste Katzenrasse der Welt. Und sie ist eine besonders treue Seele. Hat sie ihren Zweibeiner erst einmal ins Herz geschlossen, bleibt er dort meist für immer.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Singapura hat eine durchschnittliche Widerristhöhe von 20 Zentimetern.
  • Ihre Herkunft ist bislang nicht endgültig geklärt.
  • Mit ihrem geselligen und verspielten Wesen eignet sie sich ideal als Hauskatze.
  • Weil die Rasse noch jung und ihr Vorkommen selten ist, besteht die Gefahr von Inzucht.

Die Singapura auf einen Blick

Sie ist anmutig, kompakt und ansehnlich – und außerdem ein richtig guter Freund. Die Singapura ist nicht einfach nur klein. Hier die wichtigsten Charakteristika im Überblick:

  • Größe: Widerristhöhe circa 20 Zentimeter
  • Gewicht: etwa zwei bis drei Kilogramm
  • Fellfarbe: Sepia Agouti (sepia „getickt“)
  • Wesen: gesellig, verspielt, verschmust und treu
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Herkunft der Singapura

Die genaue Herkunft der Singapura ist nicht vollständig geklärt. Ihr orientalisch klingender Name legt nahe, dass sie aus Singapur stammt. Laut einer Theorie hat sie dort unter der Stadt in den Abwasserrohren gelebt. Daher stammen wohl auch ihre geringe Größe und ihr Spitzname: Drain Cat. In den Westen, zunächst in die Vereinigten Staaten, gelangte sie demnach erst im Jahre 1975. 

Streuner oder gezielte Züchtung?

In der Fachwelt hat sich eine andere Version der Herkunftsgeschichte durchgesetzt. Demnach handelt es sich bei der Singapura um die gezielte Züchtung einer Minikatze aus den 1970er Jahren. Nach Vorbild der sogenannten Teacup- oder Toy-Hunde sollte die neue Katzenrasse besonders niedlich und ansehnlich sein. Experten gehen davon aus, dass in der Singapura Siam-, Burma- und Abessinierkatzen gekreuzt wurden. 

Aussehen der Minikatze

Das auffälligste Kriterium an der Singapura ist natürlich ihre geringe Größe. Trotz ihrer zierlichen Statur hat sie einen starken und kompakten Körperbau. Sie erscheint gleichzeitig elegant und robust.  Auch das feine Fell der kleinen Samtpfote fällt ins Auge. Die Singapura hat kurzes Haar mit einer besonders seidigen Struktur. Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Auffälligkeit, die „Ticking“ genannt wird. Dabei zeigt jedes einzelne Haar in sich zwar Bänderungen und Farbvarianten, insgesamt ist jedoch nur eine Fellfarbe vertreten – in diesem Fall sepia getickt. Einzig an Ohren, Beinen, Schwanz und im Gesicht können dunkle Fellpartien auftreten. 

Charakter und Haltung 

Die Singapura zeichnet sich in erster Linie durch ein sehr freundliches, menschenbezogenes Wesen aus. Als Haus- und Familienkatze ist sie ideal geeignet. Zu ihrem Menschen entwickelt sie eine sehr enge Bindung. Sie folgt ihm in jedes Zimmer und weicht ihm, wenn möglich, nicht von der Seite. Schmusestunden gehören für sie zur besten Zeit des Tages. Natürlich möchte sie deshalb so wenig wie möglich alleingelassen werden.

Ausgeprägter Spieltrieb

Die Singapura ist kein faules Tier. Sie liebt es zu spielen und ist viel fitter und schneller als ihr zierlicher Körperbau vermuten lässt. Außerdem hat sie wache Sinne und exzellente Reflexe. Sie möchte ihre noch sehr lebendigen Triebe des Beutegreifers ausleben. Besonders gut eignen sich dafür Spielangeln oder Federstäbe. Trotz des gesunden Körpers und der wachen Sinne ist die kleinste Katze der Welt keine geborene Freigängerin. Sie geht gern mal raus in die freie Natur, besteht aber nicht darauf. Verglichen mit anderen Rassen ist der Drang bei ihr nicht sehr ausgeprägt.

Zu gesellig für die Einzelhaltung

Grundsätzlich gelten Katzen als Einzelgänger. Auf die Singapura trifft das überhaupt nicht zu. Ob Mensch oder Artgenosse – sie liebt es, in guter Gesellschaft zu sein. Allein fühlt sie sich nicht wohl. Gegenüber anderen Haustieren ist sie überraschend tolerant. Mit Hunden kann sie sich ebenfalls eng anfreunden. Wie bei allen anderen Katzenrassen ist auch bei der Singapura eine langsame Gewöhnung ratsam. Achten Sie als Halter außerdem darauf, dass ihre Spielgefährten nicht allzu wild mit ihr umgehen. Dafür ist sie einfach zu klein und zierlich.

Rassetypische Krankheitsbilder

Wie bei vielen neuen Kreuzungen besteht auch bei der Singapura die Gefahr von verstärkter Inzucht. Die Folge sind Immunschwächen, Anfälligkeit für Krankheiten und eine verringerte Lebensdauer. Die Rasse ist in Europa noch nicht stark verbreitet. Genaue Studien liegen deshalb nicht vor. 

Ist die kleinste Katze der Welt etwa zu klein?

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass die Singapura zu klein gezüchtet wird. Dieses Problem findet sich ebenfalls bei Teacup-Hunden. Bei dieser sogenannten „Verzwergung“ wird der Bewegungsapparat kleiner gezüchtet als die Natur vorgesehen hat. So kann es zu eingeschränkten Körperfunktionen kommen, Anfälligkeiten für Gelenkkrankheiten und ähnlichem. Bei Katzen, die mehr als zweieinhalb Kilogramm wiegen, sollte die Gefahr der „Verzwergung“ jedoch nicht gegeben sein. 

Rekordhalter der Minikatzen

Die derzeit kleinste lebende Katze ist überraschenderweise keine Singapura! Liliput hat nur eine Widerristhöhe von 13,34 Zentimetern und ist eine sogenannte Munchkin-Katze. Das Markenzeichen dieser sehr neuen Rasse sind die besonders kurzen Beine. In ihrer Statur erinnern die Minikatzen ein wenig an einen Dackel. Im Vergleich dazu ist die Singapura deutlich besser proportioniert.


Weitere Rekordhalter aus dem Katzenreich


Die kleinste Wildkatze der Welt lebt in Sri Lanka. Die Red Spotted Cat wiegt ausgewachsen nur 0,9 Kilogramm. 
Mini-Samtpfoten aus der Familie der Hauskatzen sind außerdem:

  • Munchkin-Katze 
  • Bombay-Katze
  • Ceylon-Katze

Unsere Empfehlung: Augen auf beim Minikatzenkauf!

Sie haben Ihr Herz an die niedliche Singapura verloren? Dann müssen Sie jetzt nur noch einen vertrauenswürdigen Züchter finden. Wer eine Singapura-Katze kaufen möchte, stellt schnell fest, dass das gar nicht so einfach ist. Aufgrund der Seltenheit der Rasse besteht immer die Gefahr, dass inzestuöse Kreuzungen verpaart werden. Idealerweise ist der Züchter Mitglied in anerkannten Zuchtvereinen wie Delicat e.V. oder Deutsche Edelkatze e.V. 

Statten Sie einem Züchter, den Sie als vertrauenswürdig einstufen, unbedingt einen Besuch ab. Schauen Sie sich genau um und lernen Sie auch das oder die Elterntier(e) kennen. Beide sollten nicht weniger als zweieinhalb Kilogramm wiegen. Die Katzenbabys sollten außerdem unbedingt mit direktem Anschluss an die Familie aufwachsen. Natürlich müssen Haus und Unterbringung für die Tiere sauber und gepflegt sein.

Der Züchter sollte Ihnen außerdem Einblick in den Stammbaum der Katzen gewähren. Kein Ahne darf hier zweimal vorkommen – sonst besteht Inzuchtgefahr. 
Wenn Sie auf diese Details achten, können Sie getrost Ihr Herz an eines der Kätzchen verschenken! Einer langen und glücklichen Freundschaft steht dann nichts mehr im Wege.  
 

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