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Katze markiert: Alles über Duftmarken und ihre Bedeutung

Eine Katze markiert an einer Hauswand

Markieren ist ein wichtiges Kommunikationsmittel der Katze

© Shutterstock

Dass Katzen ihre Duftnote durch Markieren setzen, ist ganz natürlich. Es ist nicht nur ein wichtiger Baustein der Kommunikation mit Artgenossen, sondern dient auch der Reviermarkierung. Wenn die Katze aber im Haus markiert, hört für viele Katzenbesitzer der Spaß auf. Wir erklären, was es mit dem Verhalten auf sich hat und was Sie tun können, wenn Ihre Katze zuhause markiert.

von Kristin Barling

Am 11.02.21, 17:55 veröffentlicht

Katze markiert: Was bedeutet das?

Als Markieren werden Duftmarken bezeichnet, die Katzen in ihrer Umgebung hinterlassen. Dazu nutzen die Stubentiger unterschiedliche Methoden: Kratzmarken, Duft- und Urinmarken.

Katzen verfügen über verschiedene Duftdrüsen, die beim Kratzen an Bäumen und Gegenständen sowie beim Reiben von Kopf und Körper einen typischen Geruch abgeben. Für Menschen ist dieser meist nicht wahrnehmbar, umso mehr jedoch für andere Katzen. Für den Menschen störend sind die Urinmarken, die vor allem von Katern hinterlassen werden.

Warum markieren Katzen?

Sowohl unkastrierte als auch kastrierte Katzen und Kater setzen ihre Duftnoten. Anders als häufig angenommen markieren Katzen nicht nur, um ihr Revier abzustecken, sondern aus vielen verschiedenen Gründen. Das Verhalten lässt Rückschlüsse auf die Gesundheit, Fortpflanzungsbereitschaft und das Wohlbefinden Ihres Haustieres zu.

Kommunikation mit Artgenossen

Jede Katze markiert mit einem eigenen Geruch, der von anderen Katzen wahrgenommen wird. Das macht Markierungen zu einem wichtigen Kommunikationsmittel.

In freier Wildbahn laufen sich Katzen seltener über den Weg, sodass sie sich durch ihren Duft Nachrichten an Bäumen, Steinen oder Pflanzen hinterlassen können. Sie signalisieren so zum Beispiel ihre Fortpflanzungsbereitschaft, was andere geschlechtsreife Tiere dazu bringen kann, der Duftnote zu folgen.

Katze markiert ihr Revier

Katzen teilen ihr Revier nur ungern mit fremden Artgenossen. Das machen sie deutlich, indem sie ihr Revier mit Duftmarken abstecken. Andere Tiere wissen dadurch, dass das Revier bereits besetzt ist. Auch in Haus und Wohnung markiert die Katze ihr Revier und kennzeichnet so etwa Futterstelle, Schlafplatz oder Katzentoilette als ihr Eigentum.

Wamiz-Ratgeber: Revierkämpfe bei Katzen

Katze markiert durch Stress

Stress, Angst oder Aufregung sind eine weitere Ursache für das Markieren von Katze und Kater, wobei Kater etwas häufiger zu Urinmarken neigen. Bei Veränderungen im Umfeld, sei es durch einen Umzug, neue Möbel, eine Futterumstellung oder durch fremde Besucher, kann es als Stressreaktion dazu kommen, dass die Katze markiert.

Ist eine markierende Katze unsauber?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze im Haus oder in der Wohnung markiert, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen. Als erstes sollten Sie prüfen, ob es sich wirklich um Urinmarken handelt und nicht um Unsauberkeit.

Anders als unsaubere Katzen setzen markierende Katzen ihre Duftmarken ganz gezielt.

Häufig geht das Markieren mit weiteren Verhaltensauffälligkeiten wie einem aufrechten, zitternden Schwanz, Miauen und vermehrtem Schnüffeln einher. Außerdem wird die Urinmarke meistens waagerecht, zum Beispiel gegen eine Wand oder Möbelstücke, gesetzt.

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Katze oder Kater markiert im Haus: Warum?

Finden Sie regelmäßig Urin Ihrer Katze oder Ihres Katers in der Wohnung, suchen Sie am besten den Tierarzt auf. So können gesundheitliche Ursachen wie Harnwegsentzündungen ausgeschlossen werden.

Ist das Haustier gesund, überlegen Sie, ob sich kürzlich Veränderungen ereignet haben, die Ihre Katze belasten könnten. Liegt das Markieren an Stress durch notwendige Veränderungen wie einen Umzug, gibt sich das Verhalten möglicherweise mit der Zeit von alleine.

Unterstützen Sie das Wohlbefinden Ihrer Katze, damit sie sich zu Hause wohl fühlt.

Wie kann man das Markieren der Katze verhindern?

Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Katze für das Markieren bestrafen. Mahnende Worte oder Verbote führen zu verstärkter Unsicherheit und können das Problem noch verstärken. Gehen Sie stattdessen behutsam mit Ihrem Haustier um und schenken Sie ihm genug Aufmerksamkeit.

Sorgen Sie für ausreichend Spiel- und Schmuseeinheiten und bieten Sie der Katze genug Rückzugsmöglichkeiten. Leidet Ihr Stubentiger häufig unter Stress, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und lassen Sie sich beraten, ob ein Duftzerstäuber mit Pheromonen für Ihr Haustier geeignet ist.

Die darin enthaltenen Duftstoffe können gestresste Katzen beruhigen und dem stressbedingten Markieren vorbeugen. Auch eine Bachblüten-Therapie kann helfen.