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Hausmittel zur Bekämpfung von Flöhen beim Hund

Hund kratzt sich wegen Flöhe advice
© Shutterstock

Wohl jeder Hundehalter steht irgendwann dem altbekannten Leiden gegenüber: Hundeflöhe! Den lästigen Parasiten ist aber keineswegs nur mit chemischen Keulen beizukommen. Auch pflanzliche Hausmittel wirken Wunder. Aber was hilft wirklich gegen Flöhe beim Hund?

von Philipp Hornung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Flöhe sind vor allem in der warmen Jahreszeit aktiv
  • Mit einem Flohkamm lässt sich Befall erkennen und eindämmen
  • Vollbäder in Kombination mit Sprühkuren sind sehr wirksam
  • Sprays aus ätherischen Ölen, Zitronensaft oder Essig sind zügig selbst hergestellt
  • Niemöl und Kokosöl haben ebenfalls eine abschreckende Wirkung auf Parasiten

Wie erkenne ich Flöhe beim Hund?

Die Tage werden wieder länger und langsam aber sicher steigen auch die Temperaturen. Das sind nicht nur sichere Vorboten für den Frühling, auch die Zecken- und Flohsaison ist nun offiziell eröffnet. Für Hundebesitzer bedeutet das erhöhte Aufmerksamkeit. Vermehrtes Kratzen, Hautrötungen und kleine schwarze Punkte im Fell sind ein sicheres Zeichen für Flöhe.

Beim ersten Verdacht des Flohbefalls ist nicht unbedingt gleich der Tierarzt gefragt. Sie können das Fell des Tieres mit den Händen untersuchen. Ziehen Sie hierfür die Haare auseinander, bis die Haut sichtbar ist. An den Wurzeln lassen sich die ungebetenen Gäste meist am besten aufspüren. Auch ein Flohkamm ist eine zuverlässige Möglichkeit, um Parasitenbefall festzustellen und dagegen anzukämpfen. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie den Flohbefall erkennen, umso schneller werden Sie die Parasiten auch wieder los.

Mit Flohkamm und Vollbad gegen kleine schwarze Punkte

Schnelle Hilfe gegen Flöhe bei Hunden verspricht auf jeden Fall der Flohkamm. Das kleine Werkzeug ist schnell zur Hand, preiswert und hilft zunächst einmal, die Lage zu sichten. Wie schlimm ist der Befall? Wie stark sind die Hautreizungen bereits? Der Flohkamm ist sehr fein gezahnt. Er entfernt große Teile der Parasiten, inklusive bereits gelegter Eier, aus dem Fell des Tieres. Kämmen Sie dabei in Wuchsrichtung des Fells. Im Anschluss ist der Kamm gründlich mit Seifenwasser abzuspülen.

Tinktur aus ätherischen Ölen

Wenn ein Hund von Flöhen befallen ist, stehen Vollbäder auf dem Programm. Das hilft, den Juckreiz und die Hautreizungen zu lindern. Nach dem Bad geben Sie ein paar Tropfen Eukalyptus-, Teebaum- und/oder Lavendelöl auf das Fell und massieren es ein.

Hausgemachte Parasitensprays

Eines der besten Mittel gegen Flöhe beim Hund sind DIY-Sprays gegen Parasiten. Dabei kommen ätherische Öle, Fruchtsäuren oder Essig zum Einsatz. Nach dem Anmischen sind die Sprays in eine Sprühflasche zu geben. Geben Sie sie mehrmals täglich auf das Fell des Hundes. Augen-, Ohren- und Schnauzenpartie sind auszusparen.

Lavendel und Zedernholzöl

Sanfte, aber wirksame Mittel gegen Hundeflöhe sind Lavendel und Zedernholzöl. Jeweils zwei bis drei Tropfen der ätherischen Öle sind mit 500 Millilitern Wasser zu vermengen.

Zitronensaft, Chilisamen und Speiseöl

Klingt nach den Grundzutaten für besonders exotische Gerichte – ist aber eines der besten Hausmittel gegen Hundeflöhe. Geben Sie die Zutaten hierfür zu folgenden Teilen in eine Sprühflasche:

  • drei Teile Zitronensaft
  • einen Teil Chilisamen
  • einen Teil Speiseöl

Wichtig: Schütteln Sie die Flasche vor jedem Benutzen gut durch!

Am besten entfaltet das Spray seine Wirkung nach dem Baden auf dem nassen Fell des Hundes.

Gekochter Zitronensaft

Sehr wirksam gegen Hundeflöhe ist Zitronensäure. Um ein geeignetes Hausmittel herzustellen, geben Sie eine klein gehackte Zitrone in einen halben Liter Wasser. Kochen Sie beides zusammen auf und lassen Sie die Mischung über Nacht im Kühlschrank stehen. Am nächsten Tag ist sie fertig für die Verwendung. Etwas sanfter und dennoch effektiv: Orangenschalen statt Zitronenstückchen.

Essig und Öl

Von Apfelessig bis Niemöl – die Hausmittel gegen Hundeflöhe sind vielfältig. Essig ist dabei vor allem für die Abwehr der Parasiten zuständig. Öle helfen der Haut beim Regenerieren nach den Reizungen durch die Flohbisse.

Die Wunderwaffe aller Gärtner: Niemöl

Niemöl gilt in der Parasitenbekämpfung als regelrechtes Wundermittel. Es handelt sich dabei um ein rein pflanzliches, ökologisches Öl aus den Samen des indischen Neembaumes. Gärtner verwenden es gegen jede Form von parasitärem Befall – ob gegen Raupen, Schnecken, Pilze oder Läuse. Auch bei Flöhen erfüllt es seinen Zweck. Für die Anwendung ist das Öl mit derselben Menge Wasser zu vermengen. Gut schütteln, damit die Bestandteile sich vermischen. Anschließend massieren Sie die Mischung in Fell und Haut des Hundes ein. Idealerweise nach dem Baden des Tieres anwenden.

Kokosöl gegen Flöhe bei Hunden

Gegen Zecken und Flöhe beim Hund ist Kokosöl eine effektive Wahl. Übrigens hilft Kokosöl auch Katzen. Warum? Zu den Inhaltsstoffen gehört eine mittelkettige Fettsäure namens Laurin. Mensch und Hund nehmen diese über die Sinnesorgane nicht wahr – Parasiten aber umso mehr! Flöhe und Zecken reagieren äußerst empfindlich auf den Geruch der Säure und suchen zügig das Weite. Da Kokosöl außerdem über eine antimikrobielle Wirkung verfügt, sterben außerdem auch die Eier der Parasiten ab.

Ist das Tier bereits befallen, reiben Sie sein Fell mindestens einmal täglich mit dem Öl ein. Es wirkt außerdem auch vorbeugend. Bei der präventiven Anwendung reicht es aus, das Fell mehrmals wöchentlich einzureiben.

Apfelessig gegen Flöhe

Mischen Sie Apfelessig mit den gleichen Teilen Wasser zusammen und geben Sie es in eine Sprühflasche. Das Mittel braucht keine Ziehzeit und ist sofort verwendbar. Achten Sie hierbei besonders darauf, die Augenpartien auszusparen.

Unsere Empfehlung: Mit DIY-Flohhalsbändern das Schlimmste verhindern

Flohhalsbänder sind wie Zeckenhalsbänder ein altbekanntes und bewährtes Mittel in der Parasitenprävention. Sie lassen sich auch wunderbar selbst basteln. Hierfür züchten Sie einfach ein wenig Minze in einem Topf. Hacken Sie Blätter und Zweige klein und wickeln Sie sie in ein Baumwollhalstuch. Das Tuch binden Sie ihrem Hund um den Hals. Das wirkt nicht nur, sondern sieht auch noch süß aus.