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Tödliche Gefahr für Katzen durch FIP

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© Shutterstock

Der Begriff FIP steht für Feline Infektiöse Peritonitis. Unter Peritonitis ist eine Bauchfellentzündung zu verstehen. Diese ist ein häufiges Symptom des Krankheitsbildes. Feline ist ein Begriff, der die Familie der Katzen bezeichnet.

von Tim Brinkhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • FIP ist eine bei Katzen auftretende, nicht heilbare Krankheit.

  • Es gibt die trockene, feuchte und gemischte Form der Infektion.

  • Die Wirksamkeit einer Impfung gegen FIP ist fragwürdig.

  • FIP ist bei infizierten Katzen schwer zu diagnostizieren.

Informationen zur FIP

Die Feline Infektiöse Peritonitis ist eine ansteckende Krankheit. Diese befällt einzig die Felidae (Familie der Katzen). FIP bei Katzen ist deshalb nicht ansteckend für Hunde und Menschen. Auslöser der Erkrankung ist das Coronavirus.

Die Formen der FIP

Die Krankheit gibt es in einer feuchten und trockenen Variante. Auch eine Mischform existiert.

Bei der feuchten Form vermehren sich die Viren im Blut dauerhaft. Der Grund dafür ist die schwache Reaktion des Immunsystems. Es kommt zu einer Entzündung der Blutgefäße. Beim Fortschreiten der Krankheit sterben Zellen und Gewebe ab. Infizierte Flüssigkeit tritt aus und verbreitet sich im Körper der Katze.

Die trockene Form zeichnet sich durch einen milden Verlauf aus. Dies liegt an einem stärker reagierenden Immunsystem. Bei erkrankten Katzen bilden sich entzündliche Knoten in den Organen aus. Im Vergleich zur feuchten Form kommt es bei den knotigen Veränderungen zu keinem Flüssigkeitsaustritt.

Eine Mischform kombiniert die Anzeichen der trockenen und feuchten Form.

Ist FIP bei Katzen ansteckend?

Eine direkte Ansteckung von Fellnase zu Fellnase ist unmöglich. Die Infektion erfolgt durch die Coronaviren. Diese Erreger befinden sich im Kot der befallenen Samtpfoten. Durch ein Schnüffeln an den Exkrementen befallener Tiere kann sich Ihr Tiger infizieren. Auch beim Verspeisen von Kot kann das Virus auf Katze übertragen werden.

Die höchste Infektionsrate mit FIP besteht beim Katzenbaby und der jüngeren Katze. Im Alter von fünf bis acht Wochen stecken sich viele Miezen an. Der Grund hierfür ist ein schlecht entwickeltes Immunsystem. Häufig mündet eine Ansteckung in einem mehrtägigen Durchfall. Dabei kann die Hauskatze chronisch erkranken. Bei einer solchen Infektion erscheint das Familienmitglied gesund, obwohl es Erreger ausscheidet.

Aufgrund bisher ungeklärter Umstände kann das Virus sich verändern. Dadurch kommt es zum Ausbruch von FIP bei der Katze, ohne direkte Ansteckung. Je mehr Viren Ihr vierbeiniger Freund ausgesetzt war, desto höher ist das Ausbruchsrisiko.

Besonders gefährdet ist Ihr Liebling in:

Zuchtstationen, da es dort viele Fellnasen gibt,

  • Tierheimen, denn in diesen treffen viele infizierte Tiere ein,

  • Vielkatzenhaushalten, da dort das Erkrankungsrisiko höher ist.

Eine FIP-Ansteckung ist bei einer Zweitkatze wahrscheinlicher, denn eine Katze mit dem Coronavirus überträge dieses schnell auf eine andere. Das Erkrankungsrisiko steigt mit der Menge an Vierbeinern im Haushalt.

FIP bei Katzen erkennen – das sind die Symptome

Die Anzeichen einer Infektion sind unspezifisch. Üblicherweise frisst Ihre Samtpfote weniger. Dadurch stellt sich in der Regel eine Gewichtsabnahme ein. Auch Fieber kann nach einer Ansteckung mit dem Virus auftreten. Die erhöhte Temperatur entsteht durch den gegen die Erkrankung kämpfenden Körper.

Bei FIP zeigt Ihre Katze weitere Symptome. Dazu zählen Organveränderungen. Häufig kommt es zu Entzündungen in Darm, Nieren, Leber, Bauchfell und Brustfell. Das FIP-Virus kann bei Katzen starke Schmerzen verursachen. Diese treten in den entzündeten Regionen des Körpers auf. Auch Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems gibt es häufig. In Abhängigkeit von den Anzeichen treten andere Erscheinungen auf. So kann es zum Beispiel zu epileptischen Anfällen kommen.

Diagnose der Felinen Infektiösen Peritonitis

Häufig ist die Feststellung der Erkrankung schwierig. Die Symptome einer mit FIP erkrankten Katze sollten ernst genommen werden. Die Diagnose erfolgt durch Gewebeproben.

Üblicherweise verzichtet der Tierarzt auf Proben der entzündeten Körperregionen. Denn die Durchführung des Tests ist eine zusätzliche Belastung für die Mieze.

Entdeckt der Veterinär entzündete Organe bei der Katze, kann dies ein Hinweis auf FIP sein. Bekräftigt wird die Diagnose bei einer vorliegenden Antibiotikaresistenz. Bei einer Antibiotikaresistenz spricht Ihr Familienmitglied nicht auf den Wirkstoff an.

Auch Laboruntersuchungen wirken bei einem Verdacht unterstützend. Bei einer Blutabnahme werden Leber- und Gallenwerte untersucht. Auch ein Test auf Blutarmut findet statt. Außerdem ist die Antikörpermenge im Blut Ihres Lieblings zu ermitteln. Antikörper sind Eiweiße, die meist nach einer Infektion Ihres Minitigers in hohen Mengen entstehen. Auch bei einer gesunden Katze treten Antikörper auf. Das macht die Diagnose kompliziert.

FIP bei Katzen – Verlauf und die Prognose

FIP beginnt mit der Aufnahme des Erregers durch Mund oder Nase. Anschließend siedelt sich das Virus im Dünndarm an. Danach dringt es in die Zellen des Darms ein. Folglich treten die ersten Symptome auf. Dieser Vorgang kann Tage bis Monate dauern.

Manchmal gelingt es den Fellnasen, den Erreger zu bekämpfen. In diesem Fall beträgt die FIP Krankheitsdauer Monate bis Jahre. In der Regel sterben infizierte Samtpfoten kurz nach dem Beginn der Symptome. Bei FIP der Katze beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung ein bis zwölf Wochen. Selten kann das Haustier auch Jahre mit der Erkrankung leben. FIP endet fast immer tödlich.

FIP Katze und ihre Behandlung

Mithilfe von Medikamenten sind die Symptome der Infektionskrankheit einzudämmen. Eine vollständige Heilung wird durch Arznei bislang nicht erzielt.

Aktuell bestehen folgende Behandlungsoptionen für Fellnasen:

  • Cortison: beugt Entzündungen vor und reduziert die Stärke dieser.

  • Antivirale Medikamente: sind Arzneimittel gegen das Virus, welche FIP stoppen können.

  • Fiebersenker: senken den Leidensdruck des Stubentigers.

  • Antibiotika: sind Mittel gegen Bakterien, die sich aufgrund der Infektionen im Tier entwickelt haben.

FIP vorbeugen: So machen Sie es richtig

Gegen FIP bei Katzen gibt es eine Impfung. Diese wirkt jedoch nicht zu 100 Prozent. Die Spritze kann nur bei Tieren helfen, die sich noch nicht angesteckt haben. Studien zufolge liegt die Wirksamkeit der Impfung zwischen 0 und 80 Prozent. Ab der 16. Lebenswoche ist ein Spritzen möglich. Ihre Mieze ist zweimal innerhalb von sechs Wochen zu impfen. Danach ist der Schutz aktiv.

Um einer Infektion mit dem Virus vorzubeugen, empfehlen sich die folgenden Maßnahmen:

Aktion

Details

FIP-Test

Tiere, die negativ auf FIP getestet wurden, können vergesellschaftet werden.

Näpfe reinigen

Die Wasser- und Futternäpfe sind täglich zu säubern.

Katzenklo säubern

Die Toilette ist mehrmals täglich zu reinigen. Es ist zu empfehlen, mehrere Kotbehälter aufzustellen.

Lebensraum eingrenzen

Freigänger infizieren sich häufiger als Hauskatzen. Möchten Sie das Risiko senken, dass Ihre Tiger an FIP erkranken, halten Sie diese zu Hause.

Anzahl der Haustiere reduzieren

Wenige Stubentiger reduzieren das Risiko einer Ansteckung.

Lebt ein infizierter Vierbeiner in Ihrem Haushalt? Dann ist es sinnvoll, diesen von anderen Miezen zu trennen. Haben Sie sich von Ihrer Samtpfote trennen müssen, empfiehlt es sich, die Wohnung zu desinfizieren. Nach der Reise über die Regenbogenbrücke ist eine Wartezeit von drei Monaten angebracht. Innerhalb dieser Zeit bleiben keine Rest-FIP-Viren zurück. Eine Ansteckung von Kitten ist deshalb ausgeschlossen.

Unsere Empfehlung: Gründliche Reinigung von Kotbehältern und Näpfen senkt das Erkrankungsrisiko. Regelmäßige FIP-Tests geben Ihnen Sicherheit, einen gesunden Vierbeiner zu haben.

Um das Risiko einer FIP Infektion zu senken, beachten Sie Folgendes:

Die Verwendung derselben Näpfe ist sinnvoll.

  • Ein mindestens tägliches Reinigen aller Katzenutensilien ist angebracht.

  • Es ist empfehlenswert, maximal vier Stubentiger in einer Gruppe zu halten.

  • FIP Impfungen können helfen, Ihren Vierbeiner vor einer Infektion zu bewahren.

  • Bevorzugen Sie die Haltung Ihres Begleiters im Haus.

  • Die betroffene Katze sollte von gesunden Tieren getrennt werden

  • Stress ist für die Hauskatze zu vermeiden.