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Fibrosarkom Katze

Fibrosarkom bei Katzen

© Sata Production/Shutterstock

Fibrosarkom Katze: Alles zu der zweithäufigsten Krebsart

von Leonie Brinkmann

Am veröffentlicht

Das Fibrosarkom ist ein bösartiger Tumor bei Katzen, der aggressiv wächst. Erfahre hier mehr über Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung.

Das Fibrosarkom bei Katzen ist eine problematische Erkrankung, die sowohl Tierärzte als auch Katzenliebhaber beschäftigt. Dieser bösartige Tumor tritt häufig als harter Knoten unter der Haut auf und kann erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. 

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser ernsthaften Krankheit.

Was ist ein Fibrosarkom bei Katzen?

Ein Fibrosarkom ist ein mesenchymaler Tumor, der von den Bindegewebszellen ausgeht. Diese aggressiven Tumore können an verschiedenen Stellen im Körper auftreten, sind jedoch am häufigsten in der subkutanen Schicht zu finden. Besonders besorgniserregend ist das sogenannte Injektionsstellen-assoziierte Sarkom, das speziell durch Impfungen ausgelöst werden kann.

Bösartige Tumore wie das Fibrosarkom sind bekannt für ihre Fähigkeit, schnell zu wachsen und in umliegendes Gewebe einzudringen. Die Entfernung solcher Tumore stellt eine chirurgische Herausforderung dar, da oft nicht alle Krebszellen erfasst werden können, was ein Wiederauftreten begünstigt. Es ist wichtig, diese Tumorart so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln.

Fibrosarkom Katze
Felines Fibrosarkom / Julia Cherk/Shutterstock

Katze hat Fibrosarkom: Ursachen

Fibrosarkome sind die zweithäufigste Hautkrebsform bei Katzen. Eine der Hauptursachen für diese Tumore ist ihr Zusammenhang mit Impfungen, wobei speziell vakzine-assoziierte Fibrosarkome als große Sorge gelten. Diese Tumore entwickeln sich an den Stellen, an denen Impfstoffe injiziert wurden.

Interessanterweise gibt es auch genetische Faktoren, die zur Entstehung von aggressiven Tumoren beitragen können. Bei einigen Katzenrassen scheinen Fibrosarkome häufiger aufzutreten, was nahelegt, dass gewisse genetische Dispositionen eine Rolle spielen könnten. Auch Umweltfaktoren wie Chemikalien oder Strahlung könnten möglicherweise die Entstehung dieser Tumore fördern.

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Besonders betroffene Rassen

Obwohl jede Katze potenziell betroffen sein kann, haben Studien gezeigt, dass bestimmte Rassen anfälliger für Fibrosarkome sind. Dazu gehören Perserkatzen und ähnliche Langhaarrassen. Neben der genetischen Veranlagung spielt auch das Alter eine Rolle, da ältere Katzen öfter betroffen sind.

Die Überwachung von Verletzungs- oder Injektionsstellen bei diesen gefährdeten Gruppen ist besonders wichtig. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt können dabei helfen, Tumore frühzeitig zu entdecken und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome und Diagnose vom Fibrosarkom bei Katzen

Zu den gängigsten Symptomen von Fibrosarkomen zählen tastbare Knötchen oder Lipome unter der Haut, Schwellungen und manchmal sogar Geschwüre auf der Hautoberfläche. Betroffene Katzen können Schmerzen zeigen, wenn die Tumore in schmerzempfindliche Bereiche eindringen oder Druck auf innere Organe ausüben.

Der Verdacht auf Fibrosarkome erfordert eine umfassende tierärztliche Untersuchung. Initiale Tests können Feinadelaspirationen sein, gefolgt von Biopsien, um die Art des Tumors genau zu bestimmen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen helfen dabei, das Ausmaß des Tumors festzustellen und Metastasen ausschließen zu können.

Katze mit Fibrosarkom behandeln

Die Behandlung von Fibrosarkomen konzentriert sich überwiegend auf die chirurgische Entfernung des Tumors. Da diese bösartigen Tumore dazu neigen, stark mit dem umliegenden Gewebe verwachsen zu sein, bedarf es oft einer umfangreichen Operation. Zusätzlich zur Chirurgie können Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt werden, um verbliebene Krebszellen zu zerstören.

Innovative Ansätze beinhalten die Verwendung von immuntherapeutischen Methoden, die darauf abzielen, das Immunsystem der Katze zu stärken und gezielt gegen die Krebszellen vorzugehen. Diese Behandlungen sind jedoch noch Gegenstand intensiver Forschung und nicht überall verfügbar.

Fibrosarkom bei Katzen: Vorsorge und Risikominimierung

Trotz ihrer Verbindung zu Impfungen bleiben diese essenziell für den Schutz vor Infektionskrankheiten. Um das Risiko eines Injektionsstellen-assoziierten Sarkoms zu minimieren, wird empfohlen, Impfinjektionen immer an der gleichen Stelle zu verabreichen, um etwaige Veränderungen leichter überwachen zu können. Zudem könnte es sinnvoll sein, mit dem Tierarzt alternative Impfprotokolle zu besprechen.

Als Teil der Prävention sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen in den Praxisalltag integriert werden. Dies ermöglicht eine rechtzeitige Erkennung kleinster Tumore, bevor sie signifikant wachsen und schwieriger zu behandeln sind. Die Meldung ungewöhnlicher Veränderungen oder Schwellungen sofort an den Veterinär ist ebenfalls entscheidend.

Katze hat Fibrosarkom: Lebenserwartung

Die Prognose bei Fibrosarkomen hängt stark vom Zeitpunkt der Diagnose und dem Erfolg der initialen Behandlung ab. Früh identifizierte und entfernte Tumore bieten eine bessere Prognose, während größere oder metastasierende Tumore die langfristigen Aussichten drastisch verringern können.

Katzen mit erfolgreich behandelten Fibrosarkomen können dennoch ein gutes Leben führen. Wichtig ist, die betroffenen Tiere nach der Therapie regelmäßig zu überwachen, um mögliche Rückfälle frühzeitig zu bemerken. Anpassungen in Ernährung und Bewegung können zusätzlich die allgemeine Lebensqualität steigern.

Leben mit einem Fibrosarkom

Katzenhalter müssen für den emotionalen und physischen Support ihrer Tiere bereit sein, von der Diagnose bis zur Erholungsphase. Dies bedeutet, geduldig zu sein und möglicherweise zukünftige Tierarztbesuche und Eingriffe einzuplanen.

Neben der medizinischen Versorgung helfen viel Zuwendung und Aufmerksamkeit, Stress für Ihre Katze zu reduzieren. Eine ruhige Umgebung und Stabilität im Alltag fördern die Heilung und steigern das Wohlbefinden. Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Tierarztteam gewährleistet die bestmögliche Betreuung Ihrer geliebten Katze.

Fibrosarkom bei Katzen im Endstadium: Symptome und Unterstützung

Wenn ein Fibrosarkom im Endstadium ist, treten oft folgende Anzeichen auf:

  • Starkes Tumorwachstum mit offenen, entzündeten oder infizierten Wunden
  • Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, besonders bei Tumoren an Gelenken oder Muskeln
  • Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit durch geschwächten Körperzustand
  • Schwäche und Müdigkeit, die Katze zieht sich zurück und schläft viel
  • Schwierigkeiten beim Atmen, falls der Tumor innere Organe beeinträchtigt

Im Endstadium konzentriert sich die Behandlung auf palliative Pflege, um Schmerzen und Beschwerden zu lindern:

  • Schmerztherapie mit Medikamenten vom Tierarzt
  • Wundpflege, um Infektionen oder Blutungen zu vermeiden
  • Angepasste Ernährung, um das Wohlbefinden zu fördern
  • Ruhige Umgebung, um Stress zu minimieren

Katze mit Fibrosarkom einschläfern

Wenn die Katze unter starken Schmerzen leidet, nicht mehr frisst oder kaum noch Lebensqualität hat, kann eine Euthanasie eine sanfte Erlösung sein. 

Ein Tierarzt kann dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Das Wichtigste ist, der Katze in ihren letzten Tagen Liebe, Ruhe und Geborgenheit zu schenken. 

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