Angst bei Haustieren: Umfrage & Test

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Darf man Hunde küssen?

Hund küsst Frau

Wie gefährlich sind Hundeküsse?

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Wir lieben unsere vierbeinigen Freunde, die Hunde, und wollen es ihnen auf allen erdenklichen Wegen zeigen. Doch darf man seinen Hund küssen oder ist es gefährlich?

von Leonie Brinkmann

am aktualisiert

Hunde sind die besten Freunde des Menschen und wie Studien zeigen in Zeiten von Corona sogar auch unsere Therapeuten.

Kein Wunder also, dass wir unseren Fellfreunden zeigen wollen, wie sehr wir sie schätzen und lieben. Viele tun das, indem sie mit ihrem Hund kuscheln oder ihm Küsschen geben.

 

Ein US-amerikanischer Hersteller für Bio-Hundefutter hat sogar herausgefunden, dass 52 % der befragten Hundehalter ihre Vierbeiner häufiger küssen als ihre Partner.

Dennoch ist das Küssen von Haustieren beziehungsweise Hunden sehr umstritten, denn Hundeküsse können durchaus gefährlich und zum Teil sogar lebensbedrohlich sein.

Wie gefährlich sind Hundeküsse?

Angeführt von ihrem ausgeprägten Geruchssinn laufen unsere Vierbeiner mit der Nase voran durch die Welt und beschnüffeln beim Gassigehen mit großer Freude die Ausscheidungen ihrer Artgenossen aber auch an deren Intimbereich.

Darum schnuppern Hunde so gerne am Intimbereich

Lassen wir uns anschließend von unserem Hund das Gesicht abschlecken, können dabei jede Menge Bakterien und Keime übertragen werden.

Welche Krankheiten übertragen Hundeküsse?

Vor allem das sogenannte Pasteurella multocida-Bakterium birgt dabei größere Gefahren für den Menschen, wenn es sich in unseren Atemwegsschleimhäuten festsetzt. Zu den Folgen gehören Blutvergiftungen, Knochen- und Lungenentzündungen sowie Hirnhautentzündungen.

Auch der Erreger Helicobacter pylori, welcher häufig bei Magengeschwüren diagnostiziert wird, kann bei Hundeküssen übertragen werden, wie die veterinärmedizinische Universität München warnt.

Zoonosen: Diese Krankheiten übertragen Hunde auf Menschen

Hinzu kommt die Übertragung bekannter Parasiten wie Flöhe, Milben, Zecken aber auch Würmer.

Hunde stärken das Immunsystem

Doch der körperliche Kontakt zu Tieren hat auch durchaus positive Auswirkungen auf den Menschen.

So haben Studien des britischen Pet Health Council gezeigt, dass der Kontakt zu Haustieren das Allergierisiko mindert:

„Das Kuscheln und Schmusen mit den felligen Freunden trainiert das Immunsystem von Kindern und beugt einer Allergie gegen Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare im Erwachsenenalter vor.“

Auch eine Studie der Universität München fand heraus, dass Kinder, die viel Kontakt mit Tieren haben, seltener allergische Atemwegserkrankungen bekommen.

Wichtig ist, dass die Vierbeiner gepflegt und gesund sind, wenn man mit ihnen kuschelt. Vermeiden sollte man in jedem Fall, mit unbekannten Hunden oder Straßenhunden zu kuscheln.

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