wamiz-v3_1

Werbung

Schmerzmittel für Hunde: Dem Hund niemals Aspirin geben!

Hund bekommt Aspirin advice © Shutterstock

Wenn der Hund unter Schmerzen leidet, leidet der Tierbesitzer mit und tut alles dafür, dass es dem vierbeinigen Mitbewohner schnell wieder besser geht. Doch nicht alles, was beim Menschen gegen Schmerzen hilft, ist auch für Hunde gut. Das betrifft vor allem Medikamente wie Aspirin, denn eine falsche Anwendung kann dem Tier schwere Schäden zufügen. Hier erfahren Sie, wie Aspirin bei Hunden wirkt, warum das Medikament so gefährlich ist und was Sie bei der Behandlung Ihres kranken Tieres beachten müssen.

von Kristin Barling

Kann man einem Hund Aspirin geben?

  • Pfoten weg: Aspirin ist als Schmerzmittel für Hunde nicht geeignet, da die enthaltene Salicylsäure Schleimhäute und Organe schädigt
  • Schon kleine Mengen Aspirin sind für Hunde giftig und können im schlimmsten Fall zum Tod führen
  • Geben Sie Ihrem Hund niemals Medikamente, die für Menschen bestimmt sind. Leidet Ihr Hund unter Schmerzen, suchen Sie Rat bei Ihrem Tierarzt

So sehr setzt Aspirin Hunden zu

Der Wirkstoff von Aspirin ist Acetylsalicylsäure. Salicylsäure ist dafür bekannt, eine schleimhautschädigende Wirkung zu haben. Bei Hunden kann das Schmerzmittel daher zu schweren Organschäden führen. Insbesondere Magen-Darm-Blutungen können die Folge einer Behandlung des Hundes mit Aspirin sein. Bereits kleinere Mengen Aspirin können zum Tod des Hundes führen. Als tödlich gilt eine dreimal täglich verabreichte Dosis von nur 50mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Das bedeutet, dass bei einem 10 kg schweren Hund bereits eine einzige Tablette Aspirin tödlich sein kann.

Symptome einer Vergiftung durch Aspirin beim Hund

Bei einer Vergiftung durch Aspirin treten die Nebenwirkungen häufig erst bis zu sechs Stunden nach der Einnahme des Schmerzmittels auf. Zu den Symptomen einer Vergiftung des Hundes durch Aspirin zählt in erster Linie Erbrechen, zum Teil auch blutiges Erbrechen. Zu den weiteren Symptomen gehören Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall und Fieber bis hin zu Atemnot. Treten Vergiftungssymptome bei Ihrem Hund auf, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf. Unbehandelt kann die Vergiftung durch Aspirin – je nach verabreichter Dosis – zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod des Tieres kommen. Gleiches gilt bei einer Vergiftung mit Paracetamol.

Niemals menschliche Medikamente für Hunde verwenden

Um eine Vergiftung und Überdosierung zu vermeiden, geben Sie Ihrem Hund unter keinen Umständen Arzneimittel, die für die Anwendung bei Menschen bestimmt sind.

Wenn Sie denken, dass Ihr Hund unter Schmerzen leidet, suchen Sie einen Tierarzt auf. Der Tierarzt kann Ihren Hund gründlich untersuchen und einschätzen, ob ein Behandlungsbedarf besteht und ob die Gabe von Schmerzmitteln ratsam ist. Befolgen Sie unbedingt die von Ihrem Tierarzt empfohlene Dosis und beenden Sie die Anwendung sofort, wenn Nebenwirkungen auftreten.

Sorgen Sie immer dafür, dass alle Medikamente in Ihrem Haushalt für den Hund unzugänglich aufbewahrt werden. Frisst der Hund unbemerkt Aspirin, werden die Symptome womöglich nicht sofort erkannt und es kann zu schlimmen Folgen kommen.