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Karelischer Bärenhund

Andere Namen: Karjalankarhukoira

Karelischer Bärenhund
Erwachsener Karelischer Bärenhund © Shutterstock
Karelischer Bärenhund
Karelischer Bärenhund Welpe © Shutterstock
Welpe

Der Karelische Bärenhund ist ein Spitz, der früher in nordischen Ländern wie Finnland (seinem Heimatland), Schweden oder Norwegen für die Jagd auf Elche und Bären verwendet wurde.

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Wichtige Informationen

  • Lebenserwartung : Zwischen 11 und 13 Jahren
  • Charakter : Jagdfreudig
  • Größe : Mittelgroß
  • Felltyp : Lang

FCI-Gruppe

FCI-Gruppe

Gruppe 5 - Spitze und Hunde vom Urtyp

Sektion

Sektion 2 : Nordische Jagdhunde

Aussehen des Karelischen Bärenhundes

Größe

Weibchen Zwischen 49 und 55 cm
Männchen Zwischen 54 und 60 cm

Gewicht

Weibchen Zwischen 17 und 20 kg
Männchen Zwischen 25 und 28 kg

Fellfarbe

Schwarz (matt oder mit bräunlichem Glanz) mit weißen Abzeichen.

Felltyp

Mittellang, glatt und gerade, mit weicher, dichter Unterwolle.

Augenfarbe

Braun.

Beschreibung des Aussehens

Der Karelische Bärenhund ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund, der etwas länger als hoch ist. Er hat ein dichtes Fell und einen lebendigen Blick. Die Ohren sind aufrecht und gerade, mittelgroß und an der Spitze abgerundet. Die Augen sind eher klein. Der Kopf ist kegelförmig, mit einer nur leicht gewölbten Stirn, einem allmählich gegen den Schädel zu gewölbtem, leichten Stop, nur schwach entwickelten Augenbrauenbogen und einem geraden Nasenrücken. Der Körper ist kräftig, der Brustkorb tief, die Gliedmaßen gerade. Die Rute ist mittellang und wird in der Regel bogenförmig über dem Rücken getragen. Ihre Spitze berührt eine der Flanken oder den Rücken.

Charakter

Anhänglich

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In seiner Familie zeigt er sich sehr sanft, aber dieser Hund hat nur eine echte Bezugsperson.

Verspielt

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Er spielt gern Spiele, bei denen all seine Sinne stimuliert werden.

Ruhig

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Es handelt sich hier ursprünglich um einen Arbeitshund, der sich zu Hause nur dann ruhig verhalten kann, wenn seine Bedürfnisse zuvor erfüllt worden sind.

Intelligent

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Er ist ein sehr guter Gehilfe bei der Arbeit und sehr leistungsstark, denn er setzt bei der Jagd alle seine Sinne ein.

Jagdfreudig

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In seinem Heimatland wurde er für die Jagd auf Bären verwendet, wie sein Name schon vermuten lässt. Außerdem wurde er auch bei der Jagd auf Elche eingesetzt. Sein Geruchssinn ist überaus gut entwickelt, wie auch sein Sehvermögen, welches im Unterschied zu dem vieler anderer Hunde ausgezeichnet ist.

Scheu

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Er wird niemals aggressiv, kann sich aber gegenüber Menschen, die er noch nicht kennt, sehr reserviert und argwöhnisch verhalten.

Unabhängig

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Es handelt sich um einen sehr unabhängigen Hund, der aber schon regelmäßigen Kontakt zu seinen Besitzern braucht, um sich voll entfalten zu können.

Verhalten des Karelischen Bärenhundes

Kann alleine bleiben

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Er kann alleine bleiben, sofern sein Bedürfnis nach Bewegung zuvor befriedigt worden ist. Die Momente des Alleinseins bieten ihm die Möglichkeit, seine Aufgabe als Wachhund zu erfüllen.

Gehorsam

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Wie alle nordischen Hunde ist auch dieser nicht allzu folgsam und dementsprechend nicht leicht zu erziehen. Dieser unabhängige und dickköpfige Hund reagiert in der Regel nur auf Kommandos von einer einzigen Person und ist nur kooperationsbereit, wenn ihm die Befehle sinnvoll erscheinen und sie ihm auf strenge, aber respektvolle Art erteilt werden.

Seine Besitzer müssen bereits Erfahrung mit Hunden haben und dürfen niemals Gewalt anwenden.

Bellen

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Der Karjalankarhukoira, wie er in seinem Ursprungsland genannt wird, signalisiert durch sein Bellen die Anwesenheit eines Wildtiers oder eines Eindringlings.

Ausreißer

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Sein ausgeprägter Jagdinstinkt führt dazu, dass er leicht Spuren verfolgt, wenn seine Umgebung nicht gesichert ist. Allerdings ermöglicht es ihm seine ausgezeichnete Orientierung, problemlos wieder den Weg nach Hause zu finden.

Zerstörerisch

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Ein Mangel an Aktivität kann bei diesem Hund zu zerstörerischen Verhaltensweisen führen.

Gierig

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Da seine Erziehung nicht so einfach ist, sind Leckerchen immer ein gutes Mittel, um diesen Hund zur Zusammenarbeit zu bewegen.

Wachhund

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Er setzt all seine Sinne ein, um schon weit im Voraus auf die Ankunft einer fremden Person aufmerksam zu machen. Es handelt sich um einen guten Wachhund, der sich nur sehr schwer „austricksen” lässt. Er ist so loyal und hat einen so ausgeprägten Beschützerinstinkt, dass er sein Leben lassen würde, um das seiner Besitzer zu retten.

Ersthund

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Wie alle nordischen Hunde ist auch dieser einer, den man sich nicht nur wegen seiner Schönheit anschaffen darf. Man muss sich im Voraus gut über seinen Charakter und die Herausforderungen, die das Leben mit einem intelligenten und unabhängigen Hund mit sich bringt, informieren.

Lebensstil

Karelischer Bärenhund in der Wohnung

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Dieser Hund ist nicht für ein Leben in einer Wohnung geschaffen. Er kann drinnen leben (in einem Haus auf dem Garten), braucht aber viel Platz (einen großen Garten und tägliche, lange Spaziergänge).

Sportlich

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Er sprüht nur so vor Energie und braucht sportliche Aktivitäten, die ihn sowohl physisch, als auch mental und olfaktiv stimulieren. Diesen muss man so regelmäßig wie möglich mit ihm nachgehen, um sein physisches und psychisches Gleichgewicht zu erhalten.

Seine Besitzer müssen sportlich sein und genug Zeit für ihn haben.

Reisen

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Seine Größe ermöglicht es ihm, seine Besitzer überallhin zu begleiten - sei es mit dem Auto, dem Zug oder im Flugzeug -, aber dies erfordert im Voraus eine umfassende Erziehung und Sozialisierung, damit dieser nordische Hund sich an die Veränderung seiner Umgebung gewöhnen kann.

Geselligkeit

Verträgt sich mit Katzen

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Aufgrund seines sehr starken Jagdinstinkts kann er nicht mit einer Katze zusammen leben.

Verträgt sich mit Hunden

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Sein starkes Temperament führt dazu, dass er sich Artgenossen gegenüber manchmal intolerant verhält. Das gilt vor allem für andere Hunde, die er noch nicht kennt und die seine gewohnte Umgebung betreten.

Geeignet für Kinder

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Der Karjalankarhukoira ist relativ sanft zu Kindern, aber diese müssen unbedingt Rücksicht auf ihn und seinen unabhängigen Charakter nehmen.

Geeignet für Senioren

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Der Karelische Bärenhund passt nicht zu Menschen mit einer sehr ruhigen Lebensweise.

Preis eines Karelischen Bärenhundes

Der Preis eines Karelischen Bärenhundes variiert je nach seiner Herkunft, seinem Alter und seinem Geschlecht. Die geringe Verbreitung dieser Rasse in Deutschland macht es unmöglich, verlässliche Aussagen über den Durchschnittspreis eines Karelischer Bärenhund-Welpen mit Zuchtbucheintrag zu treffen.

Als durchschnittliches Budget muss man ca. 40 €/Monat einplanen, um den Bedürfnissen eines Hundes in dieser Größe gerecht zu werden.

Pflege und Haltung des Karelischen Bärenhundes

Die Pflege dieses Hundes ist unkompliziert. Es reicht aus, ihn regelmäßig zu bürsten, um ausgefallene Haare zu entfernen und sein Fell gesund zu halten.

Haarausfall

Der Haarausfall ist moderat.

Ernährung des Karelischen Bärenhundes

Für diesen Hund vom Urtyp wird zu einer traditionellen Ernährung auf der Grundlage von rohem Fleisch, Gemüse und kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln geraten.

Gesundheit des Karelischen Bärenhundes

Lebenserwartung

12 Jahre.

Robust

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Es handelt sich um einen sehr robusten Hund, der nur selten krank wird.

Hitzeverträglich

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Er ist ziemlich widerstandsfähig, aber aufgrund seiner Herkunft nicht an hohe Temperaturen gewöhnt.

Kälteverträglich

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Sein doppeltes Haarkleid bietet ihm ausgezeichneten Schutz vor Kälte und Nässe. Er kann problemlos draußen leben.

Neigt zu Übergewicht

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Dieser Hund neigt nicht zu Übergewicht.
 

Häufige Krankheiten

Für diese Rasse sind keinerlei spezifische Erkrankungen bekannt.

Gut zu wissen

Heute wird dieser Hund nur noch als Begleit- und Ausstellungshund gehalten.

Geschichte

Es handelt sich um eine sehr alte Hunderasse, die in der Karelen-Provinz und am Ladoga-See an der Grenze zwischen Russland und Finnland vorkam. Ab 1935 wurde sie dann mit dem Ziel weitergezüchtet, reinrassige Hund zu erschaffen. Der finnische Kennel Club erkannte sie in der Folge als eigenständige Rasse an und gab ihr den Namen, den sie noch heute trägt. Die Wahl wurde aufgrund von politischen Verpflichtungen getroffen, denn Karelien war damals zwischen Finnland und Russland aufgeteilt und die Rinnen wollten die finnischen Wurzeln dieses Hundes nicht zu sehr betonen. Später erkannte auch Russland die Rasse an, entschied sich aber dann dazu, nur noch tatsächlich russischstämmige Hunderassen anzuerkennen. Letzten Endes erkannte Russland den Laika als eigenständige Rasse an, welcher dem Karelischen Bärenhund exakt entspricht.

Namen

Für eine Hündin werden gern Namen wie Laika, Kira, Athena oder Diana verwendet. Namen wie Benji, Paco, Oskar oder Jacky stehen Rüden dieser Rasse sehr gut.

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