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Tibet Terrier

Andere Namen : Tsang Apso, Dhoki Apso, Tibetan Terrier

Tibet Terrier
Erwachsener Tibet Terrier © Shutterstock
Tibet Terrier
Tibet Terrier Welpe © Shutterstock
Baby Tibet Terrier

Trotz seines Namens ist der Tibet Terrier kein Terrier. Anfangs wurde er als Herden- und Wachhund eingesetzt, bevor er zu dem Begleithund wurde, wie wir ihn heute kennen. In Tibet gilt er als heilig und ist viel lebhafter als seine Artgenossen derselben Gruppe. Er ist fröhlich, folgsam und sehr schlau, deshalb fügt er sich mit Freude und Begeisterung perfekt ins Familienleben ein.

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Wichtige Informationen

  • Lebenserwartung : zwischen 12 und 14 Jahren
  • Charakter : Anhänglich, Verspielt
  • Größe : mittelgroß
  • Felltyp : Lang
  • Preis eines Tibet Terrier : zwischen 1100 € und 1500 €

FCI-Gruppe

FCI-Gruppe

Gruppe 9 - Gesellschafts und Begleithunde

Sektion

Sektion 5 : Tibetanische Hunderassen

Aussehen des Tibet Terriers

Größe Tibet Terrier

Weibchen Zwischen 35 und 40 cm
Männchen Zwischen 36 und 41 cm

Gewicht

Weibchen zwischen 8 und 13 kg
Männchen zwischen 8 und 13 kg

Fellfarbe

Alle Farben sind anerkannt (weiß, gold, grau, schwarz, etc.) außer schokoladen- und leberbraun. Es gibt zwei- oder dreifarbige Exemplare.

Felltyp

Das Fell ist lang.

Der Tibet Terrier hat ein doppeltes Fell: Das Deckhaar ist üppig, fein ohne seidig oder wollig zu sein, es kann glatt oder gewellt, aber nie lockig sein; die Unterwolle ist fein und wollig.

Augenfarbe

Die Augen sind dunkelbraun gefärbt.

Beschreibung des Aussehens

Der Tibet Terrier ist etwas kleiner als ein mittelgroßer Hund und mit üppigem Fell bedeckt. Der Kopf ist zwar nicht massiv, doch aber robust mit einer kurzen Schnauze und einem gut entwickelten Unterkiefer. Die Augen sind groß und rund. Die Ohren sind v-förmig, hängend und mit Fransen ausgestattet. Der Rumpf ist kompakt und kraftvoll. Die Gliedmaßen sind gerade und muskulös. Der Schwanz ist mittellang und wird fröhlich am Rücken getragen.

Charakter

Anhänglich

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Dieser Hund bewundert sein Herrchen bedingungslos und zeigt seine Liebe im Alltag. Er ist sehr fröhlich und verspielt und lässt seine Umgebung daran auch teilhaben.

Verspielt

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Der Tibet Terrier ist sehr verspielt und agil. Er schätzt es, mit den Mitgliedern seiner Familie zu spielen, vor allem mit Kindern.

Ruhe

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Der Tsang Apso, wie er auch genannt wird, ruht sich gerne aus, wenn seine täglichen Bedürfnisse erfüllt sind und sein Besitzer zu Hause ist. Wenn nicht, dann ist er ein sehr aktiver und unruhiger Hund, der ständig Aufmerksamkeit will.

Klugheit

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Dieser kleine Begleithund ist besonders schlau, er lässt sich nicht blind führen und muss die Kommandos auch selbst verstehen, bevor er sie ausführt. Er ist lebhaft und muss einheitlich erzogen werden, sonst gewinnt er dank seiner Intelligenz leicht die Oberhand.

jagdfreudig

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Sein Name lässt zwar anderes vermuten, doch dieser Hund ist kein Terrier, weshalb sein Jagdinstinkt auch nicht so stark ausgeprägt ist wie bei einem Terrier. Es kann vorkommen, dass er kleine Tiere jagt - wie die meisten Hunde - aber meist lässt er schnell davon ab.

Vorsicht

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Auch wenn der Tibet Terrier nicht aggressiv ist, so ist er doch scheu und misstrauisch gegenüber Fremden. Wenn er jedoch einmal Vertrauen gefasst hat, dann heißt er Gäste herzlich willkommen.

Unabhängigkeit

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Wie viele Begleithunde ist der Tibet Terrier keine Ausnahme: Er ist vollkommen abhängig von seinem Besitzer.

Verhalten des Tibet Terriers

Verträgt Alleinsein

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Der Tibet Terrier steht seinem Besitzer sehr nahe und hält es allein nicht sehr gut aus. Er kann mit dessen Abwesenheit nur schlecht umgehen und wird traurig (und zerstörerisch), wenn seine Familie lange und oft weg ist.

Gehorsam

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Er ist von Natur aus friedlich und obwohl er kein Terrier ist, bleibt er stur und anspruchsvoll, wenn es darum geht, dass Kommandos einheitlich sind.

Um es klar auszudrücken: Er muss zuerst den Sinn des Kommandos verstehen, bevor er es ausführt. Deshalb muss die Erziehung einerseits streng, aber dennoch sanft sein. Schon früh muss der Tibet Terrier erzogen werden, damit er keine schlechten Gewohnheiten annimmt.

Positive Methoden wie Belohnung werden im Gegensatz zu Bestrafung oder Unterwerfung empfohlen.

gesprächig

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Er ist ein ausgezeichneter Wachhund, der aber nur in Maßen bellt, vor allem dann, wenn er gut erzogen ist.

Ausreißer

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Er hängt sehr an seiner sozialen Gruppe und entfernt sich nur selten von ihr. Sollte er tatsächlich einmal einer interessanten Spur folgen, kommt er schnell wieder zu seiner Gruppe zurück.

Zerstörungssinn

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Der Tibet Terrier fühlt sich allein gar nicht wohl und kann trotz seiner Größe ein wahrer Wirbelsturm im Haus sein. Dabei will er sich einfach nur die Zeit vertreiben und zeigen, wie schlecht es ihm geht.

Fressgier

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Er ist kein Vielfraß, doch er liebt seinen Futternapf und kleine Leckereien zwischendurch oder als Belohnung im Training.

Wachhund

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Früher wurde dieser Hund vor allem als Wachhund eingesetzt, denn als heiliger Hund wirkte er abschreckend. Das hat den robusten, kleinen Hund abgehärtet und er ist bis heute ein guter Wachhund, wenn er auch meist nur als Begleithund eingesetzt wird.

Ersthund

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Der Tsang Apso ist auch für Anfänger geeignet. Jedoch sollte sein Besitzer Autorität ausstrahlen, um sein eigensinniges Naturell zu bändigen, aber niemals brüsk sein, damit das Zusammenleben funktioniert.

Der Tibet Terrier ist nicht einfach nur ein Begleithund, der den ganzen Tag am Sofa liegt, deshalb muss man sich zuerst mit seinen Charaktereigenschaften vertraut machen, bevor man sich für ihn entscheidet.

Lebensstil

Tibet Terrier in der Wohnung

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Dieser kleine Hund ist robust, er liebt Spaziergänge in der Natur und ist dank seiner Herkunft raues Klima gewöhnt. Er schätzt daher das Landleben in einem Haus mit Garten.

Er kann sich jedoch auch an das Stadtleben gewöhnen, wo er meist angetroffen wird.

Das Leben in der Wohnung ist kein Problem für den Hund, aber er sollte nicht allzu lange allein drinnen eingesperrt werden. Sonst kann er aus Frust, Langeweile oder Angst auf so manche Dummheit kommen.

sportlich

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Dieser Hund ist sportlich, ausdauernd und aktiv - jedoch im Rahmen. Er ist mit zwei oder drei Spaziergängen am Tag zufrieden, auch wenn sie ihn körperlich nicht sonderlich fordern.

Er muss vor allem geistig gefordert werden, damit er sein volles Potential ausleben kann.

Reisen

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Im Gegensatz zu vielen anderen Hunden der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), kann dieser aufgrund seiner Größe nicht einfach in eine Transporttasche gesteckt werden. Doch dank seines fröhlichen und herzlichen Naturells wird er überall gut akzeptiert und kann problemlos transportiert werden.

Geselligkeit

Verträglichkeit mit Katzen

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Er kann mit Katzen zusammenleben, doch es empfiehlt sich, ihn schon ab der Geburt daran zu gewöhnen.

Verträglichkeit mit Hunden

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Er ist sehr sozial, aber kein Raufbold. Deshalb verlaufen Treffen mit anderen Hunden normalerweise gut, wenn er schon als Welpe sozialisiert wird.

Verträglichkeit mit Kindern

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Der Tibet Terrier ist fröhlich, fügsam, lebhaft, sehr schlau und überhaupt nicht aggressiv - deshalb perfekt für Kinder geeignet.

Doch Vorsicht, dass Kinder ihn nicht als Puppe sehen und sein langes, glattes Fell frisieren.

Tibet Terrier und ältere Menschen

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Auch für ältere Menschen ist er ein guter Gefährte, denn auch in einem städtischen Park kann er sein Bedürfnis nach Bewegung befriedigen. Achtung aber bei Personen mit eingeschränkter Mobilität - ihr Lebensstil eignet sich nicht für den Tibet Terrier!

Preis eines Tibet Terriers

Der Preis des Tibet Terriers variiert je nach Herkunft, Alter und Geschlecht. Durchschnittlich ist mit 1.100 € für einen Hund mit Stammbaum zu rechnen. Höhere Zuchtlinien können bis zu 1.500 € kosten.

Das monatliche Budget für einen Hund dieser Größe beträgt ungefähr 20 €.

Pflege des Tibet Terriers

Das lange und üppige Fell braucht regelmäßige Pflege und verlangt nach viel Geduld, um alle Knötchen zu entfernen und die Schönheit und Schutzfunktion des Fells zu erhalten.

Die Hängeohren müssen ebenfalls regelmäßig untersucht und gereinigt werden.

Haarausfall

Im Gegensatz zu verwandten Hunden wechselt der Tibet Terrier sein Fell nur einmal jährlich. In dieser Zeit muss er täglich gebürstet werden. Während des restlichen Jahres ist sein Haarausfall moderat.

Ernährung des Tibet Terriers

Dieser Hund ist robust und bevorzugt herkömmliche Nahrung auf Basis von Fleisch, Gemüse und stärkehaltigen Lebensmitteln. Die Menge ist je nach Aktivitätslevel zu variieren und je nach Exemplar unterschiedlich.

Hausgemachte Hundenahrung ist nicht für jeden eine Option, deshalb kann auch hochwertiges Trockenfutter als Ersatz verwendet werden.

Eine einzige Mahlzeit pro Tag genügt für einen Hund dieser Größe, am besten abends, um die Verdauung zu fördern.

Gesundheit des Tibet Terriers

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung wird auf 13 Jahre geschätzt.

Robustheit

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Der Tibet Terrier ist extrem robust und kann problemlos mit Witterung umgehen.

Hitzeverträglichkeit

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Er ist von Hitze nicht besonders getroffen, doch er soll bei großer Hitze auf intensive Bewegung verzichten und im Sommer eher ruhige Spaziergänge früh am Morgen machen.

Kälteverträglichkeit

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Sein doppeltes Fell aus dicker Unterwolle schützt ihn im Allgemeinen vor Kälte und Witterung.

Neigung zu Übergewicht

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Dieser kleine Hund ist sehr energiegeladen und deshalb auch selten zu dick. Durch eine ausgewogene Ernährung kann er sein Gewicht halten. Körperliche Aktivität ist für ihn wichtig, obwohl er zur Gruppe der Begleithunde gehört.

Häufige Krankheiten

Gut zu wissen

In Tibet galt dieser Hund als heilig und wird immer noch „Heiliger Hund von Tibet“ genannt.

Geschichte

Seinen Ursprung findet dieser Hund in Tibet, daher kommt auch sein Name. Doch in Großbritannien wurde diese Hunderasse weiterentwickelt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts importiert Dr. Agnes Greig die ersten Exemplare nach Europa. Anschließend wird die Rasse im Jahr 1957 vom FCI anerkannt.

Namen

Good names for a Tibetan Terrier: Angel, Jazz, Nani, Thunder