Samstagmittag (31. Januar 2026) in Hamburg: Auf der Reesendammbrücke am Jungfernstieg pfeift ein eisiger Wind. Passanten eilen in dicken Jacken vorbei, wollen ins Warme. Doch eine Gruppe bewegt sich nicht.
Mitten unter ihnen steht ein Mann, den man hier nicht vermuten würde. Der bekannte Designer Guido Maria Kretschmer friert, aber er lässt sich von dem ungemütlichen Wetter nicht beirren. Denn was ihn hierhertreibt, wiegt schwerer als die Kälte.
„Hölle auf Erden“
Normalerweise gehören Modenschauen und rote Teppiche zum Alltag von Guido Maria Kretschmer. Doch an diesem Tag hat der Promi es sich nicht nehmen lassen, zur Resendammbrücke zu kommen.
Denn hier findet an diesem Tag ein Protestmarsch gegen ein leises, aber brutales Verbrechen statt. Guido, sein Ehemann Frank und die prominente PR-Expertin Alexandra von Rehlingen sind Teil des „3. Hamburger Galgomarsches“. Sie sind hier, um sich für die spanischen Wind- und Jagdhunde einzusetzen.
Der Tag der Galgos
Um an das Leid der spanischen Wind- und Jagdhunde zu erinnern, wurde 2026 wieder in mehreren deutschen Städten ein Galgomarsch veranstaltet, zum dritten Mal bereits. Zu den Städten gehört auch Hamburg, die Heimatstadt von Guido Maria Kretschmer, der auch bekennender Galgo-Fan ist.
Der Hintergrund dieser Demonstration ist blutig: Galgos und Podencos werden als Prestigeobjekte bei Wettrennen präsentiert oder zur Jagd benutzt. Hier werden sie systematisch ausgebeutet und – sobald sie „nutzlos“ sind – aussortiert.
Der 31. Januar ist das traditionelle Ende der spanischen Jagdsaison und deshalb allzu oft ein Schicksalstag für viele Galgos und Podencos.
Guido Maria Kretschmer: Ein Herz für Galgos
An Guidos Seite trippelt an diesem Tag Mila – eine kleine, gerettete Hündin und das jüngste Mitglied seines Galgo-Rudels. Mila hatte Glück. Tausende ihrer Artgenossen in Spanien nicht.
In einem viralen Facebook-Post, den der Designer am Tag nach der Demo ins Netz stellt, findet er drastische Worte für das, was diesen Tieren widerfährt: „Diese wunderbaren Hunde erleben häufig die Hölle auf Erden.“
Die Methoden der Täter sind grausam, das Leid der Tiere ist immens. Dagegen setzt der Designer nun seine Prominenz ein.
Ein virales Beben
Der stille Protestzug durch die Hamburger Innenstadt blieb nicht ungehört. Guidos emotionaler Bericht über die „systematische Ausbeutung“ löste im Netz eine Welle der Solidarität aus.
Innerhalb weniger Stunden likten knapp 15.000 Menschen seinen Beitrag, Hunderte teilten die Botschaft. „Endlich bekommen diese wunderbaren Hunde eine Stimme“, schreibt ein Fan.
Guido, Frank, Ivy, Pierrine und die kleine Mila haben es vorgemacht: Gegen Grausamkeit hilft nur Sichtbarkeit. Auch wenn man dafür frieren muss.