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Martin Rütter und Tierheimhund Elvis
© Martin Rütter: Die Unvermittelbaren / RTL+

Tickende Zeitbombe: Martin Rütter spricht im TV eine schockierende Warnung aus

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Fünf Jahre lang wollte ihn niemand, nun bekommt „Elvis" bei „Die Unvermittelbaren" eine echte Chance. Doch Martin Rütter greift ein und warnt drastisch.

Es gibt Hunde, die tragen eine dunkle Vergangenheit mit sich herum, die man ihnen auf den ersten Blick nicht ansieht. Der elfjährige Mischling Elvis ist so ein Fall. Fünf lange Jahre saß er im Tierheim Lüdinghausen fest – ein halbes Jahrzehnt hinter Gittern, weil niemand das Risiko eingehen wollte.

Denn hinter der hübschen Fassade des Rüden verbirgt sich eine gebrochene Seele, die jederzeit zuschlagen kann. Nun will ein Paar das Unmögliche wagen, doch Deutschlands bekanntester Hundetrainer schlägt Alarm.

Missbraucht, entsorgt und brandgefährlich

Elvis' Geschichte beginnt in Spanien. Dort wurde er als Jagdhund auf Höfen gehalten, an Jäger ausgeliehen, benutzt und schließlich eiskalt wie Müll entsorgt. Diese skrupellose Behandlung hat tiefe, unsichtbare Narben hinterlassen.

In Deutschland zeigte sich das ganze Ausmaß seines Traumas: Elvis leidet nicht nur an schweren gesundheitlichen Baustellen wie Herzproblemen und Allergien, er hat auch einen extrem gefährlichen Trigger.

Wenn es um sein Futter geht, kennt er keine Gnade. Bereits zweimal hat er Menschen gebissen, die ihm etwas wegnehmen wollten. Er galt in den Akten des Tierheims offiziell als „unvermittelbar“. Insofern genau der richtige Kandidat für die gleichnamige Sendung von TV-Hundeprofi Martin Rütter.

Eine riskante Entscheidung?

Trotz dieser erschreckenden Vorgeschichte meldeten sich Kerstin und Antonello aus Rüsselsheim. Nach dem Tod ihres blinden und tauben Hundes Cooper, den sie 16 Jahre lang aufopferungsvoll pflegten, war die Wohnung für Kerstin einfach zu still.

Als sie einen Aufruf für Elvis auf Instagram sah, war sie sofort schockverliebt. Das Paar wollte dem scheuen Rüden das Zuhause geben, das ihm so lange verwehrt blieb.

Martin Rütters drastische Warnung

Doch beim Kennenlernen im Tierheim ist die Anspannung förmlich greifbar. Hundeexperte Martin Rütter und Trainer Marcel Wunderlich begleiten das erste Aufeinandertreffen – und sie scannen jede noch so kleine Bewegung der tickenden Zeitbombe auf vier Pfoten.

Rütter macht aus seiner Skepsis keinen Hehl: „Elvis ist nicht entspannt. Der beobachtet das alles sehr genau.“ Wer einen solchen Hund aufnimmt, muss die Umwelt permanent scannen und vorausschauend handeln, sonst droht eine Eskalation.

Pflegerin Laura und Trainer Marcel sprechen schließlich eine schonungslose Warnung aus. Wenn man Elvis draußen etwas aus dem Maul nehmen würde, würde er ohne Zögern zubeißen.

Die drastische Maßnahme für den Einzug in Rüsselsheim: Elvis muss in der ersten Zeit sogar drinnen im Haus einen Maulkorb tragen! Martin Rütter hofft inständig, dass das verliebte Paar diese Gefahr ernst nimmt: „Das wird sicherlich viel Arbeit, ich hoffe, die Euphorie bleibt.“

Ein Abschied unter Tränen

Doch die düstere Prognose wird von einem Moment purer Magie durchbrochen. Entgegen aller Skepsis beschnuppert der unberechenbare Elvis Kerstin und Antonello neugierig und lässt sich kurz darauf sogar streicheln on ihnen. Bei Kerstin fließen sofort die Tränen: „Da sind Schmetterlinge im Bauch. Es ist sogar besser, als ich es mir vorgestellt habe.“

Als der Tag des endgültigen Auszugs gekommen ist, entlädt sich die jahrelange Anspannung. Pflegerin Laura, die Elvis ein halbes Jahrzehnt lang beschützt hat, fällt der Abschied unendlich schwer. „Du benimmst dich, ne?“, flüstert sie, während sie den Rüden ein letztes Mal fest an sich drückt, die Augen voller Tränen. Selbst der abgeklärte Martin Rütter leidet merklich mit.

Es ist der Beginn eines hochriskanten Wagnisses – aber auch der ultimative Beweis, dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf. Auch nicht nach fünf Jahren. Man darf insofern auf die nächsten Folgen von „Die Unvermittelbaren“ gespannt sein.

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