Diese Nachricht erschütterte Millionen: Am 28. November 2025 starb die Schauspielerin Ingrid van Bergen im Alter von 94 Jahren. Ihr Leben war wie ein Rausch, sie spielte an der Seite von Weltstars, erschoss betrunken ihren Geliebten und krönte sich mit 77 Jahren zur RTL-Dschungelkönigin.
Doch als Ingrid van Bergen jetzt erblindet starb, zählten für sie längst keine Quoten mehr. Ihr Herz schlug nur noch für die einzigen Wesen, die sie nie verrieten: ihre Tiere. Mit Ihrem Tod verliert der Tierschutz eine seiner leidenschaftlichsten Fürsprecherinnen.
Ingrid van Bergen: Ein großes Herz für Tiere
Fernab der roten Teppiche und Skandale fand die Schauspielerin schließlich ihren Frieden in der Lüneburger Heide. In Eyendorf, in einem Haus direkt am Waldrand, lebte sie zuletzt zurückgezogen.
Es war eine bewusste Entscheidung. „Als ich 2001 zurück nach Deutschland zog, entschied ich mich mit Absicht für dieses große Grundstück“, verriet sie einst. „So haben die Tiere und ich viel Platz und Ruhe und stören niemanden.“
Ein Herz für Möpse und „Sorgenkinder“
Für van Bergen waren Tiere nie bloße Accessoires. Sie waren Partner auf Augenhöhe. Besonders die Möpse hatten es der Schauspielerin angetan. Ihre häusliche Gemeinschaft glich einer gut organisierten Großfamilie: Da waren die Mopsrüden Rocky und Hoppeditz, die zusammen mit den Katzen Puschelinchen, Seppi und Pauli den Alltag der Schauspielerin bestimmten.
Wie bedingungslos ihre Tierliebe war, bewies sie eindrucksvoll kurz vor ihrem 90. Geburtstag. Im hohen Alter öffnete sie ihr Herz noch einmal für ein echtes „Sorgenkind“: Durch die Vermittlung ihrer Freundin Uschi Ackermann (Witwe von Feinkost-König Gerd Käfer) adoptierte sie die kranke, bereits 13-jährige Mops-Dame Lilly aus dem Münchner Tierheim.
Dem Hundemagazin „Bully's“ berichtete sie damals stolz, wie gut sich die Senioren-Hündin erholt hatte. Es war typisch für van Bergen: Wo andere wegsahen oder „zu alt“ sagten, sah sie ein Lebewesen, das Liebe brauchte. „Ich kann mir ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen“, betonte sie immer wieder.
Von Ostpreußen bis Mallorca: Ein Leben für die Tiere
Diese Haltung war keine Altersmilde, sondern der rote Faden ihrer Biografie. „Ich hatte schon in Ostpreußen immer Tiere um mich“, erinnerte sie sich in einem Interview an ihre Kindheit zurück. Egal wohin das turbulente Leben sie spülte, die Tiere waren ihre Konstante. Als sie auf Mallorca lebte, wurde ihre Finca zum Zufluchtsort für über 100 verstoßene Kreaturen – eine private Arche Noah für die, die niemand mehr wollte.
Ihre Tierliebe speiste sich auch aus einer gewissen Skepsis gegenüber der eigenen Spezies. Sie formulierte es einmal mit ihrer bekannten Trockenheit: „Es ist einfacher, Tiere zu lieben als Menschen. Sie sind nie heimtückisch.“
Kämpferin bis zum Schluss
Ingrid van Bergen war aber nicht nur Pflegerin, sondern auch Kämpferin. Als Mitglied der „Partei Mensch Umwelt Tierschutz“ und lautstarke Gegnerin von Tierversuchen nutzte sie ihre Prominenz bis zum Schluss, um Missstände anzuprangern.
Ingrid van Bergen mag als Schauspiel-Legende und Skandal-Diva in die Geschichte eingehen, doch in Erinnerung bleiben wird sie vor allem als eine Frau mit einem riesigen Herzen. Nun hat sie ihre letzte Reise angetreten – und sicherlich wird sie dort bereits erwartet: von all den treuen Tier-Seelen, denen sie im Laufe ihres Lebens ein Zuhause geschenkt hatte...