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Hatschi! Warum nur niest die Katze hin und wieder?

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© Shutterstock

Wenn der Stubentiger niest, besteht nicht immer Grund zur Sorge. Dass Ihre Katze oft niest und röchelt, kann eine harmlose oder ernste Ursache haben. Die Behandlung hängt von dem Auslöser der Niesanfälle ab.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Manchmal löst bereits ein akuter Reiz in der Nase das “Hatschi” aus.

  • Wenn die Katze oft niest, ist sie möglicherweise erkältet.

  • Würgt und niest die Katze, steckt unter Umständen eine ernstzunehmende Erkrankung wie der Katzenschnupfen dahinter.

  • Sie können Ihren Liebling gegen den Katzenschnupfen impfen lassen.

Oftmals harmlose Ursachen für das Niesen

Staub oder künstliche Gerüche

Katzen haben empfindliche Nasen. Oft sorgt bereits ein akut auftretender Reiz dafür, dass Ihre Fellnase unter Niesanfällen leidet. Dies kann unter Umständen mit dem trockenen Raumklima zusammenhängen. Anders als Menschen besitzen die Katzen rund 60 Millionen Riechzellen. Sie können deshalb drei Mal so gut riechen und nehmen feinste Gerüchte wahr. Aus diesem Grund reagieren die Samtpfoten auf bestimmte Gerüche im Haushalt sehr empfindlich. Staubkörner, künstliche Parfüms oder intensiv duftende Blumen kommen als Ursache infrage. Diese Auslöser können Sie mit einfachen Maßnahmen selbst behandeln.

  • Ein Luftbefeuchter gestaltet das Raumklima für Ihren Schmusekater angenehmer, sodass er weniger niest.

  • Regelmäßiges Staubsaugen reduziert den im Haus aufkommenden Schmutz und Staub.

  • Beim Reinigen der Wohnung ist auf stark duftende Reiniger zu verzichten.

  • Wenn Sie die Katzentoilette regelmäßig reinigen, verströmt diese keinen unangenehmen Geruch.

  • Es ist nicht notwendig, für die Katzentoilette duftende Deos oder Katzenstreu einzusetzen.

  • Oftmals reagieren die Samtpfoten empfindlich auf duftende Weichspüler.

Wichtig: Sie sollten es mit der Gründlichkeit nicht übertreiben. Für junge Katzen ist es wichtig, möglichst viele neue Gerüche kennenzulernen. Je mehr Gerüche die Katze wahrnimmt und im Gedächtnis „speichert“, umso seltener niest sie aufgrund der täglichen Umwelteinflüsse.

Erkältung

Ein Freigänger streunt gern auch an kühlen Tagen umher. Manchmal passiert es, dass sich die Katze dabei eine Erkältung einfängt und vermehrt niest. Wichtig sind dann sofortige Maßnahmen. Ihr Kätzchen sollte sich an einem warmen Ort erholen und ausruhen. Bei einer akuten Entzündung der Schleimhäute können Sie Ihrer Mieze mit Globuli helfen. Diese ein Millimeter kleinen Kügelchen aus der klassischen Homöopathie helfen, sobald die Katze niest. Achten Sie in den kommenden Tagen zusätzlich auf das allgemeine Wohlbefinden Ihrer Katze. Halten die Symptome trotz der homöopathischen Behandlung über einen längeren Zeitraum an, ist eine ärztliche Untersuchung des Vierbeiners notwendig.

Allergien

Wenn Ihre Katze komisch niest, hängt dies möglicherweise mit einer Allergie zusammen. Solch eine Allergie tritt auf, wenn Ihr Liebling das Futter nicht verträgt. Seltener niest die Katze aufgrund von Pollen oder Flohspeichel. Es ist ratsam, die Samtpfote zunächst für einige Zeit zu beobachten und ihr Verhalten zu hinterfragen. Niest sie nur in einer bestimmten Jahreszeit? Niest und erbricht die Katze häufig, nachdem sie ein bestimmtes Futter gefressen hat? Niest die Mieze, nachdem sie draußen herum gestreunt ist? Falls Sie sich unsicher sind, welche Stoffe die Katze verträgt oder nicht, können Sie beim Tierarzt einen Allergietest machen.

Katze niest und tränende Augen: Wann Sie zum Arzt sollten

Katzenschnupfen

Nicht immer steckt eine harmlose Ursache hinter den häufigen Niesanfällen der Katze. Wenn die Katze ständig beim Putzen niest und gerötete Schleimhäute hat, sollen Sie an einen Katzenschnupfen denken. Dieser ist von einem „gewöhnlichen“ Katzenschnupfen zu unterscheiden. Eine harmlose Erkältung klingt nach wenigen Tagen ab. Der Katzenschnupfen hingegen kann für Ihren Liebling lebensbedrohlich sein. Diese Erkrankung wird durch Viren und Bakterien ausgelöst und überträgt sich von Katze zu Katze. Junge und ungeimpfte Katzen sind besonders gefährdet, an Katzenschnupfen zu erkranken. Die ersten Symptome des Katzenschnupfens treten etwa zwei bis fünf Tage nach der Infektion auf:

  • Die Mieze leidet unter einer stetig laufenden Nase.

  • Die Katze niest oft und über einen langen Zeitraum hinweg.

  • Der Stubentiger frisst nichts mehr und schläft viel.

  • Es treten Atemnot und Schluckbeschwerden auf.

  • Die Augen der Katze sind entzündet, gerötet oder verklebt.

Wichtig: Ein unbehandelter Katzenschnupfen verläuft chronisch. Im schlimmsten Fall – wenn sich die oberen Atemwege infizieren – kann Ihre Katze daran sterben. Bei allen ungewöhnlichen Symptomen sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen. Dies ist insbesondere dann anzuraten, wenn die Katze Blut niest und röchelt. Dann können Sie davon ausgehen, dass es sich um einen verschleppten Katzenschnupfen handelt.

Die Katze niest Blut – Symptom für einen medizinischen Notfall

Ein Besuch beim Tierarzt ist zwingend notwendig, wenn die Katze Blut niest. Oftmals handelt es sich dabei um eine Folgeerscheinung nach einem Unfall. Niest Ihre Katze nach einem Sturz, können Sie zunächst auf homöopathische Mittel setzen. Ist die Blutung dadurch nicht zu stoppen, müssen Sie den Tierarzt aufsuchen. Dieser verabreicht der Katze bei Nasenbluten Traumeel-Tabletten oder Phosphor.

Kehlkopfentzündung

Entzündete obere Atemwege gehen oftmals mit einem entzündeten Kehlkopf einher. Leidet Ihr Vierbeiner unter entzündeten Stimmbändern, so niest die Katze komisch. Es kann zudem passieren, dass die Katze niest und würgt. Der drückende Kehlkopf löst starke Schmerzen aus, infolge derer die Katze erbricht oder hustet. Auch in diesem Fall ist zu einem Tierarztbesuch zu raten. Der Mediziner hat verschiedene Möglichkeiten, um die entzündeten Atemwege zu behandeln. Er kann beispielsweise das homöopathische Mittel Spongia einsetzen. Spongia hilft bei akut auftretenden Atemwegsinfektionen und Bronchitis. Um den Auswurf der niesenden Katze zu behandeln, setzt der Arzt außerdem Sonnentau, Phosphor oder Ipecacuanh ein.

Unsere Empfehlung: Sobald Ihre Katze niest, beobachten Sie diese genau

Es ist ratsam, das Tier genau zu beobachten. Sofern keine weiteren Symptome auszumachen sind, können Sie das Niesen der Katze eigenständig behandeln. Unterstützen Sie den Heilungsprozess mit einem warmen Platz in der Wohnung oder im Haus. Achten Sie darauf, dass Ihre erkältete Katze ausreichend Flüssigkeit aufnimmt. Sobald die Katze allerdings niest und würgt oder das Niesen mit einem Auswurf einhergeht, sollten Sie zum Tierarzt gehen. Einen ernstzunehmenden Katzenschnupfen oder andere Infektionskrankheiten sollten Sie keinesfalls auf eigene Faust behandeln. In diesem Fall helfen lediglich die homöopathischen Mittel und Antibiotika, welche der Tierarzt verschreibt. Empfohlene Präparate aus der Humanmedizin wie Paracetamol sind für Katzen giftig und somit tabu.