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Katze entwurmen mit Hausmitteln

Weiße Katze sitzt auf Schoß

Katzen ohne Chemie entwurmen

© masary78 / Shutterstock

Muss es bei der Entwurmung immer die „Chemiekeule“ sein? Das fragen sich viele Katzenhalter. Wir verraten, ob auch bekannte Hausmittel gegen Würmer helfen.

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Beim Thema Wurmkur scheiden sich die Geister der Katzenhalter. Viele haben kein gutes Bauchgefühl bei dem Gedanken, ihrem Liebling regelmäßig chemische Mittel zu verabreichen. Sie befürchten dadurch gesundheitliche Probleme, etwa eine weitreichende Schädigung der Darmflora. Außerdem widerstrebt es vielen, Wurmkuren gewissermaßen „auf Verdacht“ zu verabreichen. Ohne dass tatsächlich ein Parasitenbefall nachgewiesen worden ist.

Insofern werden immer wieder Fragen laut, ob es nicht möglich ist, die Katze selber zu entwurmen – möglichst ohne Chemie. Eine natürliche Fütterung bei Wurmbefall ist zunehmend im Trend. Aber funktioniert das auch? Wir erklären, ob die hochgelobten Hausmittel gegen Würmer wirklich Sinn machen.

Braucht wirklich jede Katze eine Wurmkur?

Spulwurm, Hakenwurm, Peitschenwurm, Bandwurm und noch viele mehr – die Liste der Endoparasiten ist lang. Und die Eier lauern nahezu überall. So kann es passieren, dass eine Katze ein verwurmtes Beutetier frisst. Welpen können sich im Leib der Mutter oder über die Muttermilch anstecken. Hauskatzen nehmen Endoparasiten sogar dann auf, wenn ihre Menschen diese z.B. an ihren Schuhen mit nach Hause bringen. Ein hoher Wurmbefall kann nicht nur der Katze enorm schaden (und sogar tödlich enden!), sondern auch ihrem menschlichen Umfeld. Denn die Menschen nehmen mit etwas Pech ebenfalls schnell mal ausgeschiedene Wurmeier auf.

Wie oft sollte man seine Katze entwurmen?

Die Faustregel bei der Katzenentwurmung lautet: mindestens alle drei Monate, also vier Mal im Jahr entwurmen. Allerdings spielt bei den konkreten Empfehlungen auch die Haltungsweise der Katze eine große Rolle. 

  • Freigänger: idealerweise monatlich entwurmen
  • Hauskatze: alle sechs Monate (Ausnahme: Lebt die Hauskatze bei einer Familie mit Kindern, sollte sie am besten ebenfalls monatlich entwurmt werden.)

Natürliche Fütterung bei Wurmbefall

Insofern ist eine Wurmkur eigentlich ein Muss. Aber unglückliche Weise hat eine chemische Entwurmung nicht nur positive Effekte. Sie belastet ebenfalls den Organismus der Katze und die Darmschleimhaut muss sich im Anschluss erst einmal wieder regenerieren. Alternativ versuchen immer mehr Katzenhalter sich an der Natur zu orientieren. Eine möglichst natürliche Fütterung bei Wurmbefall liegt hoch im Kurs. Der Hintergedanke dabei ist, dass Katzen sich in der freien Natur bei Darmproblemen selber passende Pflanzen mit einem positiven Effekt suchen würden.

Ziel der natürlichen Fütterung bei Wurmbefall ist nicht in erster Linie das Abtöten der Parasiten, sondern vielmehr, das Darmmilieu möglichst so aufzubauen, dass es widerstandsfähig ist, Würmer besser und einfacher ausscheiden kann. Darüber hinaus soll so auch Vorsorge betrieben werden, denn eine natürliche Fütterung bei Wurmbefall stellt zudem sicher – so die Befürworter, dass sich Endoparasiten im Darm ansiedeln können. Der Darm wird mithilfe natürlicher Mittel schlicht unattraktiv für Würmer gemacht. Ganz ohne Nebenwirkungen.

Wurmbefall natürlich vorbeugen

Bei einer natürlichen Fütterung bei Wurmbefall wird insofern größter Wert auf eine Unterstützung der Darmflora der Katze gelegt. Die Fütterung sollte daher artgerecht und ausgewogen gestaltet sein, da hierdurch eine Ansiedlung von Parasiten erschwert wird. Des Weiteren sollte der Halter auf eine stressfreie Umgebung seiner Samtpfote achten und diese regelmäßig beschäftigen und für Bewegung sorgen. Je wohler sich das Tier fühlt, desto besser funktioniert sein Immunsystem – so der Grundgedanke. Werden dem Futter jetzt noch entsprechende Kräuter und Stoffe beigefügt, kann man die Katze bei Bedarf selber entwurmen.

Katze selber entwurmen – ohne Chemie

Im Handel sind zahlreiche pflanzliche Mittel erhältlich, mit denen man seine Katze selber entwurmen kann. Meist sind die Mischpräparate, in denen mehr als ein Wirkstoff enthalten ist. Außerdem sind diese pflanzlichen Wurmmittel oftmals recht teuer. Alternativ können Katzenhalter auch diverse Hausmittel ausprobieren, damit ihre Samtpfote Würmer loswird. Diese lassen sich in der Regel einfach unter das Nassfutter mischen und die meisten Katzen fressen sie auch ziemlich problemlos. Als Halter sollte man sich vorab aber gut informieren, welche Dosierung die richtige ist,

Welches sind nun aber die wirkungsvollsten Hausmittel gegen Würmer bei Katzen? Die folgenden gelten als die besten Unterstützungen im Rahmen einer natürlichen Fütterung:

Hausmittel Nummer 1: Kokosöl oder Kokosflocken

Die absolute Nummer Eins bei den Hausmitteln zur Entwurmung ist kaltgepresstes Kokosöl. Täglich eine Teelöffelspitze davon unter das Futter gemischt, soll die Würmer nicht nur abschrecken, sondern auch das Darmmilieu so verändern, dass sich die Würmer hier nicht mehr ansiedeln können. Der Grund hierfür ist die in Kokos enthaltene Laurinsäure.

Ausführlich: Kokosöl für Katzen

Diese gesättigte Fettsäure hat eine antivirale, antimykotische und antibakterielle Wirkung, stärkt die Darmflora, enthält viele wertvolle Mineralien, Vitamine und Spurenelemente sowie essenzielle Aminosäuren. Alternativ kann man auch Kokosflocken über das Katzenfutter geben. Laurinsäure ist außerdem noch in Ingwer, Thymian sowie Knoblauch enthalten, weshalb diese ebenfalls oft als natürliche Anti-Wurmmittel empfohlen werden. Allerdings sollte man bedenken, dass Knoblauch giftig für Katzen ist; deshalb sollte er nur in sehr geringen Mengen verwendet werden.

Hausmittel Nummer 2: Kürbiskerne

Ebenfalls einen Versuch wert sind gemahlene Kürbiskerne. Hierin ist die Aminosäure Cucurbitin, die die Würmer lähmt, wodurch sie sich von der Darmwand lösen. Früher wurde Kürbis auch bei Menschen als Wurmkur genutzt, vor allem bei Bandwürmern. Des Weiteren unterstützen Kürbiskerne allgemein das Immunsystem.

Hausmittel Nummer 3: Möhren

Ein weiterer natürlicher Klassiker im Kampf gegen Endoparasiten sind Möhren. Hier sollen die enthaltenen ätherischen Öle ebenfalls die Würmer lähmen und dabei helfen, dass sie ausgeschieden werden. Im Falle von Katzen sollten die Möhren püriert gefüttert werden.

Hausmittel Nummer 4: Wermut

Hier ist schon der Name Programm: Die Pflanze Wermut wird u.a. auch als Wurmkraut oder Wurmtod bezeichnet. Wermut kommt bereits seit Jahrtausenden bei Mensch und Tier als Mittel gegen Parasiten zum Einsatz, schon die alten Ägypter nutzten es. Das reine Wermutöl ist allerdings toxisch, außerdem sollte Wermut nicht bei trächtigen Katzen verwendet werden.

Keine Wurmkur auf Verdacht mehr?

Auch wenn der Gedanke, seine Katze natürlich zu entwurmen, sehr verlockend ist, sollte man dennoch kein Risiko eingehen. Pflanzliche Wurmmittel bieten leider keine 100%-ige Sicherheit, selbst wenn mehrere miteinander kombiniert werden. Selbst wenn der Halter regelmäßige Kotuntersuchungen durchführen lässt, besteht bei der natürlichen Fütterung gegen Wurmbefall immer noch ein Restrisiko. Denn ob sich die Würmer nachweisen lassen bei einer Kotuntersuchung, hängt maßgeblich davon ab, in welchem Lebenszyklus die Würmer gerade sind, die sich im Tier befinden. Insofern bleibt bei der Entwurmung ohne Chemie stets ein gewisses Restrisiko.

Verantwortungsvolle Tierhalter sollten daher besser weiter die Wurmkur vom Tierarzt verwenden – die natürlichen Wurmmittel sind eine tolle Unterstützung hierzu. Bei starken Wurmbefalls kommt man um den Gang zum Tierarzt sowieso nicht drumherum.
 

 
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