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Darmverschluss bei der Katze, eine gefährliche Verstopfung des Darmtrakts

Röntgenaufnahme Katze mit Darmverschluss advice
© Shutterstock

Erkrankungen des Verdauungstraktes gehören zu den häufigsten Krankheitssymptom bei Katzen. Durchfall und Verstopfung entstehen durch Fremdkörper im Darmtrakt, durch falsche Ernährung oder andere Erkrankungen. Die Ursachen der Verstopfung können zwar harmlos sein, aber auch Gefahren bergen. Kann die Katze keinen Kot absetzen, handelt es sich um einen Notfall und die Samtpfote muss umgehend vom Tierarzt behandelt werden. In schweren Fällen kann der Darmverschluss sogar lebensbedrohlich sein. Welche Ursachen die Verstopfung mit Darmverschluss haben kann, welche Symptome bei betroffenen Tieren auftreten und wann die Katze vom Tierarzt behandelt werden muss, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

von Carina Petermann

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesunde Katzen setzen täglich Kot ab. Bei einem akuten Darmverschluss kann die Katze aufgrund der Verstopfung im Darmtrakt keinen Kot absetzen.
  • Unbehandelt wird die Erkrankung schnell lebensbedrohlich und führt in schweren Fällen zum Tod des Tieres.
  • Die erkrankte Katze muss umgehend vom Tierarzt behandelt werden. Zur Therapie eines verstopften Darms ist fast immer eine Operation notwendig.

Ursache der Verstopfung bei der Katze: Wie entsteht ein Darmverschluss?

Die möglichen Ursachen der lebensgefährlichen Erkrankung sind vielfältig. Zu den häufigsten Ursachen zählt eine Verstopfung entstanden durch das Verschlucken von Fremdkörpern wie Spielzeugen, Nüssen, Schnürsenkeln, Geschenkbändern oder sonstigen Gegenständen, die von der Katze verschluckt werden und im Darmtrakt stecken bleiben oder sich darin verfangen. Schafft der Verdauungstrakt der Katze es nicht, den Fremdkörper auf natürliche Weise auszuscheiden, wird der Darm teilweise oder komplett durch den Fremdkörper verschlossen und der Futterbrei aus dem Magen kann nicht mehr durch den Darm transportiert werden.

Neben Fremdkörpern können auch Erkrankungen zu einem Darmverschluss bei der Katze führen. Vor allem Tumore im Darmtrakt, ein starker Wurmbefall oder eine Verschlingung des Darms zählen zu den krankheitsbedingten Ursachen, die die Durchgängigkeit des Darms für den Futterbrei blockieren. Eine weitere Ursache für eine Verstopfung kann eine falsche Ernährung sein. Starke Verstopfungen durch falsche Ernährung können in schweren Fällen zu einem Darmverschluss führen.

Symptome: Wie erkennt man einen Darmverschluss bei der Katze?

Das grundlegende Symptom eines Darmverschlusses bei der Katze ist die Unfähigkeit, Kot abzusetzen. Betroffene Tiere gehen nicht mehr aufs Katzenklo. In der Folge kommt es zu häufigem und schwallartigem Erbrechen, da der Futterbrei nicht durch den Darmtrakt ausgeschieden werden kann. Die Hauptsymptome werden von weiteren unspezifischen Symptomen wie Unwohlsein, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Apathie begleitet. Die Katze ist sichtlich krank und ihr Zustand verschlechtert sich zunehmend. Schwäche, Atemprobleme und Kreislaufprobleme kommen im fortgeschrittenen Stadium bei betroffenen Tieren häufig dazu.

Während sich ein Darmverschluss bei Wohnungskatzen durch fehlenden Kot im Katzenklo in der Regel schnell bemerkbar macht, ist das Erkennen der Erkrankung bei Freigängern deutlich komplizierter. Verstopfungen werden häufig später bemerkt. Daher sollten Sie insbesondere auf Verhaltensänderungen bei Ihrer Katze umgehend reagieren und beobachten, ob Ihr Stubentiger Symptome zeigt, die auf Darmprobleme hinweisen könnten.

Therapie: Wie wird ein Darmverschluss vom Tierarzt behandelt?

Wenn Sie den Verdacht auf eine Darmerkrankung haben, gehen Sie mit Ihrer Katze umgehend zum Tierarzt. Bei einem Darmverschluss ist eine sofortige Behandlung notwendig. Der Tierarzt wird das kranke Tier zunächst gründlich untersuchen, indem er den Bauch der Katze abtastet und prüft, ob sie unter Schmerzen leidet. Der Verdacht auf einen Verschluss des Darms wird anschließend durch eine Röntgenuntersuchung überprüft. Bestätigt sich der Verdacht, ist eine Operation unter Narkose notwendig. Der Fremdkörper oder Tumor wird entfernt und gegebenenfalls geschädigtes Darmgewebe entfernt.

Prognose: Wie sind die Heilungschancen von betroffenen Tieren?

Wird der Darmverschluss nicht rechtzeitig erkannt und kann die Katze über einen längeren Zeitraum keinen Kot absetzen, kann die Erkrankung lebensgefährlich werden. Insbesondere bei Fremdkörpern oder Tumoren im Darmtrakt kann es zu einem bedrohlichen Durchbruch der Darmwand kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Verdacht auf einen Verschluss des Darms bei der Katze sofort zu reagieren und den Tierarzt aufzusuchen.

Werden die Symptome rechtzeitig erkannt und die Katze umgehend behandelt, bestehen gute Chancen auf eine Regeneration. Zwar ist eine Operation und die damit verbundene Narkose für den Stubentiger eine große Belastung, allerdings gibt es meistens keine alternative Therapiemöglichkeit. Je schneller die Katze behandelt wird, umso geringer ist die Gefahr, dass Komplikationen auftreten. Sobald die Katze vom Tierarzt behandelt und operiert wurde, kann sie wieder Kot absetzen und der Darmtrakt kann seiner Funktion wieder nachkommen.

Anzeichen für Darmverschluss ernst nehmen

Zeigt Ihre Katze Krankheitssymptome, sollten Sie sie genau beobachten. Insbesondere häufiges Erbrechen und das Nichtabsetzen von Kot sind Alarmsignale, die Sie nicht ignorieren sollten. Beim Verdacht auf einen Darmverschluss kommt es auf schnelles Handeln an. Zögern Sie daher nicht und suchen Sie im Zweifelsfall den Tierarzt auf, um Ihre Katze gründlich untersuchen und schnellstmöglich behandeln zu lassen.