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Hilfe, meine Katze schnarcht!

Schlafende und schnarchende Katze advice
© Shutterstock

Die Katze gehört zu den anmutigsten Tieren der Welt. Umso mehr dürfte es manchen Katzenhalter überraschen, wenn er nachts ein Schnarchen von der Schlafstätte seines Stubentigers vernimmt. Können Katzen schnarchen? Und ob! Wir erklären Ihnen, was dahintersteckt, wenn Ihre Samtpfote schnarcht.

von Philipp Hornung

Gründe für schnarchende Katzen

Wie beim Menschen kann das Schnarchen der Katze verschiedene Ursachen und gesundheitliche Probleme haben.

Besonders häufig schnarchen Katzen mit kurzer Nase, zu denen die Perserkatzen gehören. Denn sie zeichnen sich unter anderem durch einen großen, runden Kopf mit sehr flacher Nase aus. Experten sprechen bei dieser angezüchteten Kopfform von „Brachyzephalie“. Diese führt zu einer Verengung der Atemwege und somit zu Kurzatmigkeit und Schnarchen.

Ebenso können Infekte für das nächtliche Schlummer-Konzert verantwortlich sein: Eine Katze mit Schnupfen und verstopfter und tropfender Nase neigt zum Schnarchen. Auch neugebildetes, überflüssiges Gewebe kann das Atmen der Katze während des Schlafs, später auch im Wachzustand, stören. Mögliche Ursachen sind beispielsweise Nasenpolypen. Diese sind gutartig, können jedoch mehrere Zentimeter groß werden und somit nicht nur für laute Atmung, sondern für Atemprobleme sorgen. Ebenso kann Grund zur Sorge bestehen, wenn sich ein Tumor im Bereich der Atemwege durch Schnarchen bemerkbar machen.

Last but not least: Übergewicht. Katzen, die zu viele Pfunde auf den Rippen tragen, neigen zum Schnarchen während des Schlafens – eine weitere Parallele zum Menschen. Ursache hierfür ist das Fett, das die Atemwege zusammendrückt und somit lautstark anzeigt: Jetzt ist Zeit zum Abspecken!

Was tun, wenn meine plötzlich Katze schnarcht?

Plötzlich auftretendes Schnarchen bei eigentlich gesunden und schlanken Katze sollte Sie aufhorchen lassen und ein Grund für einen Tierarztbesuch sein. Dies gilt insbesondere, wenn die Samtpfote im wachen Zustand schnarcht und entweder gar keine oder besonders starke Anzeichen eines Infekts zeigt. Der Tierarzt findet die Ursache des Schnarchens heraus. Wenn Ihr tierischer Gefährte unter Fremdkörpern wie Polypen leidet, kann er diese mittels einer Operation in den meisten Fällen unkompliziert entfernen. Bei einem starken Infekt steht die Therapie des Katzenschnupfens im Vordergrund.

Hat Ihre ausgewachsene Samtpfote einen guten Appetit und macht einen gesunden Eindruck, schnarcht aber ab und an, sollten Sie ihr Gewicht kontrollieren. Hat sie zugenommen? Wenn Sie kein früheres Gewicht zum Vergleich haben, fühlen Sie, ob die Rippen leicht zu ertasten sind. Außerdem sollte die Taille von oben sichtbar sein. Motivieren Sie die Samtpfote zu mehr Bewegung und reduzieren Sie ihre Portionen. Steht Ihrer Katze den ganzen Tag über Trockenfutter zur Verfügung, sollten Sie stattdessen zu festen Fütterungszeiten übergehen. Seien Sie geduldig und setzen Sie auf Ohropax statt Null-Diät. Denn Abnehmen braucht Zeit und strenge Diäten sind gefährlich für Katzen. Sprechen Sie Ihren Tierarzt spätestens bei der nächsten Kontrolle auf das Schnarchen und das Übergewicht Ihrer Samtpfote an.

Sie haben eine Samtpfote mit kurzer Nase und flachem Gesicht? Viele dieser Tiere entwickeln Atemprobleme, die sich in Form von Schnarchen äußern. Meist beginnt dies bereits im jungen Katzenalter. Sollte die Samtpfote im Alter plötzlich anfangen, hörbar lauter zu atmen oder zu schnarchen, gilt auch für solche „Kurznasen“: Gehen Sie mit ihr zum Tierarzt.

Unsere Empfehlung lautet: Sobald die Katze von einem Tag auf den anderen anfängt, stark zu schnarchen, stellen Sie sie dem Tierarzt vor. Das gilt ebenso, wenn sich das Allgemeinbefinden Ihres tierischen Gefährten parallel verschlechtert. Zum Profi gehen Sie ebenfalls zügig, wenn Ihre Samtpfote unter Atemaussetzern im Schlaf leidet. Wenn Ihr tierischer Gefährte nur leicht oder sporadisch schnarcht, sprechen Sie den Tierarzt bei der nächsten Kontrolle darauf an.