Werbung

Wenn der Hund ständig Hunger hat: Tumor als Grund
© sophiecat / Shutterstock

Hund hat ständig Hunger: Tumor als mögliche Ursache

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Ein gesteigerter Appetit bei Hunden kann viele Ursachen haben. Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit, dass ein Tumor eventuell der Grund ist.

So gut wie jeder Hundehalter kennt es: Der treue Vierbeiner bettelt am Mittagstisch oder versucht, das Futter anderer Haustiere zu ergattern. Doch was, wenn der Hunger des Hundes einfach nicht nachlässt und stetig zunimmt? 

Ein solcher Zustand kann beunruhigend sein und wirft die Frage auf, ob möglicherweise ein ernster gesundheitlicher Grund wie ein Tumor dahintersteckt. Allerdings können andere ernsthafte Erkrankungen eine Rolle spielen, darunter Diabetes oder das Cushing-Syndrom. Dieser Ratgeber beleuchtet die möglichen Ursachen und erklärt, wann tierärztlicher Rat erforderlich ist.

Mögliche Ursachen für ständigen Hunger beim Hund

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum ein Hund immer hungrig erscheinen könnte. Ständiger Hunger kann aus einem erhöhten Energiebedarf resultieren, beispielsweise bei wachsenden Hunden, tragenden Hündinnen oder besonders aktiven Vierbeinern. Auch eine unausgewogene Ernährung mit unzureichender Nährstoffversorgung kann dazu führen, dass ein Hund trotz großer Futteraufnahme hungrig bleibt. 

Neben diesen harmloseren Ursachen gibt es jedoch ernsthafte medizinische Hintergründe. Eines der besorgniserregendsten Probleme ist ein Tumor. Besonders Krebserkrankungen im Magen-Darm-Trakt oder hormonproduzierende Tumore können den Appetit erheblich beeinflussen. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund trotz ausreichender Futtermenge ständig hungrig wirkt, sollten Sie aufmerksam werden und einen Tierarzt aufsuchen.

Weitere ernste Gesundheitsprobleme

Abgesehen von Tumoren gibt es mehrere andere Erkrankungen, die einen ständigen Hunger auslösen können. Eine bekannte Ursache ist das Cushing-Syndrom, auch bekannt als Morbus Cushing. Diese Störung betrifft die Hormonproduktion und führt häufig zu einer übermäßigen Nahrungsaufnahme.

Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion können den Appetit Ihres Hundes erhöhen. Darüber hinaus sind Parasitenbefall und bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen weitere Faktoren, die untersucht werden sollten.

Tumore als Ursache, wenn der Hund ständig Hunger hat

Bestimmte Tumorarten können direkt den Hunger eines Hundes beeinflussen:

  • Insulinome, also Tumore der Bauchspeicheldrüse, können den Blutzuckerspiegel senken und so das Hungergefühl verstärken. 

  • Magen- oder Darmtumore können die Verdauung stören und dafür sorgen, dass der Körper weniger Nährstoffe aufnimmt, was wiederum einen ständigen Appetit zur Folge hat. 

  • Nebennierenrinden-Tumore können ein Cushing-Syndrom auslösen, das mit verstärktem Hunger und anderen körperlichen Veränderungen einhergeht. Begleitend zum ständigen Hunger treten oft weitere Symptome auf, darunter unerklärlicher Gewichtsverlust, Verdauungsprobleme, Trägheit oder Verhaltensänderungen sowie Veränderungen im Fell oder an der Haut.

Du hast eine Frage oder möchtest etwas mitteilen? Los geht's!

Anzeichen, dass Ihr Hund unter Appetitveränderungen leidet

Ein plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Hungers kann ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung sein. Beobachten Sie die Essgewohnheiten Ihres Hundes genau, um festzustellen, ob es Veränderungen gibt.

  • Steigendes Interesse an Lebensmitteln
  • Nahrungsklau von anderen Tieren oder Menschen
  • Fressen von ungenießbaren Objekten (Pica)
  • Veränderung in Gewicht und Fellbeschaffenheit

Falls Ihnen eines dieser Verhaltensmuster auffällt, sollte ein professioneller Ratschlag eingeholt werden. Es ist wichtig, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Hund ständig Hunger Tumor
Hat der Hund ständig Hunger, könnte ein Tumor dahinter stecken (eva_blanco / Shutterstock)

Was tun bei Verdacht auf einen Tumor?

Wenn der Verdacht besteht, dass hinter dem ständigen Hunger mehr steckt, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Nur ein Fachmann kann bestimmen, ob ein Tumor oder eine andere Erkrankung vorliegt.

Die Diagnoseverfahren sind abhängig von den individuellen Symptomen des Hundes. Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss über Blutzuckerwerte, Hormonhaushalt und Entzündungswerte geben. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen helfen, Tumore im Magen-Darm-Trakt oder anderen Organen zu identifizieren. 

Bei Verdacht auf schwer erkennbare Tumore können weiterführende Untersuchungen wie MRT oder CT erforderlich sein. In manchen Fällen wird eine Gewebeprobe entnommen, um die Art des Tumors genauer zu bestimmen. Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Wie geht es nach der Diagnose weiter?

Je nach Art und Schweregrad der Erkrankung stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Behandlung eines Tumors hängt von seiner Art und Lage ab. 

Falls er operabel ist, kann eine Entfernung infrage kommen. Ist der Tumor bösartig oder hat er bereits gestreut, kann eine Chemotherapie notwendig werden. Hormonproduzierende Tumore können mit speziellen Medikamenten behandelt werden, um den Stoffwechsel zu stabilisieren. 

Neben der medizinischen Therapie spielt auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle. Hochwertiges, leicht verdauliches Futter kann die Nährstoffaufnahme verbessern und den Hund in seiner Genesung unterstützen. Regelmäßige, aber kleinere Mahlzeiten können den Verdauungstrakt entlasten und die Kalorienzufuhr anpassen, um unerwünschten Gewichtsverlust zu verhindern.

Vorbeugung von Ernährungsproblemen bei Hunden

Um möglichen Problemen vorzubeugen, ist eine regelmäßige Kontrolle der Gesundheit beim Tierarzt empfehlenswert. Eine ausgewogene Ernährung senkt ebenfalls das Risiko ernsthafter Komplikationen.

Achten Sie darauf, Ihren Hund mit hochwertigen Futtermitteln zu versorgen, die alle notwendigen Nährstoffe enthalten. Übergewicht kann ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen, daher sollte die Menge des Futters entsprechend angepasst werden.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Ein jährlicher Check-up beim Tierarzt hilft dabei, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Besonders bei älteren Hunden sollten häufiger Kontrollen durchgeführt werden, da sie anfälliger für Krankheiten sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Hund, der ständig Hunger zeigt, sorgfältig beobachtet werden muss. Während manchmal harmlose Gründe vorliegen, können ebenso schwerwiegende gesundheitliche Probleme dafür verantwortlich sein. Ein rascher Besuch beim Tierarzt klärt offene Fragen und sorgt dafür, dass Ihr Lieblingsvierbeiner gesund und glücklich bleibt.

Mehr Ratschläge zu...

Was halten Sie von diesem Ratgeber?

Vielen Dank für das Feedback!

Vielen Dank für das Feedback!

Dein Kommentar:
EInloggen zum Kommentieren
Möchtest du diesen Artikel teilen?