Im Sommer vor zwei Jahren fällt der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen an einer Raststätte an der A3 ein verdächtiges Fahrzeug auf.
Und ihr Bauchgefühl soll sich bewahrheiten: Als sie die Ladefläche des rumänischen Transporters kontrollieren, entdecken sie dort lebende „Fracht“.
In kümmerlichem Zustand und ohne Wasser
Zehn Hunde und eine Katze befinden sich in den Käfigen auf der Ladefläche und sollen weiter nach Großbritannien gebracht werden.
Den Beamten fällt sofort auf, dass hier einige Vorschriften des Tierschutzgesetzes klar verletzt wurden. Das bestätigen auch die zurate gezogenen Experten vom Veterinäramt:
Nach 1.500 km Fahrt haben die Tiere nichts zu trinken, teilweise sind ihr Fell und ihre Augen verklebt und ein Hund trägt ein Stachelhalsband.
Tiertransporter darf weiterfahren
Obwohl die Beamten davon ausgehen, dass auch „einige der mitgeführten Unterlagen gefälscht sind“, kann der Fahrer, nachdem er ein Bußgeld bezahlt und die Beanstandungen behoben hat, seine Fahrt fortsetzen.
Ein Schock für alle Tierliebhaber. Immerhin wird bezüglich der vermeintlich gefälschten Papiere weiter ermittelt.
Leider kommt es nicht selten vor, dass Haustiere aus osteuropäischen Ländern zu Spottpreisen in Deutschland und den Nachbarländern verkauft werden.
Häufig wurden sie jedoch unter so widrigen Bedingungen gezüchtet, dass ihre Überlebenschancen sehr schlecht stehen. Hoffen wir das Beste für diese Tiere!