Ein mächtiger Rottweiler, ein winziger Chihuahua – allein das reicht eigentlich schon für eine niedliche oder witzige Hundegeschichte aus. Doch was in diesem Fall passiert, ist das perfekte Beispiel für ein fatales Missverständnis, das alle Internet-Jecken Tränen lachen lässt.
Denn der Clou bei diesem Reel ist: Der kleine Chihuahua trägt passend zur närrischen Jahreszeit ein Kostüm. Und zwar eins, dass seinen großen Hunde-Bruder im wahrsten Sinne des Wortes aus den Schlappen haut!
Kostümierter Chihuahua sorgt für Chaos
Die Szene im Video von „Chris and Jasmin“ beginnt erstmal tiefenentspannt. Der große Rottweiler liegt gemütlich auf dem Boden neben dem Sofa im Wohnzimmer und döst vor sich hin. Er bemerkt zwar halbwegs, dass sich sein bester Hundekumpel neben ihm positioniert hat, aber da ist noch mehr! Und das hat er definitiv nicht auf dem Schirm.
Der Chihuahua sieht nicht mehr wirklich aus wie ein Hund. Er trägt eine blaue Latzhose, hat eine rote Wuschelmähne auf dem Kopf und er hält zwei… Schaumstoff-Messer in den Pfoten! Oder anders ausgedrückt: Er ist verkleidet als „Chucky, die Mörderpuppe“.
Panik-Flucht aufs Sofa
Dann folgt die Schrecksekunde: Aus dem Augenwinkel registriert der Rottweiler endlich, was da neben ihm steht! Er zuckt zusammen, springt auf und rettet sich vor dem Winzling mit einem gewaltigen Satz auf das Sofa. Sicher ist sicher! Immerhin ist der „bewaffnet“.
Die Facebook-User sind hingerissen von der Reaktion. „David gegen Goliath“, heißt es in den Kommentaren. Und viele überlegen spontan, ihrem eigenen Hund ebenfalls so ein Chucky-Kostüm für die Karnevals-Saison zu kaufen. Ein Hingucker ist es allemal.
Wenn die Maske die Sprache raubt
Tierschützer allerdings sehen das Kostümieren von Tieren allerdings kritisch. Und für einen der angeführten Gründe ist dieser Clip geradezu ein Paradebeispiel: Ein Hund gerät in Panik, weil er sein Gegenüber durch die Kostümierung nicht mehr lesen kann.
Was wir Menschen als „süß“ empfinden, ist für Hunde oft purer Stress, erklärt der Deutsche Tierschutzbund in einer Pressemeldung aus dem Februar 2025. „Hunde kommunizieren über Körpersprache. Kostüme, die Ohren, Rücken oder Schwanz verdecken, schränken diese massiv ein“, erklären die Experten.
Warnung: Tiere sind keine Requisiten
Nina Brakebusch vom Tierschutzbund wird deutlich: „Ein Tier sollte man nicht dazu zwingen, ein Kostüm zu tragen, nur weil man dies selbst lustig findet.“ Neben der psychischen Belastung drohen handfeste Gefahren:
- Vergiftung: Billige Kostüme enthalten oft Schadstoffe, die beim Kauen aufgenommen werden.
- Strangulation: Bänder und Tücher können zur tödlichen Falle werden.
- Verletzungen: Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt.
Das Facebook-Video mag unterhaltsam wirken, doch die Botschaft dahinter ist ernst: Wer seinen Hund liebt, lässt ihn an Karneval einfach nur Hund sein – ohne Latzhose und Perücke.