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Kleiner Hund mit Karnevalskrone auf dem Kopf
© Drazen Zigic / Shutterstock (Symbolbild)

Karneval mit Hund: Worauf Halter in der fünften Jahreszeit achten sollten

von Carina Petermann

am aktualisiert

Viele wollen den tollen Tagen entfliehen und fahren in den Urlaub. Andere nehmen ihren Hund auf Partys und Umzüge mit, verkleiden und schminken ihn. Doch wie macht man es richtig?

Spätestens im Februar erreicht die „Fünfte Jahreszeit“ in Köln und vielen anderen deutschen Städten ihren Höhepunkt. Hundehalter stehen damit vor der Frage, wie sie die Karneval, Fastnacht und Fasching mit ihren Hund am liebsten verbringen möchten, wenn sie über die närrischen Tage nicht in Urlaub fahren.

Der Wunsch, den besten Freund des Menschen immer dabei zu haben, erscheint verständlich. Doch gerade für Tiere, die auf laute Geräusche ängstlich reagieren, kann der Karneval zum traumatischen Erlebnis werden.

Hund und Karneval: Das Wichtigste in Kürze

  • Nimm deinen Hund nicht mit auf Karnevalspartys oder -sitzungen.
  • Besuch Faschingsumzüge ohne deinen Vierbeiner. Sie können bei Hunden Ängste auslösen.
  • Ein verkleideter Hund macht nur den Haltern „Spaß“, Kostüme für Hunde sind zu meiden

Karnevalspartys: Zu viele Eindrücke

Dein Hund weiß mit den Gepflogenheiten auf Karnevalssitzungen und -partys wenig anzufangen. Das Hundeohr reagiert viel sensibler auf laute Geräusche als das menschliche Gehör. Spaß an wiederkehrenden „Alaaf!“- und „Helau!“-Rufen oder dem einziehenden Spielmannszug kommt auf Hundeseite eher nicht auf. Dazu wird der Geruch alkoholisierter Menschen von den Fellnasen meist als unangenehm empfunden. Bei so vielen Faktoren, die gleichzeitig und ungefiltert auf das Tier einwirken, kann es im schlimmsten Fall zu Panikreaktionen kommen.

Karneval: Hund auf dem Faschingsumzug?

Wo Kinder und Erwachsene ausgelassen feiern, entsteht für Hunde eine Stresssituation. Die anhaltend hohe Geräuschkulisse während des Karnevalsumzugs und die vielen verkleideten Menschen wirken auch auf sonst ruhige Zeitgenossen beängstigend. Gleiches gilt an Silvester. Noch dazu ist die Verletzungsgefahr am „Zoch“ hoch. Gerade kleinere Hunde gehen im Getümmel leicht verloren oder werden von Umherstehenden versehentlich getreten. Die Vierbeiner können sich an Glasscherben schneiden, diese verschlucken oder sich an eingepackten Bonbons und herumliegenden Süßigkeiten den Magen verderben.

Spinnenkostüm für Hunde: Verkleidung bitte nur für Menschen

Im Handel boomt derzeit der Verkauf „lustiger“ Kostüme für Haustiere. Doch es ist nicht ratsam, den Hund zu Karneval verkleidet auszuführen. Kleine Hunde sind zwar oftmals daran gewöhnt, Hundemäntel oder Regenschuhe zu tragen, die sie vor dem Auskühlen schützen. Viele Haustierkostüme sind aber nicht tiergerecht, warnt der Deutsche Tierschutzbund. Sie schränken den natürlichen Bewegungsablauf der Tiere ein, scheuern auf der Haut oder fallen viel zu weit aus.

Besonders, wenn ein Hund das Tragen von Kleidungsstücken nicht kennt, kann ihm ein Kostüm am Körper Angst machen. Accessoires wie Brillen oder Mützen behindern die Sinnesorgane des Hundes. Gleichzeitig erschweren sie es, die Körpersprache des tierischen Gegenübers zu lesen und fördern somit Aggressionen untereinander.

Karneval Hund im Kostüm
Karneval mit Hund: Besser auf ein Kostüm verzichten ©Leandro Omine/Shutterstock

Verzichte lieber auf vermeintliche Trends, wie den Hund zu schminken oder ihm das Fell einzufärben. Handelsübliche Farb-Haarsprays und Schminke aus dem Supermarkt sind für Haustiere ohnehin ungeeignet. Auch wenn die Verkleidungsfrage mitunter kontrovers diskutiert wird, geht für den Hund letztendlich kein Mehrwert aus einer Kostümierung hervor. Vergnügen bereitet diese lediglich dem Halter.

Unsere Empfehlung: Fastnacht lieber ohne Hund

Kannst du deinen Hund während der „jecken Tage“ ruhigen Gewissens im hauseigenen Körbchen zurücklassen? Oder gib ihn lieber in vertrauensvolle Hände, während du unterwegs bist? Das sind zwei Möglichkeiten, mit denen du deinem Hund den Karneval deutlich angenehmer gestalten kannst, als ihn zu den Veranstaltungen mitzunehmen.

Falls du selbst kein Faschingsnarr bist, kannst du die Tage auch für einen erholsamen Kurzurlaub mit deiner Fellnase nutzen. Davon profitieren Hund und Halter gleichermaßen.

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